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06.04.2010

Mit Tagebuch Allergien auf die Spur kommen

Bei Verdacht auf eine Allergie sollte man Tagebuch führen und die Art, Häufigkeit, Intensität und Dauer der jeweiligen Beschwerden dokumentieren. So können dem behandelnden Arzt wichtige Hinweise über den Krankheitsverlauf vorgelegt werden.

Um einer möglicherweise vorliegenden Allergie auf die Spur zu kommen, kann ein Tagebuch helfen, das für die Dauer von mindestens einem Monat geführt werden sollte. Dann kann es beim Arztbesuch dazu dienen, die Krankengeschichte des Patienten besser zu erfassen, heißt es in der Zeitschrift Öko-Test Kompakt Heuschnupfen und Allergien (Ausgabe 2010). Notiert werden sollten die Art, Häufigkeit, Intensität und Dauer der jeweiligen Beschwerden. Auch Ort, Zeit und Wetter vor und während einer allergischen Attacke sollten festgehalten werden. Ebenso wichtig ist ein Hinweis auf die psychische Situation - zum Beispiel Stress oder Ärger. Außerdem ist es sinnvoll aufzuschreiben, was kurz zuvor gegessen, getrunken oder an Medikamenten eingenommen wurde. Schließlich sollte nicht fehlen, welchen Aktivitäten der Betroffene kurz vor Auftreten der allergischen Beschwerden nachgegangen ist. Dazu können Interaktionen mit bestimmten Gegenständen oder Tieren gehören oder Tätigkeiten wie z.B. Putzen oder Staubsagen.

Wer mag, kann sein Allergiebefinden unter der Internetadresse www.allergie.de auch online täglich dokumentieren. Die Tagebucheinträge werden dabei in Relation zur aktuellen, regionalen Pollenflugvorhersage angezeigt und in anonymisierter Form auf einer Karte dargestellt. Zusätzliche Kommunikationsmodule wie Diskussionsforen und Blogs unterstützen den Wissensaustausch innerhalb der Community. Besonders praktisch: Für den Besuch beim Arzt lassen sich die Tagebucheinträge als Bericht ausdrucken. Dem behandelnden Allergologen können somit wichtige Hinweise über den Krankheitsverlauf vorgelegt werden. Aufgrund dieser Informationen kann die Behandlung fortlaufend und transparent optimiert werden, beispielsweise während der Hyposensibilisierungsphase. „Die detaillierte Dokumentation der jeweiligen Symptome dient als Grundlage für die weitere Therapieplanung“, erläutert Dr. med. Matthias Herbst, Hautarzt und Allergologe in Darmstadt und Vorsitzender der Qualitätsgemeinschaft südhessischer Dermatologen e.V. (QSD).