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14.11.2018

Lungenkrebspatienten profitieren von sportlicher Betätigung

Leichte aerobe Übungen und Krafttraining können auch bei Patienten mit fortgeschrittenem, streuendem oder inoperablem Lungenkrebs zu einem besseren Wohlbefinden und weniger Fatigue führen. Dies kann auch dazu verhelfen, eine Krebstherapie länger durchzustehen und deren Nebenwirkungen besser wegzustecken. Darauf machen die Lungenärzte der Deutschen Gesellschaft für PneumologiePneumologie
Die Atemwegs- und Lungenheilkunde (Pneumologie) ist ein Teilgebiet der Inneren Medizin, das sich mit der Vorbeugung, Erkennung und fachärztlichen Behandlung von Krankheiten der Lunge, der Bronchien, des Mediastinums (Mittelfell) und der Pleura (Rippen- und Lungenfell) befasst.
und Beatmungsmedizin (DGP) aufmerksam.

Vor ein paar Jahrzehnten wurde Krebspatienten noch empfohlen, sich zu schonen. Heutzutage weiß man, dass eine regelmäßige sportliche Betätigung auch für Krebspatienten von Vorteil ist: Sie verbessert sowohl das körperliche und seelische Wohlbefinden als auch die körperliche Belastbarkeit der Betroffenen. Das kann die Lebensqualität erhöhen, außerdem erlaubt eine größere Fitness den Patienten, sich gegebenenfalls häufiger und länger einer Chemotherapie zu unterziehen, was die Tumorkontrolle möglicherweise verbessern kann. Das gilt auch für Patienten mit LungenkrebsLungenkrebs
Das ist der im Brustkorb gelegene Raum zwischen den beiden Lungenflügeln, in dem die Brusteingeweide untergebracht sind - also das Herz, zugehörige Nerven, Gefäße und Lymphknoten. Die Pleuren (Rippen- und Lungenfell), welche die beiden Brustfellhöhlen mit den Lungenflügeln auskleiden, bilden eine Trennwand zwischen Mediastinum und Lunge. Nach vorne und hinten wird dieser Raum vom Brustbein und der Brustwirbelsäule begrenzt, von oben und unten erstreckt er sich etwa ab Höhe des Schlüsselbeins bis hinunter zum Zwerchfell. 
, wie die Ergebnisse zweier Studien belegen, die kürzlich auf dem Kongress der European Society of Medical Oncology (ESMO) vom 19.-23. Oktober in München vorgestellt wurden. „Leichte aerobe Übungen und Krafttraining können bei regelmäßiger Teilnahme – wie eine der Studien zeigt - auch bei Patienten mit fortgeschrittenem, streuendem oder inoperablem Lungenkrebs zu einem besseren Wohlbefinden und weniger Fatigue führen“, berichtet Prof. Dr. Klaus F. Rabe, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) und Ärztlicher Direktor der LungenClinic Grosshansdorf.

Sport mit Lungenkrebs - wie soll das gehen?

Lungensport ist ein spezielles Training für Lungenpatienten unter professioneller Anleitung (zum Beispiel im Rahmen einer Reha), bei dem gezielt die Atemmuskulatur gekräftigt wird, so dass die Leistungsfähigkeit des Körpers schrittweise ausgebaut werden kann. Dabei wird jeweils in demjenigen Belastungsbereich trainiert, der noch keine Atemnot verursacht und den Patienten nicht überfordert, was einen optimalen Aufbau der Muskulatur und eine weitere Steigerung der körperlichen Belastbarkeit ermöglicht. Dazu werden das Trainingsprogramm und die Intensität der Übungen individuell auf jeden Patienten – je nach körperlicher Verfassung, Leistungsfähigkeit und Motivation - zugeschnitten.

Hilft Nebenwirkungen leichter wegzustecken

Patienten sollten sich des Nutzens körperlicher Aktivität insbesondere auch bei fortgeschrittenen Lungenkrebserkrankungen stärker bewusst werden. „Leichte aerobe Übungen und Krafttraining sollten genauso ein Teil der Behandlung eines Lungenkarzinoms sein wie eine Anti-Tumor-Therapie“, betont Prof. Rabe. „Schließlich ist körperliche Fitness ein bedeutender Faktor, der mit darüber entscheidet, ob ein Patient mit einer bestimmten Therapie beginnen und die gewählte Dosis beibehalten kann. Indem Lungensport das Wohlbefinden der Patienten verbessert, kann er ihnen auch dazu verhelfen, eine Krebstherapie länger durchzustehen und deren Nebenwirkungen besser wegzustecken.“  

Quellen:
-    Annals of Oncology, Online-Veröffentlichung am 23.10.2018 (mdy 424.061)
-    Annals of Oncology, Online-Veröffentlichung am 23.10.2018 (mdy 424.088)
-   
Journal of Clinical Oncology, Online-Veröffentlichung am 10.6.2018

Dies ist eine Pressemeldung der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP). Der Abdruck dieser Pressemeldung oder von Teilen des Artikels ist unter folgender Quellenangabe möglich: www.lungenaerzte-im-netz.de. Bei Veröffentlichung in Online-Medien ist diese Quellenangabe (in Form eines aktiven Links entweder auf die Startseite oder auf eine Unterseite der Webseite der Lungenärzte-im-Netz) erforderlich, bei Veröffentlichung in Printmedien ist ebenfalls ein Hinweis auf diese Webadresse notwendig.