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12.03.2018

Lungenärzte empfehlen regelmäßige körperliche Aktivität bei COPD

COPD-Patienten sollten regelmäßig Bewegung und wenn möglich auch Ausdauer- und Krafttraining in ihren Alltag integrieren. Darauf weisen die Lungenärzte der Deutschen Gesellschaft für PneumologiePneumologie
Die Atemwegs- und Lungenheilkunde (Pneumologie) ist ein Teilgebiet der Inneren Medizin, das sich mit der Vorbeugung, Erkennung und fachärztlichen Behandlung von Krankheiten der Lunge, der Bronchien, des Mediastinums (Mittelfell) und der Pleura (Rippen- und Lungenfell) befasst.
und Beatmungsmedizin (DGP) anlässlich des 59. DGP-Kongresses vom 15.-17. März in Dresden hin.

Ein erstes Anzeichen für die chronisch-obstruktive Lungenerkrankung (COPD) ist Atemnot bei körperlicher Belastung, die Betroffene meist dazu veranlasst, körperliche Anstrengung zu vermeiden. „Wer an COPD erkrankt ist, darf sich aber nicht schonen, sonst geht es mit der körperlichen Leistungsfähigkeit immer weiter bergab und die Atemnot wird immer schlimmer“, betont Prof. Dr. Klaus F. Rabe, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) und Ärztlicher Direktor der LungenClinic Grosshansdorf. Vielmehr sollten COPD-Patienten regelmäßige Bewegung und wenn möglich auch Ausdauer- und Krafttraining in ihren Alltag integrieren. Darauf weisen die Lungenärzte der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) anlässlich des 59. DGP-Kongresses hin, der vom 15.-17. März 2018 in Dresden stattfindet.

Trainingsprogramm nach einer Reha auch zu Hause fortsetzen

Aus demselben Grund sollten COPD-Patienten das im Rahmen einer pneumologischen Rehabilitation durchgeführte Trainingsprogramm nach Entlassung aus der Klinik auch zu Hause unbedingt fortsetzen. „Nur so können sie verhindern, dass die während der Reha erzielte, körperliche Leistungsfähigkeit wieder verloren geht“, erklärt Prof. Rabe. „Zum Beispiel lassen sich mit einem regelmäßigen Gehtraining die positiven Effekte der pneumologischen Rehabilitation länger aufrechterhalten und sogar noch verbessern.“ Nach Ansicht der Lungenärzte sollten die Betroffenen bereits während ihres Aufenthaltes in der Reha ein entsprechendes Praxisnachsorgeprogramm einüben, damit sie es dann zu Hause übergangslos und selbständig fortführen können. Das ist insbesondere dort erforderlich, wo noch keine ambulanten Nachsorgeprogramme - wie zum Beispiel Lungensportgruppen in Wohnortnähe der Patienten - angeboten werden. Leider gibt es nämlich immer noch zu wenige Lungensportgruppen in Deutschland, bemängeln die Lungenärzte.

Ein Fitnessarmband kann dazu motivieren, das tägliche Soll zu erreichen

Um das tägliche Soll an Bewegung zu erreichen, kann ein Fitnessarmband („Fitness-Tracker“) zur Motivation dienen, das Zeiten körperlicher Aktivität sowie die täglich zurückgelegte Anzahl Schritte und den Kalorienverbrauch pro Tag misst. „Schrittzähler liefern ein objektives Feedback und können somit Patienten dabei unterstützen, ein angestrebtes Aktivitätslevel auch tatsächlich zu erreichen“, betont Prof. Rabe. Ein regelmäßiges körperliches Training ruft diverse positive, physiologische Veränderungen hervor - wie z.B. Muskelaufbau, größere Leistungsfähigkeit bei sinkender Atemfrequenz und weniger Lungenüberblähung, so dass sich die Atemnot der Betroffenen mit der Zeit verringert. „Dies befähigt die Patienten dazu, ihre tägliche Schrittanzahl sogar noch zu steigern. Dadurch verbessern sich nicht nur die körperliche Belastbarkeit der Patienten, sondern auch ihr Wohlbefinden sowie ihre Widerstandsfähigkeit gegenüber Atemwegsinfektionen. Das macht Krankenhausbehandlungen seltener erforderlich, das Sterberisiko der Patienten sinkt und ihre Lebensqualität steigt", erläutert Prof. Rabe.

Verschlechterungsschübe früher erkennen und behandeln

Da Fitnessarmbänder auch anzeigen, wenn die tägliche körperliche Aktivität abnimmt, können sie die Patienten theoretisch auch frühzeitiger vor Verschlechterungsschüben (Exazerbationen) warnen, die gerade in der Erkältungssaison aufgrund viraler oder bakterieller Atemwegsinfekte auftreten können und dann u.a. auch die körperliche Aktivität der Patienten einschränken. „Je früher Exazerbationen erkannt werden, umso besser lassen sich diese behandeln und zusätzliche Komplikationen vermeiden“, bekräftigt Prof. Rabe. „Laufen gegen Atemnot: Sport und Bewegung helfen bei chronischen Lungenerkrankungen“– so lautet auch eines der Themen, die auf einer Pressekonferenz anlässlich des DGP-Kongresses am 15. März in Dresden von 11-12 Uhr vorgestellt werden. 

Quellen:

Quelle: äin-red

Dies ist eine Pressemeldung der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP). Der Abdruck dieser Pressemeldung oder von Teilen des Artikels ist unter folgender Quellenangabe möglich: http://www.lungenaerzte-im-netz.de. Bei Veröffentlichung in Online-Medien ist diese Quellenangabe (in Form eines aktiven Links entweder auf die Startseite oder auf eine Unterseite der Webseite der Lungenärzte-im-Netz) erforderlich, bei Veröffentlichung in Printmedien ist ebenfalls ein Hinweis auf diese Webadresse notwendig.