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11.04.2019

Lungenärzte begrüßen Leopoldina-Empfehlung zu Luftschadstoffen

Die Stellungnahme der Leopoldina bringt wieder Sachlichkeit in die polarisierende Schadstoffdebatte und entspricht im Wesentlichen den Forderungen, die die Deutsche Gesellschaft für PneumologiePneumologie
Die Atemwegs- und Lungenheilkunde (Pneumologie) ist ein Teilgebiet der Inneren Medizin, das sich mit der Vorbeugung, Erkennung und fachärztlichen Behandlung von Krankheiten der Lunge, der Bronchien, des Mediastinums (Mittelfell) und der Pleura (Rippen- und Lungenfell) befasst.
und Beatmungsmedizin (DGP) in einem 2018 erschienen Positionspapier formuliert hatte.

Je sauberer die Atemluft, desto gesünder die Menschen, zeigen Studien. Deshalb sollte Deutschland sich auch in Zukunft bemühen, die Schadstoffbelastung in der Außenluft weiter zu senken. Zu diesem Schluss kommt eine Arbeitsgruppe der Leopoldina – Nationale Akademie der Wissenschaften – in einer aktuellen Stellungnahme. Sie entspricht im Wesentlichen den Forderungen, die die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) in einem 2018 erschienen Positionspapier formuliert hatte.

„Die Stellungnahme der Leopoldina bringt endlich wieder Sachlichkeit in die entgleiste polarisierende Schadstoffdebatte“, kommentiert Prof. Dr. med. Klaus F. Rabe, Pastpräsident der DGP. Ebenfalls zu begrüßen sei die Forderung der Leopoldina, von der Fokussierung auf Stickoxide abzurücken, sagt Prof. Dr. med. Michael Pfeifer, der im März turnusgemäß das Amt des DGP-Präsidenten übernommen hat. „Wir haben es in der Außenluft immer mit einem Gemisch aus Schadstoffen zu tun: Eine isolierte Betrachtung der einzelnen Komponenten ergibt kein realistisches Bild der tatsächlichen gesundheitlichen Auswirkungen.“

Die Leopoldina weist zudem darauf hin, dass Stickoxide nicht die gefährlichsten Schadstoffe sind: Feinstäube, vor allem die sogenannten ultrafeinen Partikel, die tief in die Lunge eindringen können, seien nach bisherigem Kenntnisstand viel schädlicher. Hier sei eine weitere Absenkung der Grenzwerte geboten. Von besonderer Wichtigkeit sei es, den Ausstoß von Treibhausgasen wie Kohlenstoffdioxid zu verringern. „Luftschadstoffe beeinträchtigen vor allem labile Patientengruppen, also Kinder, Ältere und chronisch kranke Menschen“, betont Prof. Dr. med. Claus Vogelmeier, Vorsitzender der Deutschen Lungenstiftung. „Dies muss bei der Festlegung der Grenzwerte berücksichtigt werden.“

Quelle: Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP)