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31.08.2008

Brauche ich eine Langzeitsauerstofftherapie?

Für welche Patienten mit COPD eine LangzeitsauerstofftherapieLangzeitsauerstofftherapie
Eine Sauerstofflangzeittherapie (LTOT - abgekürzt aus dem Englischen long time oxygen therapy) ist der Ansicht von Spezialisten zufolge nur dann angezeigt und sinnvoll, wenn bereits mehrmals eine Sauerstoffmessung (meist anhand einer Blutprobe aus dem Ohrläppchen) durchgeführt wurde und die Sauerstoffwerte dabei immer wieder zu niedrig ausgefallen sind. Dann allerdings muss die Anwendung des Naturstoffes Sauerstoff (O2) über einen längeren Zeitraum, evtl. sogar dauernd erfolgen. Eine kurzzeitige Anwendung für lediglich ein paar Minuten pro Tag, ist zwar im Allgemeinen nicht schädlich, medizinisch gesehen aber sinnlos.
 
 
sinnvoll und notwendig ist, und welche Maßnahmen eine stationäre oder ambulante Reha beinhaltet, können Betroffene und Interessierte im September auf dem Patientenkongress „Symposium Lunge 2008“ in Hattingen erfahren.

Der Zeitpunkt, an dem ein Patient mit Raucherbronchitis (COPD) einsehen muss, dass es ohne Sauerstoffdauertherapie nicht mehr geht, wird meist als ein weiterer Schritt nach unten - als Strafe wegen des öffentlich sichtbar Werdens seiner Krankheit - und somit als Grund für zusätzliche Resignation erlebt. Dass Sauerstoff aber nicht anbindet, sondern vielmehr mobiler machen und das Leben erleichtern und verlängern kann - darauf wird Dr. Klaus Kenn, Chefarzt am Klinikum Berchtesgadener Land in Schönau am Königssee, in seinem Vortrag zum Thema „Trainingstherapie mit Sauerstoff trotz fortgeschrittener COPD“ von 11:20 Uhr bis 11:40 Uhr am 13. September auf dem Symposium Lunge 2008 in Hattingen hinweisen.

Bei welchen Patienten eine Langzeitsauerstofftherapie sinnvoll und notwendig ist, wird Dr. Konrad Schultz, Medizinischer Direktor der Klinik Bad Reichenhall, Zentrum für Rehabilitation, PneumologiePneumologie
Die Atemwegs- und Lungenheilkunde (Pneumologie) ist ein Teilgebiet der Inneren Medizin, das sich mit der Vorbeugung, Erkennung und fachärztlichen Behandlung von Krankheiten der Lunge, der Bronchien, des Mediastinums (Mittelfell) und der Pleura (Rippen- und Lungenfell) befasst.
und Orthopädie, in seinem Vortrag zum Thema „Sauerstofftherapie bei COPD“ von 15:10 Uhr bis 15:30 Uhr näher erläutern. Interessierte werden dabei auch erfahren, welche Untersuchungen zuvor erforderlich sind, wie die Sauerstofftherapie konkret durchgeführt werden muss und welche Arten von Sauerstoffquellen für die Therapie zur Verfügung stehen.

Schließlich wird Prof. Wolfgang Petro vom Gesundheitszentrum Schlossberghof in Bad Reichenhall-Marzoll in seinem Vortrag zum Thema „Rehabilitation bei COPD“ von 16:50 Uhr bis 17:10 Uhr diejenigen Maßnahmen vorstellen, die grundsätzlich sowohl in der stationären als auch in der ambulanten Rehabilitation von COPD-Patienten durchgeführt werden sollten. Dazu gehören Patientenschulung, Trainingstherapie, physikalische Therapie, Selbsthilfetechniken und eine optimierte medikamentöse Therapie.

Welche weiteren Themen auf dem Symposium Lunge 2008 in Vorträgen behandelt werden und wie der Programmablauf der Veranstaltung im Einzelnen ausschaut, können Sie unter anderem im Internet auf der Website des Initiators und Leiters der „Selbsthilfegruppe & Mailingliste Lungenemphysem COPD Deutschland“, Jens Lingemann, nachlesen unter: www.lungenemphysem-copd.com/pages/oeffentlich/pages/symposium-lunge-2008/programmheft/programm-symposium-2008.pdf