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04.05.2014

Blaue Lippen - Farbe bekennen für Lungenhochdruck

Lungenhochdruck (Pulmonale HypertoniePulmonale Hypertonie
Typisch für das Fortschreiten dieser Erkrankung ist, dass die verschiedenen Zellarten in den Wänden der Lungengefäße zu wuchern beginnen und so die Blutgefäße verengen - ein Vorgang, den die Wissenschaftler Remodeling (struktureller Umbau) nennen. In der Folge muss die rechte Herzkammer das Blut gegen den zunehmenden Widerstand der enger werdenden Gefäße in die Lunge pumpen, was wiederum zu Umbauprozessen des Herzmuskels und schließlich zum Versagen des Herzens führt.
 
, PH) braucht mehr Bewusstsein, denn die seltene Erkrankung bleibt häufig lange unerkannt oder wird mit anderen Krankheiten wie Asthma verwechselt. Deutschlandweit informieren PH-Zentren anlässlich des Welt-PH-Tag am 5. Mai von 11.00 - 15.00 Uhr über Lungenhochdruck.

Der Lungenhochdruck - in der Fachsprache pulmonale Hypertonie (PH) genannt - beginnt meist schleichend und mit unspezifischen Symptomen. Deshalb bleibt Lungenhochdruck häufig lange unerkannt. So ist der Lungenhochdruck eine Erkrankung, die sich auch dem Arzt nicht auf den ersten Blick offenbart. Viele der für den Lungenhochdruck typischen Beschwerden - z.B. Kurzatmigkeit bei Belastung, rasche Ermüdbarkeit oder Brustschmerzen - treten auch bei vielen anderen Krankheiten wie z.B. Asthma auf. Meist zeigen sich erst im späteren Verlauf klarere Hinweise wie beispielsweise gestaute Halsvenen oder blaue Lippen. Bis zur richtigen Diagnose dauert es deshalb oft zwischen zwei und drei Jahren. Das ist fatal, denn die Krankheit kann ohne die richtige Behandlung in diesem Zeitraum bereits tödlich enden.

Eine bundesweite Aktion "Blaue Lippen - Farbe bekennen für Lungenhochdruck" soll auf den Lungenhochdruck (die Pulmonale Hypertonie, PH) aufmerksam machen und das Bewusstsein für diese seltene Erkrankung bei Ärzten und in der Öffentlichkeit stärken. Anlässlich des Welt-PH-Tags am 5.5. wird an spezialisierten PH-Zentren über Kennzeichen, Diagnose und Behandlung des Lungenhochdrucks informiert, um das rechtzeitige Erkennen dieser lebensbedrohlichen Erkrankung zu verbessern. Die „Blauen Lippen“ visualisieren dabei ein auffälliges und charakteristisches Symptom des Lungenhochdrucks. Besucher der teilnehmenden Zentren, die sich blaue Lippen schminken und fotografieren lassen, tragen außerdem zur Förderung der Selbsthilfeorganisation pulmonale hypertonie e.v. bei, denn für jedes „Blaue-Lippen“-Foto wird von einem Pharmaunternehmen ein Euro gespendet.

Lungenhochdruck ist durch eine Verengung der Blutgefäße gekennzeichnet, die sauerstoffarmes Blut vom rechten Herzen zur Sauerstoffanreicherung in die Lungen leiten (Lungenarterien). Ursache ist eine Fehlfunktion der Gefäßwände, die verschiedene Ursachen haben kann. Mit der Gefäßverengung steigt der Widerstand und in der Folge auch der Blutdruck in diesen Gefäßen. Die Sauerstoffaufnahme ins Blut ist gestört und das Blut staut sich in die rechte Herzkammer zurück. Das rechte Herz muss gegen den krankhaft erhöhten Druck vermehrt arbeiten. Durch die zunehmende Belastung kommt es zu einer Vergrößerung und Schwächung des rechten Herzens, was letztendlich zum Herzversagen und in der Folge zum Tod führen kann.

Erhärtet sich bei den Untersuchungen der Verdacht auf eine PH, sollte der Patient in ein PH-Zentrum überwiesen werden. Hier können aufgrund der großen Erfahrung mit Lungenhochdruck die gezielte Abschluss-Diagnostik und therapeutische Versorgung optimal erfolgen. Die anschließende Therapiebegleitung erfolgt in Zusammenarbeit mit Zuweisern aus dem heimatnahen ambulanten wie auch stationären Bereich.

Quelle: Bayer Presseinformation