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10.01.2007

Bei Erkältung hilft Zink

Mehrere wissenschaftliche Untersuchungen belegen, dass die Einnahme des Spurenelements ZinkZink
Zink gehört zu den Nährstoffen, die vom Körper nicht selbst gebildet werden können und daher mit der Nahrung aufgenommen werden müssen. Die Zinkzufuhr muss regelmäßig erfolgen, da Zink im Körper nicht gespeichert werden kann. Die deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt für Erwachsene 15 Milligramm Zink pro Tag, die über die Nahrung aufgenommen werden sollten. Besonders tierische Nahrungsmittel sind reich an Zink. Muskelfleisch, Innereien und Fisch sind gute Zinkquellen. Auch Käse ist ein guter Zinklieferant. Ausgesprochen zinkarm sind hingegen die meisten Obst- und Gemüsesorten, generell ist in pflanzlicher Nahrung ist relativ wenig Zink enthalten, das außerdem schlechter verwertbar ist als das Zink aus tierischer Nahrung.
 
 
Erkältungen verhindern bzw. deren Verlauf abmildern helfen kann. Darauf macht das Deutsche Grüne Kreuz aufmerksam und gibt noch weitere Tipps.

Erkältungen und Fieber sind eigentlich immer von einem niedrigen Zink -Spiegel begleitet, was darauf hinweist, dass bei solchen Erkrankungen ein erhöhter Bedarf an diesem Spurenelement besteht. Darauf weist das Deutsche Grüne Kreuz (DGK) hin. Auch eine Doppelblindstudie in Cleveland, Ohio bestätigt, dass Zink tatsächlich ein wirksames Mittel ist, um die Dauer und Schwere von Erkältungskrankheiten zu verringern. An dieser Untersuchung, die im New England Journal of Medicine veröffentlicht worden ist, nahmen etwa 100 Patienten teil, die entweder 65 mg Zink pro Tag oder ein Placebo innerhalb von 24 Stunden nach Ausbruch einer Grippe bekamen. Die 50 Probanden, die Zink bekommen hatten, litten kürzer unter Husten, Kopfschmerzen, Müdigkeit und Schnupfen. Außerdem waren die Zinkprobanden im Schnitt nach 4,4 Tagen beschwerdefrei, während die Placebopatienten durchschnittlich 7,6 Tage unter der Grippe litten.

Vorbeugender Effekt nachgewiesen
Daher sei es empfehlenswert, in den klassischen Erkältungszeiten Frühjahr und Herbst eine so genannte Zinksubstitutionsbehandlung mit täglich 15 mg Zink durchzuführen. Bei einem drohenden Schnupfen hat sich dies nachweislich bewährt. Eine vergleichbare Studie der Johns Hopkins Universität in Baltimore im US-Staat Maryland zeigte bei Kindern zwischen sechs und 35 Monaten einen ähnlichen, vorbeugenden Effekt. Die Rate der akuten Infektionen der unteren Atemwege war bei den Kindern, die eine Zink-Substitution erhalten hatten, deutlich erniedrigt (um 45 Prozent). Wie Zink dies bewerkstelligt, ist noch nicht bekannt. Forscher vertreten zwei Hypothesen: Die einen verweisen auf Experimente, in denen Zink die Vermehrung von Viren hemmte, andere meinen, dass Zink die Immunreaktionen verstärkt.

Weitere Tipps bei Erkältung
Bei einer beginnenden Erkältung sollte man außerdem darauf achten, seine Atemwege feucht zu halten. Trocknen etwa die Nasenschleimhäute aus, begünstige das die lokale Vermehrung der Erkältungsviren, erklärt Ute Arndt, Immunologin beim Deutschen Grünen Kreuz (DGK) in Marburg. Zum Anfeuchten gut geeignet sind laut Arndt beispielsweise Dampfbäder mit Salzlösung oder ätherischen Ölen. Auch Spaziergänge an der frischen Luft seien ein guter Ausgleich zur trockenen Heizungsluft. Wichtig sei es darüber hinaus, viel zu trinken - zum Beispiel heiße Tees. Vorübergehend könne ein Nasenspray verwendet werden, um die Nase frei zu halten. Das verhindere zudem, dass sich die Nebenhöhlen zusetzen und entzünden. Beim Auskurieren einer Erkältung sollte man den Körper schonen und daher vorübergehend auf Sport und übermäßige Anstrengungen verzichten. Wenn sich auf Dauer mit Hausmitteln keine Besserung einstelle, ist ein Besuch beim Arzt anzuraten. Dieser müsse dann abklären, ob sich hinter der Erkältung nicht womöglich eine echte Grippe (Influenza) oder eine andere Atemwegserkrankung verbirgt.

Quelle: Deutsches Grünes Kreuz (DGK)