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31.07.2014

Atmung und Psyche – vom Wechselspiel zwischen Lunge und Hirn

Welchen Einfluss Gefühle auf unsere Atmung nehmen und was COPD-Patienten gegen Angst vor Atemnot und die sich dadurch verschlechternde Atmung unternehmen können – das wird Dr. med. Justus de Zeeuw, Facharzt für Innere Medizin, Schwerpunkt PneumologiePneumologie
Die Atemwegs- und Lungenheilkunde (Pneumologie) ist ein Teilgebiet der Inneren Medizin, das sich mit der Vorbeugung, Erkennung und fachärztlichen Behandlung von Krankheiten der Lunge, der Bronchien, des Mediastinums (Mittelfell) und der Pleura (Rippen- und Lungenfell) befasst.
, Schlafmedizin, in seinem Vortrag auf dem 7. Symposium Lunge am Samstag, den 13. September 2014 in Hattingen erläutern.

Anhand von verschiedenen, spannenden Experimenten aus der Forschung legt Dr. med. Justus de Zeeuw in seinem Vortrag dar, wie Angst und Atmung zusammenhängen, wie sich das Atmungsmuster (insbesondere die Atemfrequenz) durch Gefühle verändert und welche Hirnregion an der Entstehung von Angst beteiligt ist. Diese Region – der sog. Mandelkern (Amygdala) - sendet Signale an das Atmungszentrum, und steuert so unmittelbar, ob wir flach oder tief, schnell oder langsam atmen.

Anhand des sichtbaren Atmungsmusters gelingt es Menschen wie auch Tieren, Gefühle der Warnung oder der Beruhigung zu übermitteln – und zwar ganz ohne Mimik, also ohne die Möglichkeit, durch den Gesichtsausdruck Gefühle zu übermitteln. So gelingt es einer Mutter, durch ruhige Atmung das Kind in ihren Armen zu beruhigen. Und die schnelle Atmung des Kaninchens lässt die Artgenossen aufmerksam werden: Sei wachsam!

Für Menschen, die an COPD leiden, lassen sich aus den gewonnenen Erkenntnissen einfache Schlüsse ziehen: Atemnot kann erhebliche Angstgefühle erzeugen – egal, wie ungefährlich die Situation bewusst wahrgenommen wird. Diese Angst kann die Atmung ungünstig beeinflussen (sie wird flach und schnell) und so das Symptom der Luftnot weiter verstärken. Es ist also wichtig, diesem Teufelskreis zu entrinnen. Bewusstes tiefes und langsames Atmen hat so gleich zwei heilsame Effekte: Die Atmung wird effektiver und die Seele wird beruhigt. So lässt sich der Kreislauf umkehren: Die langsame Atmung kann helfen, Angstgefühle zu verringern, dadurch wird die Atmung weiter ruhiger und der Körper entspannt. Moderne therapeutische Konzepte berücksichtigen diesen Aspekt bei der Behandlung von Luftnot. Dabei können sowohl physiotherapeutische Übungen als auch angstlösende Medikamente zum Einsatz kommen. Beides hilft, der Angst Herr zu werden und eines der gravierendsten Symptome der COPD zu beherrschen.

Quelle: Vortrag von Dr. med. Justus de Zeeuw, Facharzt für Innere Medizin, Schwerpunkt Pneumologie, Schlafmedizin, auf dem 7. Symposium Lunge am Samstag, den 13. September 2014 in Hattingen von 14:35 - 15:00 Uhr.

Anfragen bezüglich des Symposiums richten Sie bitte an:
Organisationsbüro Symposium-Lunge 2014
Jens Lingemann
symposium-org@copd-deutschland.de
Telefon: 02324 - 999 959

Alle Informationen zur Veranstaltung finden Sie hier: Symposium-Lunge 2014