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31.08.2020

Asthma-Behandlung in den Bergen oft effektiv

Eine Behandlung in Höhenregionen kann sich bei allen Asthma-Formen nachhaltig positiv auswirken und verbessert nicht nur die Symptome, sondern wirkt sich auch günstig auf Immunreaktionen aus.

Was eine Höhentherapie bei Asthma bronchiale bewirken kann, hat ein Wissenschaftsteam im Luftkurort Davos in einer kleinen Studie untersucht (siehe Allergy, Online-Veröffentlichung am 3.7.2020). Dabei zeichnete sich ab, dass die Behandlung in Höhenregionen sich bei allen Asthma-Formen nachhaltig positiv auswirken kann und nicht nur die Symptome verbessert, sondern sich auch günstig auf Immunreaktionen auswirkt.

 

Die Forscher haben 26 Menschen mit Asthma bronchiale, die wegen ihrer Erkrankung in Davos in einer Lungenklinik behandelt wurden, über 21 Tage hinweg untersucht. Davos liegt auf etwa 1.560 Metern über dem Meeresspiegel. Die Teilnehmenden wurden den folgenden drei Asthma-Typen zugeteilt:

Zu Beginn und am Ende des Höhenaufenthalts wurden verschiedene Untersuchungen durchgeführt, darunter Lungenfunktionsmessungen und FeNO-Tests. Die Probandinnen und Probanden füllten auch einen Fragebogen zu ihrer Asthma-Kontrolle aus. Außerdem bestimmten die Forschenden spezifische, für Asthma typische immunologische Parameter im Blut der Teilnehmenden.

Das Ergebnis: Während der Reha in großer Höhe verbesserten sich die klinischen Parameter wie die LungenfunktionLungenfunktion
und der FeNO-Test deutlich. Auch die Asthma-Symptome gingen zurück. Die Auswertung der Blutproben ergab sogar auch auf molekularer Ebene positive Auswirkungen der Höhentherapie. So zeigten sich Verbesserungen bei verschiedenen Parametern der für viele Asthma-Formen typischen sogenannten Typ-2-Immunreaktion.

Die Höhentherapie zeige somit für alle Asthma-Formen nachhaltig positive Ergebnisse, schlussfolgern die Studienautoren. Nicht nur bezüglich der Asthma-Symptome, oder klinischer Parameter wie der Lungenfunktion, sondern konkret auch bei den immunologischen Befunden. Dies sei ein nicht selbstverständliches Ergebnis, da die einzelnen Asthma-Formen auf verschiedene Behandlungen unterschiedlich reagieren.

Quelle: Lungeninformationsdienst