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28.05.2015

Als Nichtraucher mehr Asche zur Verfügung haben!

Anlässlich des Weltnichtrauchertags am 31.5. erinnern Organisationen wie die deutsche Krebshilfe e.V. an das hohe Gesundheitsrisiko und mögliche Folgeerkrankungen durch das Rauchen. Raucher gefährden aber nicht nur ihre eigene Gesundheit, sie belasten auch ihre Mitmenschen: Mehr als 2000 Menschen sterben jährlich an den Folgen des Passivrauchens. Ein Rauchstopp bringt außerdem eine große Kostenersparnis mit sich, so dass Nichtrauchern mehr „Asche“ für einen Urlaub oder andere rauchfreie Vergnügungen zur Verfügung steht.

Immer noch rund ein Viertel der Deutschen greift mehr oder weniger regelmäßig zur Zigarette. Zum Weltnichtrauchertag am 31. Mai 2015 erinnern Organisationen wie die deutsche Krebshilfe e.V. an das hohe Gesundheitsrisiko und mögliche Folgeerkrankungen wie die chronisch-obstruktive Lungenerkrankung (COPD oder auch Raucherlunge genannt) und LungenkrebsLungenkrebs
Das ist der im Brustkorb gelegene Raum zwischen den beiden Lungenflügeln, in dem die Brusteingeweide untergebracht sind - also das Herz, zugehörige Nerven, Gefäße und Lymphknoten. Die Pleuren (Rippen- und Lungenfell), welche die beiden Brustfellhöhlen mit den Lungenflügeln auskleiden, bilden eine Trennwand zwischen Mediastinum und Lunge. Nach vorne und hinten wird dieser Raum vom Brustbein und der Brustwirbelsäule begrenzt, von oben und unten erstreckt er sich etwa ab Höhe des Schlüsselbeins bis hinunter zum Zwerchfell. 
, die durch den Zigarettenkonsum entstehen können. COPD-Patienten leiden unter erheblichen Einschränkungen in ihrem Alltag: Ständige Kurzatmigkeit, Erstickungsgefühle und Abgeschlagenheit sind nur drei der beeinträchtigenden Symptome.

Raucher gefährden aber nicht nur ihre eigene Gesundheit, sie belasten auch ihre Mitmenschen: Wer den Qualm einer Zigarette passiv inhaliert, atmet die gleichen gefährlichen Gifte ein wie aktive Raucher. Nach Angaben des Deutschen Krebsforschungszentrums sterben in Deutschland jedes Jahr rund 2.150 Menschen an durch Passivrauchen begünstigter koronarer Herzkrankheit. Über 770 Nichtraucher sterben an einem passivrauchbedingten SchlaganfallSchlaganfall
Schlaganfälle ereignen sich gehäuft während des Blutdrucktiefs gegen 3 Uhr nachts (midnight stroke) oder während des zweiten Blutdrucktiefs am Nachmittag. Die Krankheitsanzeichen setzen meist plötzlich ein und hängen vom Ort des Infarktes ab. Erste Anzeichen können heftige Kopfschmerzen, ausgeprägte Bewusstseinstrübung bis hin zu Bewusstlosigkeit sein. Es entwickelt sich eine meist im Arm- und Gesichtsbereich betonte einseitige Lähmung. Zunächst ist die gelähmte Seite erschlafft (im Gesicht z.B. als hängender Mundwinkel und Aufblähung der Wange auf der gelähmten Seite beim Ausatmen = "Tabakblasen"), später können auch unkontrollierte Zuckungen hinzu kommen. Eine Hirndurchblutungsstörung ist entweder Folge eines thrombotischen oder embolischen Gefäßverschlusses (ischämischer Hirninfarkt) oder eines spontanen Gefäßrisses mit nachfolgender Einblutung (hämorraghischer Hirninfarkt).
Ischämischer Schlaganfall: Hirninfarkt, der durch eine Blutstauung aufgrund verstopfter Gefäße verursacht wird und deshalb zu einer Unterversorgung der Hirnzellen mit Sauerstoff führt. Ein ischämischer Hirninfarkt auf Grund von Minderdurchblutung eines Endarterienareals bei plötzlichem Gefäßverschluss der Arterie ist mit 80-85% die häufigste Ursache eines Schlaganfalls. 
Hämorraghischer Schlaganfall: Verkalkte Blutgefäße im Gehirn brechen auf, was zu Gehirnblutungen führt. Dabei wird die Blutzufuhr und damit Sauerstoffversorgung der betroffenen Gehirnzellen unterbrochen bzw. abgebrochen und sie sterben ab.
 
 
. Häufig betroffen sind Kinder rauchender Eltern, die in ihrer Kindheit auch deutlich öfter an Atemwegserkrankungen leiden als Kinder aus Nichtraucherhaushalten.

Dennoch schrecken viele Raucher die allgegenwärtigen Gesundheitsrisiken offenbar nicht ab. Dabei könnten sie durch einen Rauchstopp nicht nur etwas für ihre Gesundheit tun, sondern auch viel Geld sparen. Basierend auf der Schätzung, dass die Hälfte der Raucher (52 Prozent) einen durchschnittlichen Verbrauch von 10 bis 20 Zigaretten pro Tag hat und eine Schachtel rund fünf Euro kostet, gehen jährlich mehr als 1.000 Euro für Zigaretten drauf. Bleibt dieser Betrag hingegen im Portemonnaie, wäre beispielsweise eine zusätzliche Woche Urlaub drin.

Quelle: Presseportal