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26.06.2006

Aktuelle Ozon-Werte im Internet

Vor allem Menschen mit chronischen Lungenerkrankungen müssen sich vor steigenden Ozonwerten in Acht nehmen. Auf einer täglich aktualisierten Deutschlandkarte können sie sich über die in ihrer Umgebung herrschende Belastung informieren.

Endlich haben wir Sommer - allerdings steigen nun auch die Ozonwerte wieder an. Dieses farb- und geruchlose Gas bildet sich in der Luft bei starker Sonneneinstrahlung und hochsommerlichen Temperaturen aus Verkehrsabgasen, insbesondere Stickoxiden. In höheren Konzentrationen (Alarmschwelle: 240 Mikrogramm Ozon pro Kubikmeter Luft) kann es die Schleimhäute der oberen Atemwege reizen. Menschen mit chronischen Atemwegserkrankungen wie Asthma bronchiale oder chronisch obstruktiver Bronchitis (COPD) fühlen sich aber oft auch schon bei geringeren Ozon-Belastungen gesundheitlich beeinträchtigt, leiden zum Beispiel unter einer noch stärker eingeschränkten Lungenfunktion und Atemnot. Daher dürfte es für Viele interessant sein zu erfahren, wie hoch die aktuellen Ozonkonzentrationen in der eigenen Umgebung sind oder welche Belastung in den nächsten Tagen zu erwarten ist. Im Internet veröffentlicht das Umweltbundesamt (UBA) jetzt stündlich aktualisierte Ozonwerte und Ozon-Vorhersagen für verschiedene Regionen in ganz Deutschland. Jeweils vormittags ab 10 Uhr lassen sich hier die zu erwartenden Ozonwerte für den laufenden Tag und die beiden folgenden Tage übersichtlich und bundesweit (in Farbabstufungen auf einer Deutschlandkarte) dargestellt abrufen. Ab 13.15 Uhr stellt das UBA dann ebenfalls täglich die aktuellen Ozon-Messwerte aller verfügbaren Messstellen der Länder und des Bundes ins Netz. Die einzelnen Bundesländer erstellen nämlich zum Teil eigene Ozonprognosen für ihr Gebiet und geben ebenfalls Ozon-Messwerte bekannt.

Nach Angaben von Ute Dauert vom Umweltbundesamt erreicht Ozon in den Städten seine höchste Konzentration in den Mittags- und Nachmittagsstunden. Um gesundheitliche Beeinträchtigungen zu vermeiden, sollten in dieser Zeit – sowie allgemein ab einer Überschreitung von 180 Mikrogramm - besser keine anstrengenden körperlichen Tätigkeiten im Freien ausgeübt werden, da bei einer gesteigerten körperlichen Aktivität vermehrt Ozon aufgenommen werde.

Quelle: www.umweltbundesamt.de