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16.03.2020

Corona-Ticker

Täglich neue, aktuelle Informationen über das Coronavirus und seine Auswirkungen auf Alltag und Gesellschaft finden Sie hier...

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8. April 2020

95-Jähriger nach Corona-Erkrankung aus Klinik entlassen

Nach rund drei Wochen Aufenthalt in der Innsbrucker Klinik ist ein 95-jähriger Corona-Patient gesund entlassen worden. Am 15. März hatte der Bewohner eines Altersheimes ausgeprägte Symptome wie Schwäche, Fieber und Husten gehabt. Seit 18. März wurde er auf der Normalstation der Infektiologie versorgt. „Es ist ein wunderbares Zeichen, dass man diese Erkrankung auch im hohen Alter überleben kann“, meint Rosa Bellmann-Weiler, leitende Oberärztin an der Infektiologie. Nachdem der Mann im Krankenhaus aufgenommen worden war, verbesserte sich sein Zustand stetig.

Forscher starten Umfrage zu Arbeit im Homeoffice

Wie produktiv und zufrieden sind Menschen im Homeoffice? Was könnte nach der Corona-EpidemieEpidemie
Tritt eine Erkrankung örtlich und zeitlich stark gehäuft auf, spricht man von einer Epidemie. Trifft beispielsweise eine neue Variante des wandelbaren Influenza-Virus auf eine Bevölkerungsgruppe, die noch keine Abwehr gegen diesen bestimmten Erreger aufgebaut hat, kann diese Virus-Variante sich schnell verbreiten. Die Ausbreitung stoppt erst, wenn der Erreger Menschen befällt, die z.B. aufgrund einer Grippe-Schutzimpfung Antikörper dagegen gebildet haben.
Das amerikanische Center for Disease Control spricht von einer Grippe-Epidemie, wenn die Todesrate durch Influenza und Lungenentzündung (die so genannte Übersterblichkeit) um mehr als 7,5% höher liegt als in einem durchschnittlichen Winter.
Eine Epidemie bleibt im Gegensatz zur Pandemie auf eine bestimmte Region begrenzt.
fortgeführt werden? Diese Fragen untersuchen Forscher der Technischen Universität Berlin und internationale Kollegen jetzt anhand von Fragebögen im Internet. Für ihre anonyme Umfrage, die nur wenige Minuten beanspruche, suchen sie noch Teilnehmer, wie Søren Salomo, Leiter des Fachgebiets Technologie- und Innovationsmanagement berichtet. Zum Fragebogen: https://survey.cachet.dk/index.php?r=survey/index&sid=67942&lang=de

Studenten helfen in der Corona-Krise

Rund 1000 Studenten in Baden-Württemberg sind einem Aufruf des Wissenschaftsministeriums gefolgt und helfen während der Corona-Krise in Krankenhäusern, Gesundheitsämtern oder Laboren. Mehr als 5000 hätten sich bislang gemeldet, ein Fünftel davon sei bereits im Einsatz. Viele Helfer studieren Medizin, es sind aber auch andere Fächer vertreten. Sie arbeiten in der medizinischen Versorgung, helfen Pflegern in der Patientenaufnahme oder in der Notaufnahme oder kümmern sich um die Kinderbetreuung. Sie arbeiten bei Telefon-Hotlines der Gesundheitsämter oder bei Boten- und Pfortendiensten in Laboren. Die Studenten hätten alle Arbeitsverträge, in der Regel seien sie als studentische Hilfskräfte angestellt. Ihr Engagement solle nicht ehrenamtlich ausgenutzt werden.

Auch beim Wassersport gilt: 1,5 Meter Corona-Abstand

Die Regeln zum Schutz vor der Ausbreitung der Coronavirus-PandemiePandemie
Unter einer Pandemie versteht man eine sich weit verbreitende und dabei ganze Länder oder Kontinente erfassende Krankheit.
Vermischen sich beispielsweise die Erbinformationen von zwei verschiedenen Influenza-Viren in einem Zwischenwirt (z.B. Schwein), tritt ein neuer Virus-Typ mit noch unbekannten Eigenschaften auf. Dieser so genannte Subtyp kann sich schnell ausbreiten, da die Menschen gegen diesen Erreger weder über natürliche noch infolge einer Schutzimpfung aufgebaute Antikörper verfügen. Der jährliche Grippe-Impfschutz erfasst zwar neue Varianten des Influenza-Virus (d.h. leichteVeränderungen in der Oberflächenstruktur), aber keine komplett neuartigen Subtypen. Bricht eine Pandemie aus, muss daher schnell ein Impfstoff gegen den neuen Subtyp entwickelt werden und/oder ein antiviral wirksames Medikament flächendeckend eingesetzt werden.
gelten auch beim Wassersport. So müsse ein Abstand von mindestens 1,5 Metern zu anderen Personen eingehalten werden, teilt die Wasserschutzpolizeidirektion des Polizeipräsidiums Einsatz in Göppingen mit. Derzeit sei nicht grundsätzlich verboten, die Bundeswasserstraßen und die Landesgewässer für die Freizeit zu nutzen. Allerdings seien Einschränkungen der Nutzung von Wasserflächen, Anlagen, Wasserfahrzeugen oder Landflächen möglich. Die Wasserschutzpolizei empfiehlt daher, sich vor Antritt einer Fahrt bei den zuständigen Behörden zu informieren.

Viele Blumenläden liefern trotz Corona

Gute Nachrichten für alle, die zu Ostern einen Blumenstrauß an Verwandte und Freunde schicken wollen: Das ist weiterhin möglich. Etliche Blumengeschäfte haben kurzzeitig Webshops eingerichtet oder bereits vorhandene Webshops umfangreich ausgebaut. Statt direkt an der Ladentheke eine Bestellung aufzugeben, können Kunden nun kontaktlos einkaufen - also per E-Mail, Fax, Telefon, Whatsapp oder über soziale Netzwerke Sträuße bestellen. Zudem gibt es bundesweit zahlreiche kreative Initiativen vor Ort: „Mehrere Gärtnereien haben ein sogenanntes Blumentaxi ins Leben gerufen“, nennt Patricia Steinborn vom Zentralverband Gartenbau (ZVG) ein Beispiel. Ein Anruf bei einem Geschäft am Wohnort der Verwandten und Freunden kann sich also lohnen.

Berliner Balkonkunst gegen Corona-Isolation

Gut 50 Berliner Künstlerinnen und Künstler wollen am Osterwochenende gegen die Corona-Isolation ihre Arbeiten auf Balkonen und an Fenster präsentieren. Es werde keine offizielle Eröffnung geben und keine Menschenmengen, kündigten die Kuratorinnen Övül Durmusoglu und Joanna Warsza am Dienstag in einer Mitteilung an. Das Projekt im Stadtteil Prenzlauer Berg solle am Sonntag und Montag zu einem Spaziergang innerhalb der geltenden Regelungen einladen, um Leben, Kunst und Verbindungen zu suchen. Die Kunst auf den Balkonen steht aus Sicht der Organisatoren gegen Isolation und Individualisierung, dem Coronavirus und der damit verbundenen Angst solle nicht alles überlassen werden.

Noch nicht zugelassenes Mittel für COVID-19-Schwerkranke

 

Besonders schwer erkrankte Corona-Patienten dürfen künftig mit dem noch nicht zugelassenen Wirkstoff Remdesivir behandelt werden, wenn alle anderen Mittel versagt haben. Das hat das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte in Bonn genehmigt. Der Wirkstoff wurde von einem US-Pharmaunternehmen ursprünglich gegen Ebola-Infektionen entwickelt. Es gebe erste Anzeichen für eine Wirksamkeit auch gegen das Coronavirus. Die Ergebnisse laufender klinischer Prüfungen bleiben abzuwarten.

 

7. April 2020

Plasmazentrum Heidelberg sucht Spender für Corona-Forschung

Bei der Suche nach Behandlungsmöglichkeiten für Patienten, die an Covid-19 erkrankt sind, sucht das Plasmazentrum Heidelberg Spender. Menschen, die eine solche Erkrankung im Zuge der Coronavirus-Pandemie bereits überstanden haben, könnten Plasma mit Antikörpern für die Forschung spenden, teilt das Unternehmen in Heidelberg mit. Es gebe erste erfolgreiche Tests mit therapeutischem Plasma für die Behandlung von Covid-19-Patienten. Außerdem könnte das Blutplasma bei der Entwicklung von Medikamenten und Impfstoffen helfen und benutzt werden, um die Wirksamkeit von bereits eingesetzten Corona-Tests zu überprüfen. Mehr Info: https://corona.plasmazentrum-heidelberg.de/

Lockerung in Österreich setzt Deutschland nicht unter Druck

Die angekündigte, schrittweise Lockerung von Anti-Corona-Maßnahmen in Österreich setzt Deutschland nach Ansicht des saarländischen Ministerpräsidenten Tobias Hans (CDU) nicht unter Zugzwang: „Jeder muss seine Entscheidungen auf Basis seiner eigenen Daten treffen. Unsere Infektionszahlen geben derzeit keine schnelle Aussicht auf Lockerung her.“ Es bleibe bei dem verabredeten Zeitplan: Am Dienstag nach Ostern (14. April) wollen die Ministerpräsidenten mit Kanzlerin Angela Merkel über das weitere Vorgehen beraten. Das Saarland hatte seine umfangreichen Ausgangsbeschränkungen und weitere Einschränkungen des öffentlichen Lebens wegen der Ausbreitung des Coronavirus zuletzt bis einschließlich 20. April verlängert.

Schweizer Corona-Briefmarke spendet die Erlöse

Die Schweizer Post hat eine Corona-Briefmarke aufgelegt und will mit dem Erlös hilfsbedürftige Menschen unterstützen. Die Briefmarke setze ein visuelles Zeichen für die gelebte Solidarität während der Corona-Epidemie und solle noch lange nach der herausfordernden Zeit an diese gelebte Verbundenheit erinnern. Auf der Briefmarke zu sehen ist ein weißes Kreuz vor rotem Hintergrund, das von zahlreichen Strichmännchen umringt wird. Daneben befindet sich der Schriftzug „Covid-19 Solidarität“ in mehreren Sprachen. Die einzelne Briefmarke kostet 5 Franken und ist für 50 Franken im 10er-Bogen erhältlich. Die 50 Franken sollen vollumfänglich jenen Menschen zu Gute kommen, die aufgrund der Corona-Pandemie dringend auf Hilfe angewiesen sind.

Dank an Erntehelfer in der Coronakrise

Brandenburg hat den Erntehelfern aus Mittel- und Osteuropa gedankt, die derzeit trotz der Corona-Krise in den Agrarbetrieben des Landes im Einsatz sind. Ihre Arbeit sei sehr wichtig, heißt es in einem Schreiben in mehreren Sprachen von Agrarminister Axel Vogel (Bündnis 90/Grüne) und Europaministerin Katrin Lange (SPD). Sie trügen dazu bei, die Lebensmittelversorgung zu sichern. Reisemöglichkeiten seien schwieriger geworden. Einige Helfer würden daher in Kauf nehmen, die Familie länger nicht zu sehen. Nach Angaben des Landesbauernverbandes werden im Jahr etwa 10.000 Erntehelfer benötigt.

Oranje-Fußballer schnüren Millionen-Hilfspaket für Vereine

Der niederländische Fußball-Bund KNVB und die Nationalspieler haben gemeinsam mit ihrem Hauptsponsor (ING Bank) ein Hilfspaket von rund elf Millionen Euro für die von der Corona-Krise getroffenen Vereine geschnürt. Damit solle Clubs geholfen werden, die durch die Corona-Krise in finanzielle Not geraten sind. Die Mittel sollen Amateur- und Proficlubs zu gleichen Teilen zu Gute kommen. „Wir sind froh, dass wir in dieser schwierigen Zeit etwas zurückgeben können“, meint der Verteidiger des FC Liverpool. „Ich bin froh, dass auch wir unseren Teil beitragen können.“, erklärt Nationaltorhüterin Sari van Veenendaal.

Alle Sanitäranlagen für Brummi-Fahrer öffnen

Eine uneingeschränkte Nutzung von Sanitäranlagen für Lkw-Fahrer an allen Autobahn-Raststätten und in den belieferten Unternehmen fordert Hessens Verkehrsstaatssekretär Jens Deutschendorf .n „Wir brauchen gerade jetzt genügend und gesunde Fahrerinnen und Fahrer, damit die Lieferketten weiter verlässlich funktionieren. Dafür ist es unerlässlich, dass sie ausreichend Gelegenheit zur Einhaltung der Hygienevorschriften haben“, appelliert er. Derzeit berichteten viele Fahrer davon, dass ihnen wegen der Corona-Krise an einigen Raststätten sowie an Abhol- und Bestimmungsorten der zu transportierenden Waren die Nutzung der sanitären Einrichtungen verweigert wird.

6. April 2020

Städte verzichten in Corona-Krise auf Parkgebühren

Einige Städte im Land machen das Parken in ihren Innenstädten derzeit günstiger oder heben die Gebühren ganz auf. Dadurch sollen mehr Bürger das Auto nutzen, um die Ausbreitung des Coronavirus zu bremsen. Kleine Städte gehen hier voran. Andere Städte verweisen auf Fahrräder, die bei der Einschränkung des öffentlichen Nahverkehrs hilfreich seien, um die Verbreitung des Coronavirus zu verlangsamen.

Bayern-Präsident Hainer blickt zuversichtlich in die Zukunft

Trotz der schwierigen Situation der Fußball-Bundesliga in der Corona-Krise will der neue Bayern-Präsident Herbert Hainer optimistisch in die Zukunft schauen. „Obwohl wie gesagt seriöse Vorhersagen schwer sind, liegt es ja auf der Hand, dass es zu Veränderungen kommen wird. Ich gebe Uli Hoeneß recht, wenn er von sinkenden Transfersummen ausgeht. Es ist doch logisch: Wenn die Einnahmen sinken, ist insgesamt weniger Geld im Kreislauf. Und unerhörte Millionensummen sind angesichts der wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Krise auf den Alltag der Menschen noch weniger vertretbar, als sie es ohnehin schon waren. Meine Hoffnung ist, dass auch hier mehr Vernunft einkehrt.“

Hotels wollen Homeoffice-Arbeiter locken

Die von der Corona-Krise hart getroffene Hotelbranche will mit einem neuen Geschäftsmodell zumindest einen Teil ihrer Zimmer vermieten. Betriebe bieten ihre Räume als Alternative zum Homeoffice an, wie der Hotel- und Gaststättenverband Dehoga in Berlin bestätigte. Zu den Hotelketten, die entsprechende Angebote machen, gehört Welcome Hotels. „Wenn Ihnen zu Hause die Decke auf den Kopf fällt und produktives Arbeiten schwerfällt, bieten wir in unseren Hotels eine perfekte Alternative“, wirbt das Unternehmen. Die Hotelkette Achat preist ihre Hotelzimmer als Einzelbüros an - inklusive Zimmerservice und zu Sonderraten. Oft finden sich Tagessätze von 39 Euro - teilweise auch darunter. Nun steige auch die Hotelplattform HRS aus Köln mit in dieses Geschäft ein.

Brauereien sollen von Stundung der Biersteuer profitieren

Kneipen zu, Messen und Großveranstaltungen abgesagt. Auch viele kleinere Brauereien, , die stark vom Eventgeschäft abhängig sind, werden von der Corona-Krise getroffen. Die Stundung der Biersteuer soll Brauern die Möglichkeit eröffnen, die Liquiditätslage zu verbessern. Stundungsanträge könnten bis zum 31. Dezember 2020 für bis zu diesem Zeitpunkt bereits fällige oder fällig werdende Steuern bei den Hauptzollämtern gestellt werden. Der Regelsteuersatz pro Hektoliter betrage  0,787 Euro je Grad Plato - dem Maß für den Stammwürzegehalt. Ein handelsüblicher Kasten mit 20 Flaschen je 0,5 Liter Bier werde demnach mit 0,94 Euro Biersteuer belastet.

Studenten brechen Nebenjobs weg

In Zeiten von Corona sind Restaurants, Kneipen und Café dicht, damit brechen vielen Studierenden im Land die Nebenjobs weg. Die Allgemeinen Studierendenausschüsse berichten von einer steigenden Zahl von Anfragen zu möglicher Hilfe. Manche Studenten wüssten kaum mehr, wie sie ihre Miete zahlen könnten, berichtet etwa der AStA in Landau. Die Studierendenvertreter der Mainzer Johannes Gutenberg-Universität haben sich in einem offenen Brief an die Landesregierung gewandt. Sie bringen unter anderem die Idee ins Spiel, Betroffenen die Miete in Studierendenwohnheimen zu erlassen. Ausgleichszahlungen an die Studierendenwerke sollten deren Einnahmeverluste dann ausgleichen.

Weniger Staus auf Autobahnen durch Corina

Die Staubilanz diesen Jahres wird nach Prognosen des ADAC geringer ausfallen. Wegen der Corona-Krise sei die Anzahl der Staus im Vergleich zu Anfang März schon um mehr als 75 Prozent zurückgegangen. Nach Angaben des Bayerischen Verkehrsministeriums reichte der bayerische Autobahnstau im vergangenen Jahr zweimal um den Globus. Damals hätten auf rund 73.500 Kilometern Fahrer auf bayerischen Autobahnen im Stau gestanden. Sie mussten deshalb 15 3000 Stunden warten, wie das Bayerische Verkehrsministerium mitteilte. Besonders lange im Stau standen Auto- und Lastwagenfahrer den Angaben nach auf der Autobahn 3 mit 3477 Stunden. Auch die Staus auf den Autobahnen 8 und 9 kamen auf eine Dauer von mehr als 3000 Stunden. Hauptursache seien Unfälle und Baustellen.

5. April 2020

Coronavirus-Illustration hat erreicht, was sie soll

Rote, knubbelig abstehende Stacheln auf einer grauen Kugel: So haben Alissa Eckert und Dan Higgins von der US-Gesundheitsbehörde CDC das Coronavirus illustriert. Mitte Januar seien sie gebeten worden, eine Identität des Virus mithilfe von Fachpublikationen und Computerprogrammen zu schaffen, etwas, um die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit zu bekommen, berichtet Eckert. Jüngst habe ihr jemand erzählt, dass die Virus-Illustration sie beispielsweise im Supermarkt im Kopf immer verfolge und deswegen weniger anfassen lasse, erzählt Eckert. Das habe sie gefreut.
Illustration des Virus: https://phil.cdc.gov/Details.aspx?pid=23311

Dortmunder Philharmoniker spielen im Internet

Die Dortmunder Philharmoniker verlagern angesichts der Corona-Pandemie einen Teil ihrer Aktivitäten ins Internet. „Gerade in Zeiten von sozialer Isolation ist Musik von unschätzbarem Wert und kann nicht nur Trost, sondern auch Kraft spenden“, teilten die Musiker mit. Das Orchester bringt seine Klänge nun an drei Tagen pro Woche (Dienstag, Donnerstag und Samstag um 14 Uhr) über Facebook, Instagram sowie Twitter und mit Videobeiträgen direkt in die Wohnungen.

Queen beschwört britische Selbstdisziplin in Corona-Krise

Königin Elizabeth II. (93) ruft die Briten dazu auf, der Coronavirus-Pandemie mit charakteristisch britischer Selbstdisziplin und stiller Entschlossenheit zu begegnen. „Ich hoffe, dass in den kommenden Jahren alle stolz darauf sein können, wie sie mit dieser Herausforderung umgegangen sind“, wird die Queen am heutigen Sonntagabend um 20.00 Uhr (21.00 Uhr MESZ) in einer Ansprache an das britische Volk und den Commonwealth sagen. Das geht aus Rede-Auszügen hervor, die vorab vom Buckingham-Palast veröffentlicht wurden.

Vorlesungen trotz Corona

Die Hochschulen in Brandenburg unterrichten schon seit Mitte März  in „Quarantäne“. Seit der zweiten Woche funktioniere alles wunderbar, berichtet Ulrike Tippe, Präsidentin der Technischen Hochschule Wildau. Dass Studierende und Lehrende erstmal aber nicht in die Hochschulen kommen dürfen, war erst drei Tage vorher klar. In der kurzen Zeit musste der komplette Betrieb auf digital umgestellt werden. An allen Hochschulen werden derzeit alle geplanten Seminare und Vorlesungen auch abgehalten. Studiengänge, die auf Interaktion oder praktischen Anteilen in Laboren oder Werkstätten basieren, können aber nicht eins zu eins aus der Ferne unterrichtet werden. Die Hochschulen hoffen deshalb, dass es zumindest gegen Semesterende im Sommer einige Wochen Präsenzzeit geben kann.

Corona-Krise: Sachsen helfen sich mit kreativen Ideen

Drei Wochen nach Beginn der einschneidenden Maßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus sprießen in Sachsen die kreativen Ideen. Ob lokaler Handel, Textilwirtschaft, Kulturschaffende oder Nachbarn: Der Ausnahmezustand führt nicht nur zu Hamsterkäufen, sondern auch zu zahlreichen solidarischen Initiativen. In der Erzgebirgsstadt Aue-Bad Schlema sammeln Händler, die noch öffnen dürfen, für Geschäfte, die schließen mussten. „Allein bei uns im Geschäft sind in nur einer Woche 1500 Euro zusammengekommen. Das ist nicht nur Trinkgeld. Das ist ganz viel Liebe“, berichtet Fleischermeisterin Christin Popella, die die Idee für den „Notgroschen“ hatte. Auch Sachsens Kulturschaffende lassen sich etwas einfallen: Online geht es per Livestream durchs Dresdner Albertinum oder zum Konzert auf eine kleine Kulturinsel im westsächsischen Kirchberg.

Reitern fehlen Turniere, Prämien und Pferdehandel

Viele Reiter kämpfen mit den finanziellen Auswirkungen der Corona-Krise. Die Einnahmen fallen derzeit weg, die hohen Fixkosten für die Turnierställe aber bleiben. „Es trifft uns alle, aber einige schwerer“, meint die Dressurreiterin und sechsmalige Dressur-Olympiassiegerin Isabell Werth. Alle Turnierställe seien davon abhängig, dass Turniere stattfinden. Es gebe keine Preisgelder. Und es würden von den Handelsställen keine Pferde verkauft. Pferdeverkauf sei vor allem bei vielen Springreitern die wichtigste Einnahmequelle.

 

 

4. April 2020

Gegen Senkung von Standards in der Corona-Forschung

Bundesforschungsministerin Anja Karliczek hat vor einer Herabsetzung von Standards in der Corona-Forschung gewarnt, um Medikamente oder Impfstoffe schneller fertigzustellen. „Bei der Impfstoffentwicklung bleiben Wirksamkeit und Sicherheit die Richtschnur. Risiko und Nutzen müssen immer wieder vor diesem Hintergrund abgewogen werden. Wir haben die Hoffnung, dass ein Impfstoff, mit dem breitere Teile der Bevölkerung geschützt werden können, Ende des Jahres, Anfang nächsten Jahres zur Verfügung steht. In der Medikamenten-Forschung könnte es etwas schneller gehen, wenn es um den Einsatz schon vorhandener Medikamente geht. Normalerweise dauert es von der Entwicklung eines Impfstoffes bis zur Zulassung ungefähr zehn Jahre.“

Mehr Süßigkeiten in der Corona-Krise

Die Corona-Krise hat die Verkaufszahlen der deutschen Süßwarenbranche in die Höhe getrieben. Die Verkäufe von Süßwaren verzeichneten in den vergangenen vier Wochen sogar ein außergewöhnliches zweistelliges Plus.Das liege nicht an den bevorstehenden Ostertagen. „Das Thema Ostern scheint bisher im Kopf der Verbraucher noch keine große Rolle zu spielen“, berichtet Chef des Internationalen Süßwarenhandelsverbands, Hans Strohmaier. Allerdings sieht sich die Branche nicht als Gewinnerin der Corona-Krise. In den vergangenen Wochen seien wichtige Vertriebsorte weggebrochen, darunter Kaufhäuser, Flughäfen oder Fachgeschäfte in der Freizeit- und Hotelbranche. Auch im Export gebe es bereits deutliche Einbußen. Der zusätzliche Einkauf im Online-Handel könne dies «nur bedingt kompensieren.

Waffenstillstand gegen Corona-Ausbreitung in Afrika gefordert

Die katholische Hilfsorganisation Caritas International hat vor einer Ausbreitung des Coronavirus in Afrika gewarnt. In den armen Ländern des afrikanischen Kontinents könnte die Covid-19-Krankheit noch verheerendere Folgen haben als etwa in den bisher stark betroffenen westlichen Staaten, erklärt Caritas-Generalsekretär Aloysius John. Aus Ebola-Ausbrüchen in Afrika habe man gelernt, dass es besonders wichtig sei, die Menschen auch in abgelegenen Regionen über Vorsorgemaßnahmen zu informieren. Seine Organisation sei auch besorgt, dass Flüchtlinge in vielen Regionen der Erde womöglich heftig unter den Virus-Folgen leiden müssten. Die Caritas rufe deshalb, wie schon der Papst, zu einem weltweiten Waffenstillstand auf. Außerdem sollten wegen der Gesundheitskrise Sanktionen gegen Länder wie Syrien, Libanon oder Iran aufgehoben werden.

Anonymisierte Bewegungstrends in Corona-Krise

Google greift für die Auswertung von Bewegungstrends auf anonymisierte Daten von Nutzern zurück, die ihre Aufenthaltsorte in ihren Google-Profilen aufzeichnen lassen. Das soll den Behörden zusätzliche Anhaltspunkte zum Verständnis der Verhaltenstrends liefern. In Deutschland wird auf Bundesland-Ebene gezeigt, wie sich die Zahl der Menschen etwa in Parks und Einkaufsläden sowie auf Bahnhöfen entwickelt hat. Dabei bekommt man nur eine prozentuale Veränderung insgesamt zu sehen, nicht aber die Entwicklung an einzelnen Orten. Die Daten sind für 131 Länder verfügbar. In Zukunft könnten mit den Daten möglicherweise auch Annahmen zur weiteren Entwicklung getroffen werden.

Chinesische Stadt verbietet Verzehr von Hunden und Katzen

Vor dem Hintergrund des Coronavirus-Ausbruchs hat die südchinesische Stadt Shenzhen das Essen von Hunden und Katzen verboten. Wie die Stadtverwaltung mitteilte, soll das Verbot ab dem 1. Mai gelten. Es ist Teil einer weitreichenderen Verordnung, die den Verzehr von Wildtieren untersagt. „Hunde und Katzen haben eine viel engere Beziehungen zum Menschen aufgebaut als alle anderen Tiere“, hieß es in einer Erläuterung. Ein solches Verbot sei auch in Industrieländer sowie Hongkong und Taiwan gängige Praxis.

 

3. April 2020

Labore in Deutschland arbeiten rund um die Uhr

Während der Corona-Epidemie arbeiten zumindest einige Labore in Deutschland rund um die Uhr, damit so viele Menschen wie möglich auf das Virus getestet werden können. Nach Angaben der Akkreditierten Labore in der Medizin (ALM) werden bundesweit in 97 Laboren die entsprechenden Tests durchgeführt. Ein Engpass an Arbeitsmaterialien bereitet den Laboren jedoch Schwierigkeiten. „Die Materialbeschaffung ist ein großes Problem“, erklärt Thomas Postina, Sprecher des Berufsverband Deutscher Laborärzte (BDL). Unter anderem würden die benötigten Chemikalien für die Tests sowie die Entnahmesets langsam knapp. Wegen des Engpasses sei es richtig, die Tests anhand der Kriterien des Robert-Koch-Instituts nach medizinischen Notwendigkeiten zu priorisieren.

Justiz braucht Schub bei Digitalisierung

Die Corona-Krise zeigt aus Sicht des Deutschen Richterbundes die Lücken bei der IT-Ausstattung der Gerichte sowie die begrenzten Kapazitäten der Datennetze. Ein Ausweichen auf Online-Verhandlungen etwa in Zivilprozessen wäre kurzfristig kaum umsetzbar, berichtet Bundesgeschäftsführer Sven Rebehn der Deutschen Presse-Agentur. In vielen Gerichtssälen fehle es an entsprechender Technik. Für Bund und Länder solle die Corona-Krise deshalb Anlass für einen Digitalisierungsschub in der Justiz sein.

"Hauchen Sie mich mal an!" - beim Alkoholtest gilt nicht mehr

Die Ausbreitung des neuen Coronavirus hat an der Praxis von Alkoholkontrollen nach Angaben der Landespolizei in Schleswig-Holstein nichts Wesentliches geändert. „Es entspricht schon lange nicht mehr der gängigen Arbeitsweise der Kolleginnen und Kollegen, sich im Verdachtsfall anhauchen zu lassen“, erklärt Pressesprecher Uwe Keller. Vielmehr werde bei Verdacht auf Fahren unter Alkoholeinfluss ein Atemalkoholtest angeboten, erläuterte Keller. Bei Zustimmung folge der Test gleich vor Ort. Sollte sich der Verdacht bestätigen oder der Betroffene sich von vornherein nicht mit einem Atemalkoholtest einverstanden erklären, werde die Entnahme einer Blutprobe veranlas

Klinik-Clowns kommen über das Internet zu den Kranken

Ob krank oder gesund, groß oder klein: Wegen der Coronakrise kann nun jedermann den „Rote Nasen“-Klinikclowns im Netz beim Quatschmachen zusehen und sich aufheitern lassen. „Mit dieser virtuellen Aufmunterung wollen wir zeigen, dass die Menschen nicht alleine sind und wir sie weiterhin beim Gesundwerden unterstützen, auch wenn wir sie nicht live besuchen können“, berichtet der künstlerischer Leiter des Klinik-Clown-Vereins, Reinhard Horstkotte. Täglich gehen die Clowns morgens um 10.00 Uhr im Facebook-Livestream auf Visite. Montag bis Donnerstag sowie Sonntags laden sie um 19.00 Uhr zur Gute-Nacht-Visite. Zudem sorgen die Clowns auf dem „Rote Nasen“-Youtubekanal für ausgelassene Stimmung.

Auch auf leeren Straßen Verkehrsregeln beachten

Der Deutsche Verkehrssicherheitsrat hat Autofahrer dazu aufgerufen, den momentan weniger stark befahrenen Straßenraum nicht auszunutzen, um schneller anzukommen. „Ich warne davor, leere Straßen als Einladung zu verstehen, zu stark Gas zu geben“, betont Walter Eichendorf, Präsident des Deutschen Verkehrssicherheitsrats. „Tempolimits, rote Ampeln und Vorfahrtszeichen gelten nach wie vor.“ Sich solidarisch mit medizinischem Fachpersonal zu zeigen, bedeute auch, Unfälle aktiv zu vermeiden.

Theater suchen in Corona-Krise Zuschauer im Digitalen

Obwohl wegen der Corona-Pandemie die Theater derzeit geschlossen sind, bieten Häuser Zuschauern weiter etwas zu sehen. „Jeden Tag über Facebook - zum Beispiel gibt eine Sopranistin eine Einführung in den Gesang in moderner Musik“, erklärt eine Sprecherin des Staatstheaters Braunschweig. Am Staatstheater Hannover wird an einem Online-Opernspielplan gearbeitet. Das Schauspiel stellt Produktionen der aktuellen Spielzeit an Samstagen für 24 Stunden online - dieses Wochenende „Platonowa“ von Anton Tschechow. Ein Schauspieler in Bremen nimmt sich in der probefreien Zeit Astrid Lindgrens Roman „Ronja Räubertochter“ vor - jeden Tag soll es ein neues Kapitel zu hören geben. Das Theater Osnabrück geht mit einer eingelesenen Kurzgeschichte von Kafka oder einem Mitschnitt samt Kommentaren von „Totentanz I“ nach Mary Wigman online. Solche Angebote seien vor allem ein Lebenszeichen, aber auch Kundenbindung und kreativer Überschuss spielten mit hinein, wie der Intendant am Theater Bremen, Michael Börgerding erklärt.

2. April 2020

Chemie-Industrie hilft bei Produktion von Desinfektionsmitteln

Die deutsche Pharma- und Chemie-Industrie bündelt in der Corona-Krise ihre Kräfte zur Versorgung der Gesundheitsbranche mit Desinfektionsmitteln. Über einen digitalen Marktplatz soll vor allem die Hilfe für Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen und Arztpraxen bundesweit effizient koordiniert werden, wie der Verband der Chemischen Industrie (VCI) mitteilte. Es werde alles dafür getan, Kerneinrichtungen des Gesundheitssystems in ganz Deutschland mit Desinfektionsmitteln zu versorgen, erklärt VCI-Präsident Christian Kullmann.

Infektionsrate in Deutschland vergleichsweise gering

Deutschland hat in der Coronavirus-Pandemie möglicherweise eine deutlich geringere Infektionsrate als andere europäische Länder. Das geht aus Schätzungen des Imperial College in London hervor. Die Forscher gehen aufgrund statistischer Berechnungen davon aus, dass in Deutschland am 28. März weniger als ein Prozent der Bevölkerung mit dem neuartigen Erreger infiziert war. Von elf untersuchten Ländern ist die Bundesrepublik damit nach Norwegen das bislang am wenigsten stark von dem Ausbruch betroffene Land. Die höchsten Durchseuchungsraten haben demnach Spanien (rund 15 Prozent) und Italien (rund 10 Prozent). Die Wissenschaftler stützen sich in ihrer Analyse nur auf die Zahl der gemeldeten Todesfälle durch die Lungenkrankheit Covid-19.

Zahl der Intensivpatienten wichtiger als Infektionszahlen

Bei der Corona-Bekämpfung sieht ein Intensivmediziner derzeit eine zu starke Fixierung auf die Infektionszahlen. „Die sagen einem zwar was über die Dynamik, aber die helfen uns im Krankenhaus nicht“, meint Prof. Christian Karagiannidis von der Lungenklinik Köln-Merheim. „Die Belastung des Gesundheitswesens entsteht in erster Linie durch Patienten, die auf der Intensivstation landen. An der Zahl der Intensivpatienten kann man messen, wie viel wir wirklich schaffen können und wann es kritisch werde. Wenn man jetzt die Maßnahmen vernünftig steuern will, dann sollte man das meines Erachtens anhand der Zahl der Intensivpatienten machen.“

Milliarden-Hilfe für Start-up-Unternehmen

Die Bundesregierung unterstützt innovative und zukunftsträchtige Start-up-Firmen in der Corona-Krise mit einem zusätzlichen Paket von zwei Milliarden Euro. Damit soll die Wagniskapitalfinanzierung erweitert werden. Laut Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) sei das Paket sei ein starkes Signal, dass Start-ups auch in der Krise weitermachen könnten. Für Start-ups passten klassische Kreditinstrumente häufig nicht. Daher sollen nun öffentliche Wagniskapitalinvestoren kurzfristig zusätzliche öffentliche Mittel erhalten.

Mundschutzpflicht in Österreichs Supermärkten läuft an

In den meisten Lebensmittelgeschäften und Drogerien in Österreich müssen die Menschen aufgrund der Coronavirus-Krise nun Mundschutz tragen. Am Eingang der Supermärkte und Discounter standen am Mittwochmorgen Sicherheitsleute oder Mitarbeiter und teilten den Schutz aus. Größere Probleme oder verärgerte Kunden waren dabei nicht zu beobachten, die meisten kamen gut informiert und teils mit eigenen Masken oder Abdeckungen für Mund und Nase zum Einkauf. Offen ist aber, wie lange die ersten Vorräte an Masken ausreichen werden. Österreichs Regierung hatte am Montag angekündigt, dass spätestens ab dem 6. April eine Mundschutzpflicht in Geschäften mit einer Verkaufsfläche von mehr als 400 Quadratmetern gilt - was für einen Großteil der Läden zutrifft.

Wettervorhersagen werden unsicherer

Weil der Flugverkehr wegen der Corona-Krise weitgehend eingestellt ist, werden Wettervorhersagen und Klimabeobachtungen schwieriger. Für die Wettermodelle fehlen Daten, die normalerweise von Sensoren an Flugzeugen stammen. Diese messen beispielsweise Temperatur, Windgeschwindigkeit und -richtung sowie Luftfeuchtigkeit und Turbulenzen. „Wenn noch weniger Wetterdaten von Flugzeugen geliefert werden und dies über einen längeren Zeitraum, dürfte die Zuverlässigkeit von Wettervorhersagen abnehmen“, erklärt Lars Peter Riishojgaard, Fachgruppenleiter bei der Weltwetterorganisation (WMO). Auch Unwetter seien dann schwerer vorherzusagen.

1. April 2020

Frühjahrsputz gewinnt in Corona-Krise an Bedeutung

Die Tradition des Frühjahrsputzes hat auch heute noch ihren Sinn - besonders angesichts der Corona-Krise. „Ein sauberes Heim ist immer wichtig, für Allergiker und abwehrgeschwächte Personen sowieso, aber auch für Gesunde“, erklärt Heinz-Jörn Moriske vom Umweltbundesamt in Dessau-Roßlau. An den Staub können sich seinen Angaben nach Giftstoffe und Mikroorganismen wie Pilze und Bakterien heften. Wegen der Corona-Pandemie sei es zurzeit besonders wichtig, Türgriffe und häufig angefasste Oberflächen regelmäßig abzuwischen und täglich zu lüften. Alles flächendeckend mit Desinfektionsmitteln zu reinigen, sei dagegen nicht nötig. Es sei sogar schädlich für Mensch und Umwelt, warnt Experte Moriske. 

Warnung vor Falschnachrichten

Im Kampf gegen Fake News rundum das Coronavirus nimmt EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen soziale Netzwerke wie Facebook in die Pflicht und warnt vor Falschmeldungen. „Die sozialen Medien müssen ihre Daten mit Faktencheckern und Wissenschaftlern teilen. Das würde helfen, gefährliche Gerüchte frühzeitig aufzuklären“, meint die CDU-Politikerin. Menschen könnten schweren Schaden nehmen, etwa wenn ihnen suggeriert werde, das Trinken von Bleichmittel würde gegen das Coronavirus helfen. „Solche Chemikalien zu trinken, ist lebensgefährlich“, warnt von der Leyen. „Vertrauen Sie den Gesundheitsbehörden, vertrauen Sie der Weltgesundheitsorganisation, vertrauen Sie dem gesunden Menschenverstand und journalistischer Sorgfalt in den Qualitätsmedien“, rät die deutsche Politikerin.

Wissenschaft spendet Schutzausrüstung

Wissenschaftliche Einrichtungen in Brandenburg, darunter Hochschulen und Forschungsinstitute, haben in der Corona-Krise ihre Labore geleert und Schutzausrüstung für die Bekämpfung der Corona-Epidemie für die Stadt Potsdam bereitgestellt. Die rund 30 Kisten mit Schutzanzügen, Atemschutzmasken, Handschuhen und Desinfektionsmitteln werden in der Feuerwache zentral deponiert und sollen von der Stadt je nach Bedarf verteilt werden. „Jeder Schutzanzug, jede Atemschutzmaske hilft Ärztinnen und Ärzten, Krankenschwestern und Pflegern bei ihrer täglichen Arbeit.“ Zu den Spendern gehören unter anderem Einrichtungen des Fraunhofer-Instituts, des Leibniz-Instituts sowie das Deutsche Elektronen-SynchrotronSynchrotron
Teilchenbeschleuniger, in dem geladene Elementarteilchen oder Ionen auf sehr hohe (relativistische) Geschwindigkeiten beschleunigt werden können, so dass sie eine besonders hohe kinetische Energie erhalten.
 
DESY in der Helmholtz-Gemeinschaft und die Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf. Weiteres Material soll in den kommenden Tagen folgen, darunter auch Spenden vom Max-Planck-Institut.

Erste Coronavirus-Infektion in griechischem Flüchtlingslager

Erstmals ist in Griechenland in einem Flüchtlingslager eine Infektion mit dem Coronavirus diagnostiziert worden. Betroffen ist eine Frau, bei der das Virus nach der Geburt ihres Kindes in einem Krankenhaus in Athen festgestellt wurde, wie das griechische Migrationsministerium mitteilt. Die Menschen, die mit der aus Afrika stammenden Frau in Kontakt gekommen sind, seien isoliert worden. Es werde nun nachgeforscht, wo genau die Frau infiziert wurde.

US-Zulassung für Blutgastests bei Corona

Der Medizintechnikkonzern Siemens Healthineers hat für sein neuestes Blutgas-Analysesystem die Zulassung von der US-Gesundheitsbehörde FDA zum Einsatz in der Akutbehandlung erhalten. Das System sei ein wichtiges Instrument zur Bekämpfung von Covid-19-Erkrankungen. Die Analyseergebnisse helfen bei der Behandlung infizierter Patienten und der Überwachung von Atemnot. Außerdem würden Blutgastests routinemäßig bei Beatmungspatienten durchgeführt. Das System ist unter anderem in Europa seit August vergangenen Jahres auf dem Markt. Blutgastests geben Aufschluss über die Gasverteilung von Sauerstoff und Kohlendioxid im Blut.

Ausgedünnte Fahrpläne sind Sicherheitsrisiko

Wegen der Corona-Krise fahren vielerorts weniger Busse und Bahnen. Der ökologische Verkehrsclub (VCD) in Bayern warnt jedoch davor, die Fahrpläne zu stark auszudünnen. Die Fahrgäste könnten sonst in den Fahrzeugen nicht den Sicherheitsabstand von 1,5 Metern einhalten. Viele Menschen seien außerdem nach wie vor darauf angewiesen, mit Bussen und Bahnen zur Arbeit und zum Einkaufen zu fahren. Der Sonntagsfahrplan, der in manchen Ort nun die ganze Woche gelte, sei dafür nicht ausreichend.

31. März 2020

Freiwillige Apps mit Bewegungsdaten bevorzugt

In Deutschland wird derzeit darüber nachgedacht, wie man Smartphone-Daten dafür nutzen könnte, eine Coronavirus-Ausbreitung bei einer Lockerung der aktuellen Einschränkungen unter Kontrolle zu behalten. Der Bundesdatenschutzbeauftragte Ulrich Kelber setzt ausschließlich auf freiwillig installierte Apps. Jeder hätte die Daten, wen er getroffen hat, zunächst nur auf seinem Handy und könnte sie im Falle einer Infektion teilen. Dabei würde die App über die Bluetooth-Kennung registrieren, welche anderen Smartphones mit ebenfalls installierten Anwendungen in der Nähe waren. Wenn man vom Gesundheitsamt bestätigt bekomme, infiziert zu sein, könnten über die App alle gewarnt werden, die man getroffen habe. Staatliche Stellen sollen die Daten nur für den gedachten Zweck verwenden, danach müsse gelöscht werden.

Krisentelefone helfen bei Unsicherheit wegen Corona

Die psychische Belastung der Bundesbürger durch die Coronavirus-Pandemie ist nach Ansicht von Experten in Krisenplänen noch nicht ausreichend berücksichtigt. In China hätten sich Krisentelefone als hilfreich erwiesen. Bereits psychisch erkrankte Menschen benötigten weitergehende Hilfen wie zum Beispiel Video-Sprechstunden. Der Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen (BDP) hat bereits eine anonyme und kostenlose Corona-Hotline geschaltet. Die aktuelle Situation löse Unsicherheit und Befürchtungen aus, hieß es vom Verband. Die Hotline mit der Nummer 0800 777 22 44 sei täglich von 8 bis 20 Uhr geschaltet.

Corona-Krise: Firmenwagen-Bewertung überprüfen

Viele Berufstätige sind derzeit im Homeoffice - und wer einen Firmenwagen hat, fährt deshalb vielleicht seltener als sonst zur Arbeit. Ist dies der Fall, sollten Betroffene prüfen, ob sie die steuerliche Bewertung des Firmenwagens ändern lassen wollen. Alternativ könne auch eine Einzelbewertung für jede Fahrt mit 0,02 Prozent des Brutto-Listenneupreises multipliziert mit den Entfernungskilometern vorgenommen werden. Dies ist günstiger, wenn im Schnitt weniger als 15 Fahrten pro Monat zur Arbeitsstätte erfolgen. Voraussetzung ist, dass diese Einzelbewertung für das gesamte Kalenderjahr erfolgt.

Schadensbeseitigung im Wald läuft weiter

Auch in Corona-Zeiten gehen die Beseitigung der Schäden durch Trockenheit oder Stürme und die Aufforstung in Sachsens Wäldern weiter. „Die Waldarbeiten haben angesichts der Bedrohung, die vom Borkenkäfer ausgeht, eine hohe Priorität“, erklärt ein Sprecher des Umweltministeriums in Dresden. Einschränkungen gebe es nur vereinzelt wegen der Grenzschließungen zu Polen und Tschechien. Auch im Freien werde auf ausreichend Abstand der Waldarbeiter - aktuell bei den Pflanzungen - geachtet und der Infektionsschutz eingehalten.

Kriminalität eher rückläufig

„Die Dienststellen sind auf eine Mindeststärke heruntergefahren, und alle anderen Kollegen zur Gesundheitserhaltung nach Hause geschickt worden - bei voller Arbeitszeit“, berichtet die GdP-Landesvorsitzende Sabrina Kunz. Einige dieser Beamten könnten aus dem Homeoffice arbeiten, die Kollegen aus der Wechselschicht allerdings nicht. Ziel sei eine Einteilung der Kräfte in verschiedene Gruppen, die sich im täglichen Dienst nicht begegnen sollten, um die Polizei auf längere Zeit einsatzfähig zu halten. Auf den Straßen sei es derzeit recht ruhig, die Kriminalität eher rückläufig und es kämen nur wenig Menschen zu den Dienststellen - dafür verzeichne die Online-Wache mehr Meldungen.

Nationale Notfallproduktion von Schutzmasken gefordert

„Was wir dringend brauchen sind mehr Masken und zwar die hochwertigen Masken für unser gesamtes Personal in den Krankenhäusern und Arztpraxen“, erklärt Bayerns Ministerpräsident Markus Söder. „Wichtig ist, dass wir eine nationale Notfallproduktion endlich bekommen.“ Die deutsche Wirtschaft müsse jetzt darauf umstellen. Es brauche einen ausreichenden Vorrat in Krankenhäusern, Arztpraxen und Altersheimen, forderte er.

30. März 2020

Mehr Corona-Expertise - Virtuelles Krankenhaus startet

Heute um 12 Uhr gibt NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) in Aachen das Startzeichen für das „Virtuelle Krankenhaus“. Bei der Behandlung von Corona-Patienten soll kleineren Krankenhäusern landesweit die Expertise der Unikliniken Aachen und Münster zur Verfügung stehen. Die landesweit rund 200 Krankenhäuser der Grund- und Regelversorgung sollen von Montag an durch den Einsatz der Tele-Intensivmedizin von der Expertise der Unikliniken bei der Behandlung von Corona-Patienten profitieren. Insgesamt 30 zusätzliche Ärzte sollen für die Krankenhäuser Tag und Nacht erreichbar sein. 

Corona-Schnelltests am Flughafen gefordert

FDP-Fraktionsvize Stephan Thomae plädiert für einen Coronavirus-Schnelltest an Flughäfen. „Damit Personen, die sich mit dem Virus infiziert haben, diesen nach der Wiedereinreise nicht weiter verbreiten können, sollten sich alle Passagiere nach ihrer Ankunft direkt am Flughafen einem Schnelltest unterziehen und das Ergebnis vor Ort abwarten müssen.“ Dafür solle die Bundesregierung die nötigen Mittel bereitstellen. Das Ausfüllen einer Aussteigerkarte und die Handlungsempfehlungen für Rückkehrer aus Risikogebieten des RKI allein reichten nicht aus, um das Risiko einer unbemerkten Ausbreitung des Virus zu minimieren. Schließlich könne die Erkrankung nahezu symptomfrei verlaufen.

Auf nicht notwendige Zahnarztbesuche verzichten

Zahnarztbesuche sind weiterhin möglich, betont die Bundeszahnärztekammer. Sie bittet aber Patienten, die Symptome haben, begründete Verdachtsfälle sind oder bestätigt an Covid-19 erkrankt sind, nicht in die Praxis zu kommen. Gerade der Zahnarzt sei gefährdet, sich bei einem infizierten Patienten anzustecken, führt Prof. John Ziebuhr, Leiter des Instituts für Medizinische Virologie der Universität Gießen, aus. Das Risiko einer Weitergabe an den Patienten sei hingegen vergleichsweise gering, wenn der Zahnarzt einen chirurgischen Mundschutz und Handschuhe trägt. Auf nicht unbedingt notwendige Besuche beim Zahnarzt verzichten Patienten angesichts der Corona-Pandemie momentan besser.

Ankauf von Schutzmasken und -kitteln beschleunigen

Um den Mangel an Schutzmasken und -kitteln einzudämmen, versucht die Bundesregierung den Ankauf zu beschleunigen. Dafür hat sie ein Verfahren gestartet, in dem Lieferverträge ohne weitere Verhandlungen über den Kaufpreis zustande kommen. Das sogenannte Open-House-Verfahren sieht vor, dass Anbieter mindestens 25.000 OP-Masken, Schutzkittel oder FFP2-Mundschutze anbieten können. Der Bund kauft diese dann zu einem Preis, den er selbst festgelegt hat. Das ist einfacher und schneller als das sonst geltende Vergaberecht mit Ausschreibungen.

Corona-Patienten bundesweit zentral verteilen

Intensivmediziner fordern eine zentrale Verteilung von Corona-Patienten auf die Kliniken in Deutschland. Die Bundesregierung müsse so schnell wie möglich eine zentrale Stelle einrichten, die bei Überlastung einer Klinik die Patienten bundesweit auf weniger ausgelastete Kliniken verteile, erklärt der Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI), Uwe Janssens. Damit eine solche länderübergreifende Verteilung funktioniere, müssten zudem Kliniken mit Intensivstationen staatlich verpflichtet werden, ihre Kapazitäten im bundesweiten Intensivregister seiner Vereinigung zu melden. Von den rund 1160 Kliniken hätten das erst etwa 700 getan.

29. März 2020

Corona-Impfstoff frühestens Ende des Jahres

Bundesforschungsministerin Anja Karliczek sieht im Kampf gegen das Coronavirus frühestens Ende des Jahres einen Impfstoff: „Wir müssen davon ausgehen, dass ein Impfstoff, mit dem breitere Teile der Bevölkerung geschützt werden können, erst gegen Ende des Jahres oder Anfang des nächsten Jahres zur Verfügung steht“. Für die Impfstoffforschung gelte: „Wir reizen die Forschungsmöglichkeiten bis aufs Letzte aus. Wir sind bereit, weitere Gelder zur Verfügung zu stellen, wenn es erfolgversprechende Projekte gibt. Am Geld wird die Corona-Forschung nicht scheitern. Wir müssen aber sicher sein, dass die Impfung wirkt und dem Patienten nicht schadet.“

Weniger Verkehrsunfälle in Corona-Krise

Die Einschränkungen zur Eindämmung der Corona-Krise lassen nach Einschätzung einer  Verkehrsexpertin des Innenministeriums, Nadine Raabe-Goldermann, auch die Zahl der Verkehrsunfälle sinken. Derzeit mache sich das in den Lageberichten der Polizei in Sachsen-Anhalt deutlich bemerkbar, sagte die. Sie gehe davon aus, dass diese Entwicklung auch in der Unfallstatistik ablesbar sein werde. Viele Menschen seien vernünftig und blieben zuhause. Zudem seien deutlich weniger Sachsen-Anhalter zur Arbeit unterwegs, weil sie von zuhause arbeiteten oder die Kinder betreuten. „Da ist es ein logischer Effekt, dass bei weniger Verkehrsteilnehmern auch weniger Unfälle passieren.“

Corona-Krise verleiht Fake News hohe Verbreitung

Die Corona-Pandemie hat in sozialen Medien eine Vielzahl von Fake News hervorgerufen. „Falschinformationen gibt es im Prinzip immer“, meint der Jenaer Medienpsychologe Tobias Rothmund. Aber wenn Menschen verunsichert seien oder sich bedroht fühlten, würden sie besonders stark weiterverbreitet. Im Extremfall führten solche Falschmeldungen nicht nur zu mehr Angst und Panik, sondern schadeten der Gesundheit - etwa bei irreführenden Tipps zur Vorbeugung oder Behandlung einer Infektion. Jeder sei daher gefordert, Informationen kritisch zu hinterfragen, bevor er sie an Bekannte weiterleite.

Winzer stellen auf digitale Weinproben um

Gemeinsam beim Winzer Wein verkosten - das geht wegen der Corona-Pandemie gerade nicht mehr. In etlichen Weinregionen kommt der Winzer jetzt virtuell vorbei: mit einer Online-Weinprobe. Gute Beispiele für Online-Verkostungen gebe es bereits aus Baden-Württemberg, Franken, Sachsen und von der Mosel. Und so geht das: Die Kunden bestellen Probierpakete und verabreden sich zu einer bestimmten Uhrzeit virtuell mit ihrem Winzer. Dieser stellt dann die Weine per Livestream übers Internet vor.

Vielen Obdachlosen bricht in Coronakrise Lebensgrundlage weg

Abstand halten, Kontakte meiden und in den eigenen vier Wänden bleiben - Menschen ohne festen Wohnsitz oder in Gemeinschaftsunterkünften fallen solche Verhaltensmaßnahmen zur Eindämmung der Covid-19-Pandemie schwer. Sie sind derzeit auch besonders hart von manchen Auswirkungen der veränderten Lebensweisen getroffen. „Vor allem Menschen aus Osteuropa und andere, die auf Betteln und das Sammeln von Pfandflaschen für ihren Lebensunterhalt angewiesen sind, haben jetzt erhebliche Probleme“, berichtet Stefan Gillich, Referent für Wohnungslosenhilfe bei der Diakonie Hessen. „Denen bricht gerade die Lebensgrundlage weg.“ Denn viele dieser Menschen hätten in Deutschland keinen Anspruch auf Grundsicherung.

Liebe findet einen Weg - Seniorenpaar trifft sich an der Grenze

Die Corona-Krise mit ihren Ausgangsbeschränkungen und weitgehenden Grenzschließungen ist für alle Betroffenen schwer, doch für manche Paare stellt sie eine besondere Herausforderung dar. Etwa für den 89 Jahre alte Karsten Tüchsen Hansen aus Nordfriesland und seine 85-jährige Freundin Inga Rasmussen aus Dänemark. Weil die Grenze zwischen Deutschland und Dänemark seit zwei Wochen weitgehend geschlossen ist, können sich die beiden nicht mehr wie gewohnt täglich besuchen. Daher fährt Hansen täglich mit seinem E-Bike von Süderlügum zum Grenzübergang. Rasmussen kommt aus dem dänischen Gallehus mit ihrem Auto angefahren. Am Grenzübergang sitzen die beiden Senioren dann jeder in seinem Land, trinken Kaffee und Punsch, essen Kekse und unterhalten sich auf die Distanz.

 

28. März 2020

Esa: Weniger Luftverschmutzung in Europa

Die Luftverschmutzung in Großstädten Europas ist seit der Einführung von Ausgangsbeschränkungen wegen des Coronavirus nach Daten der europäischen Raumfahrtagentur Esa zurückgegangen. Satellitendaten hätten einen starken Rückgang der Stickstoffdioxid-Konzentrationen insbesondere in Mailand, Paris und Madrid gezeigt, teilte die Esa mit. Auch in China hatten die Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus zumindest teilweise zu einem Rückgang der Luftverschmutzung geführt. Das hatten Satellitenbilder der US-Raumfahrtbehörde Nasa gezeigt.

Corona verändert Arbeitswelt nachhaltig

Der Boom des Homeoffices durch die Corona-Krise beschert den Anbietern von Teamarbeit-Lösungen deutlichen Rückenwind. Digitales Arbeiten zuhause werde dadurch dauerhaft einen großen Schub bekommen, meint Slack-Deutschlandchef Oliver Blüher. „Die Menschen erleben jetzt Möglichkeiten, die sie später weiter haben wollen.“ Auch Microsofts Deutschland-Chefin Sabine Bendiek spricht von einem kollektiven Lernprozess, der die Berufswelt verändere. „Ich gehe davon aus, dass diese Veränderungen anhalten werden. Flexibles Arbeiten von zuhause wird zunehmend so alltäglich wie die Nutzung von Smartphone und Laptop.“

Luftwaffe fliegt Covid-19Patienten aus Italien nach Deutschland

Wegen der dramatischen Notlage norditalienischer Krankenhäuser in der Coronavirus-Krise fliegt die Luftwaffe Patienten nach Deutschland aus. Der Airbus A310 MedEvac, die fliegende Intensivstation der Bundeswehr, wird heute sechs schwer erkrankte Italiener in Intensivbehandlung von Bergamo nach Köln bringen. An Bord sind bis zu sechs Plätze für intensivmedizinische Behandlung. Zudem gibt es 38 weitere Liegeplätze, wobei für 16 Patienten eine verstärkte medizinische Überwachung mit Monitoren möglich ist. Damit können 44 Patienten liegend transportiert werden.Die medizinische Besatzung kann bis zu 25 Menschen zählen. Das sei ein wichtiges Zeichen der Solidarität, Europa müsse zusammenhalten, sagt Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) zu dem Einsatz.

Handel ruft Supermarktkunden zum Mundschutz-Tragen auf

In der Corona-Krise ruft der Einzelhandel in Berlin und Brandenburg die Kunden von Supermärkten dazu auf, beim Einkaufen einen Mundschutz zu tragen. „Je mehr Leute ihn freiwillig tragen, desto mehr schützen sie andere“, erklärt Verbands-Hauptgeschäftsführer Nils Busch-Petersen. „Wir freuen uns auch über ein Lächeln hinterm Mundschutz.»“

Französischer Staatssekretär: Pornokonsum im Netz steigt

In Frankreich ist der Zugriff auf Pornoseiten im Netz seit Beginn der Ausgangsbeschränkungen Schätzungen zufolge stark gestiegen. Freizeitbeschäftigungen im Netz wie Pornokonsum seien um etwa 50 Prozent angestiegen, schätzt der Staatssekretär für digitale Angelegenheiten, Cedric O. „Die Menschen können machen, was sie wollen, das geht mich nichts an»“ so O weiter. Wichtig sei aber, dass das Netz nicht überlastet werde und Home Office oder digitaler Unterricht mit den Kindern weiter möglich seien. Er rief daher dazu auf, die Qualität der Videos zu reduzieren, um Bandbreite zu sparen.

Rechtsberatung in Coronazeiten nur in dringenden Fällen

Wer dringend einen Notar oder einen Anwalt braucht, kann trotz Ausgangsbeschränkungen das Haus verlassen. Dies gelte allerdings nur für Termine, die nicht verschoben werden können. Ulrich Schellenberg, ehemaliger Präsident des Deutschen Anwaltvereins, warnt davor, dass im Zweifel Polizei oder Ordnungsamt entscheiden, ob die Beratung bei einem Anwalt wirklich notwendig ist. Wegen des Coronavirus beraten derzeit viele Anwälte und Notare vor allem telefonisch.

Ukraine: Orthodoxe Himmelsgebete gegen das Coronavirus

Stoßgebete vom Himmel: Zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie setzt eine der orthodoxen Kirchen der Ukraine auf ungewöhnliche Methoden. Priester des Moskauer Patriarchats in den südlichen Städten Saporischschja und Odessa flogen im Hubschrauber und im Flugzeug über ihre Gemeinden. Hoch oben in der Luft beteten sie mit Heiligenbildern. Andere Geistliche fuhren auf den Ladeflächen von Kleintransportern oder Geländewagen durch Orte und segneten sie mit Weihwasser.

27. März 2020

G20-Staaten wollen Corona-Krise gemeinsam bewältigen

Die Staats- und Regierungschefs der führenden Wirtschaftsmächte haben sich darauf verständigt, bei der Bekämpfung der Corona-Krise an einem Strang zu ziehen. „Wir bekennen uns nachdrücklich dazu, dieser gemeinsamen Bedrohung geeint entgegenzutreten“, heißt es in der Abschlusserklärung. Man werde weder einzeln noch gemeinsam Mühen scheuen, um Leben zu schützen und Arbeitsplätze und Einkünfte zu sichern. Zudem wolle man sich gemeinsam darum bemühen, finanzielle Stabilität zu bewahren, Wachstum neu zu beleben und Störungen im Handel und in globalen Versorgungsketten so gering wie möglich zu halten, um gestärkt aus der Krise hervorzugehen. Die G20 will auch hilfebedürftigen Ländern Unterstützung zukommen lassen.

EU schlägt Geberkonferenz für Covid-19-Impfstoff vor

Die Europäische Union will weltweit Geld für die Entwicklung und Herstellung eines Covid-19-Impfstoffs einsammeln. Europa sei bereit, im Internet eine internationale Geberkonferenz für die nötige Finanzierung zu organisieren, erklärten EU-Ratschef Charles Michel und Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen nach einer Videokonferenz der G20-Staaten.

Über Hundertjähriger verlässt Krankenhausin Italien

In Italien ist ein 101-Jähriger nach Angaben der Stadt Rimini nach einer Corona-Infektion geheilt aus dem Krankenhaus entlassen worden. Herr P., wie die Vize-Bürgermeisterin den Mann nannte, sei 1919 geboren worden, als die Spanische Grippe in Europa wütete. Er habe harte Zeiten durchlebt mit Krieg, Schmerz und Hunger, aber auch Fortschritt und Wiederaufbau gesehen. Der Mann sei am Mittwoch aus dem Hospital Infermi in der Adria-Stadt Rimini in der Emilia-Romagna entlassen worden und zu seiner Familie gekommen. Gerade weil es viele Berichte gebe, dass die Covid-19-Krankheit die älteren Menschen in großer Zahl töte, hätten die Ärzte mit dieser Heilung ein Zeichen der Hoffnung gesetzt.

Müll aus Corona-Haushalten muss sicher entsorgt werden

Corona-Infizierte sollen ihren Hausmüll sicher entsorgen. Der Abfall muss aus Haushalten, in denen positiv getestete Menschen in Quarantäne leben, grundsätzlich als Restmüll entsorgt werden. Dies gelte insbesondere für Taschentücher, Aufwischtücher, Hygieneartikel, Schutzkleidung und Abfälle aus Desinfektionsmitteln. Anschließend sollten die Müllsäcke fest zugeknotet werden. Falls die Sammelmülltonnen voll seien, dürften die Säcke nicht daneben gestellt werden. Stattdessen müssten sie bis zur nächsten Abholung an einem möglichst kühlen Ort gelagert werden. Auf diese Weise würden Familienmitglieder, Mitbewohner, Nachbarn sowie Mitarbeiter der Abfallwirtschaft Stuttgart besser vor Ansteckung geschützt.

Polizei: Längeres Verweilen in der Sonne im Park nicht erlaubt

Man beobachte, dass das Wetter besser werde und es die Menschen in die Parks ziehe, sagt Polizeipräsidentin Barbara Slowik. Die meisten seien regelkonform unterwegs, aber es seien eben sehr viele Menschen. Die Polizei wolle wegen der Ansteckungsgefahr gut gefüllte Parks verhindern und weise daher darauf, dass zwar Bewegung und Sport draußen erlaubt sei, ebenso ein kurzes Ausruhen und Verweilen an einer Stelle. Aber das Niederlassen auf Decken, das Sonnen und längere Sitzen an einer Stelle draußen sei verboten. „Alles, was zum längeren Aufenthalt führt, ist nicht zulässig und wird von den Einsatzkräften angesprochen und geahndet werden.“

Auch Mainzelmännchen machen „social distancing“

Die Corona-Krise macht auch vor den ZDF-Mainzelmännchen nicht halt. Die sechs beliebten ZDF-Zeichentrickfiguren, die zwischen Werbespots zu sehen sind, werden nun dafür werben, wegen der Ausbreitung des Coronavirus zuhause zu bleiben und auf Distanz zu anderen zu gehen. Wie das ZDF mitteilte, werden die ersten neuen Mainzelmännchen-Clips zwischen der heute-Sendung um 19.00 Uhr und dem Wetterausblick zu sehen sein.

Historiker: Pandemien offenbaren schonungslos Schwächen

Pandemien haben aus Sicht von Historikern das Potenzial, Gesellschaften tiefgreifend zu verändern. „Sie offenbaren schonungslos die Schwächen des Status quo, und sie waren und sind immer wieder Ausgangspunkt von etwas grundsätzlich Neuem“, berichtet die Vorsitzende der Verbands der Historiker und Historikerinnen Deutschlands, Eva Schlotheuber. Denkbar sei, dass die globale Mobilität von Menschen und Waren stärker reflektiert würden. Die Pandemie in den Industrienationen zerstöre die Illusion, dass Menschen und Natur grenzenlos beherrschbar seien. Dies könne auch einen Weg frei machen. So habe im Mittelalter die selbst auferlegte Ausgangssperre, die Klausur der Mönche und Nonnen, zu großen intellektuellen und kulturellen Innovationen geführt.

 

26. März 2020

Hilfe für Corona-Pandemie in Entwicklungsländern

Entwicklungsminister Gerd Müller hat vor schweren wirtschaftlichen Verwerfungen in den ärmeren Staaten der Welt wegen der Corona-Pandemie gewarnt. Zugleich begrüßte der CSU-Politiker, dass Weltbank-Präsident David Malpass umgerechnet etwa 13 Milliarden Euro als Hilfe in der Krise angekündigt hat. „Die Corona-Epidemie trifft jetzt mit aller Härte auch die Entwicklungs- und Schwellenländer. Die von Weltbank und IWF als erste Maßnahmen angekündigten Hilfsprogramme sind ein wichtiger Schritt, den ich unterstütze“, so Müller.

Rotes Kreuz in Österreich startet App mit Kontakt-Tagebuch

Das Österreichische Rote Kreuz hat für den Kampf gegen das Coronavirus eine App auf den Markt gebracht, mit der Nutzer ein Kontakt-Tagebuch pflegen können. Die App „Stopp Corona“ soll so dabei helfen, die Infektionskette zu unterbrechen. Treten bei einer Person dann Symptome einer Corona-Erkrankung auf und meldet sie sich in der App als krank, werden die Kontakte der vergangenen 48 Stunden automatisch benachrichtigt und gebeten, sich selbst zu isolieren.

Selbstgenähte Mundschutz-Masken für Privatgebrauch sinnvoll

In den sozialen Medien kursieren derzeit zahlreiche Anleitungen und Aufrufe zum Selbernähen von Mundschutz-Masken gegen das Coronavirus. Für den medizinischen Gebrauch eigneten sie sich zwar nicht, erklärt ein Sprecher der Kassenärztlichen Vereinigung in Baden-Württemberg. Allerdings könnten selbstgenähte Masken für Privatpersonen einen Nutzen bringen - vor allem, wenn es darum gehe, andere Menschen zu schützen. Wenn man beispielsweise niesen oder husten müsse, sei es besser, einen solchen Schutz vor dem Mund zu haben, als gar nichts. Trotzdem sollte der gebotene Mindestabstand auch beim Tragen eines Mundschutzes unbedingt eingehalten werden.

Coronavirus: Rotes Kreuz warnt vor Betrügern

Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) hat vor Betrügern gewarnt, die die Corona-Krise ausnutzen und sich als DRK-Mitarbeiter ausgeben. So würden sie Einlass in die Wohnungen von Senioren bekommen wollen. Einer älteren Frau seien so bereits 300 Euro gestohlen worden. Die Männer sollen mit falschen DRK-Ausweisen und Mitgliederlisten ausgestattet sein. Bei Zweifeln könnten sich betroffene Personen an das Kundenservicecenter des DRK wenden.

Limit für kontaktlose Zahlungen ohne Pin-Eingabe angehoben

Mastercard hat die Obergrenze für kontaktlose Zahlungen ohne Eingabe einer Pin-Nummer in der Coronavirus-Krise von 25 auf 50 Euro angehoben. Die Erhöhung gilt für Deutschland und weitere europäische Länder, wie Mastercard mitteilte. Das höhere Limit soll dauerhaft bleiben. Aktuell würden 75 Prozent der Mastercard-Transaktionen in Europa kontaktlos durchgeführt. Viele Geschäfte ermutigen Kunden, auf diese Weise zu bezahlen, um eine potenzielle Virenübertragung über Bargeld oder die Bankkarte zu verhindern.

Corona-Krise führte zu Nachfragexplosion im Handel

Die Nachfrage nach Seife sei in der vergangenen Woche mehr als viermal so hoch gewesen wie im Durchschnitt der vorangegangenen sechs Monate, die Nachfrage nach Toilettenpapier mehr als dreimal so hoch wie normal, berichtet das Statistische Bundesamt. Auch die Nachfrage nach Nudeln, Mehl, Zucker, Reis und passierten Tomaten lag selbst vergangene Woche nach Angaben des Statistischen Bundesamtes noch mehr als doppelt so hoch wie normal.

25. März 2020

112 nur im Notfall wählen

Die bayerischen Hilfsorganisationen appellieren an die Bürger, die 112 nur bei Notfällen zu wählen. Die Notfallnummer werde derzeit vermehrt für Beratungs- und Hilfsfragen in Bezug auf das Coronavirus gewählt. Die Leitungen müssten jedoch für Notfallsituationen wie beispielsweise Herzinfarkt, Feuer oder Autounfälle freigehalten werden. Bei Verdacht auf eine Corona-Infizierung sollte stattdessen die 116117 gewählt werden. Für konkrete Fragen zum Virus seien die Hotline des Landesgesundheitsamts mit der 09131 6808 5101 die richtige Nummer, betonten die Organisationen, zu denen unter anderem das Bayerische Rote Kreuz und das Technische Hilfswerk gehört.

Textilbranche vernetzt sich für Produktion von Schutzkleidung

Die Textil- und Modeindustrie vernetzt sich nach Angaben des Gesamtverbandes der deutschen Textil- und Modeindustrie, um angesichts der Coronavirus-Pandemie ihre Produktion auf Schutzausrüstung umzustellen. Es wurden inzwischen verschiedene Netzwerke gegründet, um Hersteller zentraler Zulieferprodukte mit Fertigungsfirmen zusammenzubringen. Ob die Produkte dann auch in medizinischen Einrichtungen eingesetzt werden, hänge allerdings von den staatlichen Marktüberwachungsbehörden und Beschaffungsstellen ab. Dafür brauche die Ausrüstung erst eine Zertifizierung.

Hamsterkäufe lassen nach

Toilettenpapier und Desinfektionsmittel sind noch immer Mangelware in vielen Supermärkten - doch bei vielen anderen Produkten werden die Lücken in den Regalen inzwischen wieder kleiner. „Die Verbraucher gewöhnen sich allmählich an die aktuelle Situation», erklärte der Sprecher des Bundesverbandes des Deutschen Lebensmittelhandels (BVLH), Christian Böttcher, die Entwicklung. Das zeige sich auch in einer gewissen Normalisierung des Einkaufsverhaltens.

Firma spendet 100.000 Liter Desinfektionsmittel

Ein rheinland-pfälzisches Unternehmen hat der Landesregierung bis zu 100.000 Liter Desinfektionsmittel zur Unterstützung in der Corona-Krise gespendet. Das Gesundheitsministerium zitierte die Firma, die nicht genannt werden wollte, mit der Erklärung: „Es ist uns ein ernstes Anliegen, niemanden in diesen Tagen hilflos zu lassen; am allerwenigsten diejenigen, die die Versorgung und die optimale Betreuung unserer Mitmenschen bis über die Grenzen ihrer eigenen Belastbarkeit gewährleisten.“ Die Sachspende sei daher für Krankenhäuser, die Alten- und Bedürftigenpflege sowie für Apotheken bestimmt.

Bonuszahlungen für Supermarkt-Mitarbeiter geplant

Deutschlands zweitgrößter Lebensmittelhändler Rewe will die Beschäftigten bei Rewe, aber auch bei der konzerneigenen Discounttochter Penny für ihren Einsatz in der Coronavirus-Krise mit einem Bonus belohnen. Dafür werde der Konzern über 20 Millionen Euro in die Hand nehmen. „Das sind schnelle und unbürokratische erste Sofortmaßnahmen, um unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eine klare Botschaft zu geben: Wir sagen nicht nur Danke für ihren unermüdlichen Einsatz in dieser schwierigen Ausnahmesituation, sondern wir honorieren ihr Engagement zugleich in finanziell spürbarer Weise“, betonte ein Sprecher von REWE.

Haustiere erkranken nicht an Coronavirus

Mit dem Coronavirus infizierte Menschen können das Virus an ihre Haustiere weitergeben, aber die Tiere erkranken nicht daran. Dies teilte die Landesbeauftragte für Tierschutz, Julia Stubenbord, mit. Jetzt sei auch eine Chance, mehr Zeit mit seinem Haustier zu verbringen. Ist dies nicht möglich, empfiehlt die Tierärztin auch selbst gebasteltes Spielzeug als eine Möglichkeit, um Hunde oder Katzen zu beschäftigen und auszulasten. Die Tiere dürften weiterhin ins Freie gelassen werden.

Maßnahmen können nur auf Sicht entschieden werden

In der Corona-Krise muss sich die Bevölkerung laut Ärztefunktionären auf stetige Veränderungen bei Regeln für den Alltag einstellen. „Es ist schwierig, die Balance zu finden zwischen unterschiedlichen Interessen. Deshalb halte ich es für richtig, Maßnahmen immer mit einer zeitlichen Perspektive zu versehen und dann muss neu evaluiert werden“, meint Alena Buyx, Professorin für Ethik der Medizin und Gesundheitstechnologien an der Technischen Universität München. Auch das anschließende schrittweise Zurückfahren der Maßnahmen werde wahrscheinlich einfach länger dauern. „Die Wissenschaft kann nicht sagen, was das Richtige ist. Es wird keine Berechnungen geben, die uns genau zeigen, wie wir die niedrigste Todesrate kriegen“, so Buyx.

24. März 2020

Ärzte rechnen mit Corona-Krise bis Ende des Jahres

Der Präsident des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, rechnet nicht mit einem schnellen Ende der Corona-Krise. „Diese Problematik wird uns mit Sicherheit bis zum Ende des Jahres begleiten. Bis ein Impfstoff verfügbar sein wird, werden wir unser gesamtes soziales Leben und unser Arbeitsleben umstellen müssen“, meint er.

Provinz Hubei in China hebt Blockade auf

In der zentralchinesischen Provinz Hubei, wo der Ausbruch des Coronavirus seinen Ausgang genommen hatte und faktisch rund 60 Millionen Menschen unter Zwangsquarantäne gestanden waren, sollen erste Beschränkungen wie Reiseverbote in Kürze aufgehoben werden. Wie die Lokalregierung von Hubei mitteilte, sollen Menschen die Provinz ab Mittwoch um Mitternacht wieder verlassen dürfen. Ausgenommen ist jedoch noch die Millionenmetropole Wuhan, die besonders schwer betroffen war. Dort soll es ab dem 8. April wieder möglich sein, die Stadt zu verlassen.Voraussetzung für die Reisefreiheit ist, dass die Menschen über einen „grünen Code“ verfügen, demnach werden sie als gesund eingestuft.

Corona treibt Restaurants in den Lieferbetrieb

Lieferservice-Marktführer Lieferando spürt durch die Coronakrise einen deutlichen Zulauf an neuen Restaurants, die ihr Essen auf der Plattform anbieten wollen. „Generell haben wir in den vergangenen Tagen einen wesentlichen Anstieg der Anfragen durch Restaurants feststellen können“, teilte der Mutterkonzern Takeaway.com auf Anfrage mit. Um die Ansteckungsgefahr für die Mitarbeiter zu minimieren, hat der Konzern bereits Mitte März auf kontaktlose Lieferung umgestellt: Die Boten seien angewiesen, die Bestellungen nach dem Klingeln vor der Tür abzustellen und von der Tür zurückzutreten.

Freiwillige lassen sich für Pflege von Corona-Kranken schulen

In Koblenz lassen sich rund 60 Freiwillige für die Grundversorgung von Covid-19-Erkrankten im Krankenhaus schulen. Nach einem Aufruf hatten sich Interessenten quer durch verschiedene Ausbildungs-, Berufs- und Altersgruppen gemeldet. Vermittelt würden Grundkenntnisse zum Corona-Virus und zu den Risikogruppen sowie zur Pflege und Hygiene in Kliniken. Es gehe unter der Aufsicht von Fachkräften um unterstützende Tätigkeiten, die wahrscheinlich eine wichtige Rolle spielen würden in den nächsten Tagen und Wochen. Mehrere Kursteilnehmer sagten, sie hätten jetzt mehr Zeit, beispielsweise weil es keinen Lehrbetrieb an den Universitäten gebe, und wollten diese sinnvoll nutzen.

Rund 120 000 Deutsche aus dem Ausland zurückgekehrt

Die Bundesregierung hat gemeinsam mit Reiseveranstaltern und der Lufthansa inzwischen rund 120.000 wegen der Corona-Krise im Ausland gestrandete Deutsche zurückgeholt. Es sei davon auszugehen, dass es bei der Aktion um mehr als 200.000 Deutsche im Ausland gehe. Unter www.rueckholprogramm.de  können festsitzende Deutsche sich für die Rückholaktion registrieren lassen. Derzeit konzentriert sie sich auf folgende 15 Länder: Ägypten, Algerien, Argentinien, Chile, Costa Rica, Dominikanische Republik, Ecuador, Gambia, Indien, Marokko, Mexiko, Neuseeland, Peru, Philippinen und Tunesien.

Bauern suchen in Coronavirus-Krise mit Websites nach Helfern

Wer in der Coronavirus-Krise nicht wie gewohnt Arbeit, Studium oder Ausbildung nachgehen darf, kann Landwirten Hilfe anbieten. Viele Landwirtschaftsbetriebe befürchten kurz vor der Spargelsaison Engpässe bei Erntehelfern vor allem aus Osteuropa. Saisonarbeiter fragen sich auch, ob und wie sie angesichts der Corona-Lage wieder heimkehren können. Zudem gibt es Reisebeschränkungen in der EU. Bei Interesse siehe https://www.daslandhilft.de/ und https://www.saisonarbeit-in-deutschland.de/?lang=de

 

23. März 2020

Social Distancing – jetzt deutschlandweit

Seit diesem Montag gilt im ganzen Land, dass nur noch zwei Menschen zusammen draußen unterwegs sein dürfen. Ausnahmen gibt es für Familien und Menschen, die ohnehin in einem Haushalt zusammenleben. Neu ist auch, dass Menschen, die nicht gemeinsam in einem Haushalt leben, in der Öffentlichkeit einen Abstand von 1,5 Metern zueinander halten sollen.

Gassi gehen mit Ziege - Ausgangssperre macht Spanier kreativ

Um während der Ausgangssperre frische Luft schnappen zu dürfen, sind einige Spanier in puncto Gassi gehen kreativ geworden. Hintergrund: Mit einem Haustier dürfen die Bürger weiterhin zu einem Spaziergang vor die Tür. Statt mit Hunden - die in der Verordnung der Regierung wohl ausschließlich gemeint waren - seien Bürger unter anderem mit Ziegen, Schweinen und sogar Kanarienvögeln gesichtet worden, schrieb die Zeitung La Vanguardia. Sogar ein Mann mit einem Stoffhund an der Leine wurde entdeckt, wie die Polizeigewerkschaft Jupol twitterte. Sie bat die Menschen, vernünftig zu sein und zu Hause zu bleiben. Bei Zuwiderhandeln drohen Geldbußen oder sogar eine Haftstrafe.

Ehrenamtliche arbeiten in der Corona-Krise als Einkaufshelfer

Hilfsorganisationen in Deutschland erweitern ihre Unterstützung für Menschen, die wegen des Coronavirus daheim bleiben müssen. Landes- und bundesweit werden entsprechende Angebote derzeit ausgebaut, teilte der Malteser Hilfsdienst in Freiburg mit. Organisiert werden kostenlose Einkaufshilfen und Lieferdienste. Nutzen können sie Menschen, die einer der Risikogruppen angehören, in Quarantäne oder häuslicher Isolation sind. Für sie werde eingekauft, die Waren werden dann nach Hause geliefert. Im Einsatz seien hierfür örtliche, ehrenamtliche Helfer. Solche Angebote gibt es den Angaben zufolge vielerorts von Maltesern und anderen Hilfsorganisationen.

Rückholung von Europäern gestaltet sich schwierig

Außenminister Heiko Maas hat auf Schwierigkeiten bei der Hilfe für deutsche Urlauber im Ausland hingewiesen. „Oft stehen wir dabei vor großen Herausforderungen, damit die Menschen überhaupt die Flughäfen erreichen können“, berichtet der SPD-Politiker. In vielen Ländern sei zum Beispiel der inländische Flugverkehr zum Erliegen gekommen. Seit Beginn der Woche seien über 100.000 Deutsche nach Hause zurückgekehrt. Viele weitere hätten sich registriert und warteten auf Flugmöglichkeiten

Rund 380 Polizeieinsätze wegen Corona-Kontrollen in Gärten

Die Kontrolle von zu großen Menschenansammlungen in der Corona-Pandemie hat die Polizei im Nordosten am Wochenende stark beschäftigt. Die Beamten mussten knapp 380 Mal zu „Corona-Kontrollen“ ausrücken. Dabei seien unter anderem Garagenpartys und größere Treffen in Gartenanlagen aufgelöst sowie eine kurzfristig anberaumte Mitarbeiterversammlung einer Firma in Neustrelitz mit Hilfe des zuständigen Ordnungsamtes verhindert worden. Die Angesprochenen hätten sich kooperativ gezeigt und seien auseinandergegangen, fast immer ohne Platzverweis. Die neue Regelung, die Bund und Länder am Sonntag vereinbart hatten, wonach nur noch zwei Bürger im Freien zusammen angetroffen werden dürfen, ließe sich für Ordnungshüter einfacher umsetzen, begrüßen die Polizeisprecher.

Sport und Bewegung in Zeiten von Corona wichtig

Wegen der Coronakrise ganz auf Sport zu verzichten ist aus Sicht des Sportpsychologen Jens Kleinert keine Option: „Man weiß aus vielen Studien, dass Sport und Bewegung einen positiven Einfluss auf Stimmung und körperliches Wohlbefinden haben.“ Gerade in unsicheren Zeiten wie jetzt, in denen viele Menschen unter Stimmungsschwankungen litten, spiele die Bewegung eine wichtige Rolle, so der Professor von der Deutschen Sporthochschule in Köln. Es müsse auch nicht immer unbedingt ein Workout zu Hause sein. „Noch dürfen wir ja auch an die frische Luft gehen - zum Spazieren oder Joggen.“ Wichtig sei es, sich einfach regelmäßig zu bewegen. 

Medizinhistoriker über Krise: Eindeutig historisches Ereignis

Als eindeutig historisches Ereignis wertet Medizinhistoriker Philipp Osten die Corona-Krise. „Das, was wir erleben, ist historisch. Wir können unseren Kindern nicht sagen, dass wir so etwas schon einmal erlebt hätten“, erläutert der Leiter des Instituts für Geschichte und Ethik in der Medizin beim Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf. Für viele Menschen sei die Corona-Krise einschneidend, sie würden sich künftig ein Leben lang daran erinnern. Am ehesten sei die Situation mit dem Reaktor-Unglück von Tschernobyl zu vergleichen.

22. März 2020

Ausgangssperre für eine Milliarde Menschen in Indien

Über eine Milliarde Menschen haben in Indien den Sonntag bei einer landesweiten Ausgangssperre zu Hause verbracht. Premierminister Narendra Modi hatte angesichts der Corona-Krise für das Land eine auf 14 Stunden begrenzte Ausgangssperre von 0700 bis 2100 Uhr (Ortszeit) ausgerufen, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen. Zugleich sollte die Zeit genutzt werden, Indiens Kapazitäten im Kampf gegen die Pandemie besser einzuschätzen. „Die Schritte, die wir jetzt ergreifen, werden uns in Zukunft helfen. Bleiben sie drinnen und gesund“, twitterte Modi.

Experten warnen vor Kollaps des spanischen Gesundheitssystems

In dem vom Coronavirus besonders schwer getroffenen Spanien haben Experten vor einem kurz bevorstehenden Kollaps des Gesundheitssystems gewarnt. Eine totale Isolierung der Menschen sei deshalb nun unerlässlich, fordern 69 renommierte Epidemiologen, Molekularbiologen und Wissenschaftler anderer Fachbereiche in einem am Samstag veröffentlichten offenen Brief. Es müsse eine noch stärkere Einschränkung der Bewegungsfreiheit angeordnet werden, hieß es. Die Experten fordern konkret unter anderem, dass die Fahrt zur Arbeitsstelle nur noch bei Arbeitnehmern der Grundversorgungssektoren gestattet wird. Unter den gegebenen Bedingungen werde es sonst um den 25. März herum zu einem Zusammenbruch des Gesundheitssystems kommen. Rund 18 Prozent der spanischen Bevölkerung seien älter als 65.

Malaria-Medikament für Covid-19-Behandlung einsetzen?

US-Präsident Donald Trump fordert, den Anti-Malaria- Wirkstoff Chloroquin in Kombination mit dem Antibiotikum Azithromycin zur Behandlung von Covid-19-Erkrankten sofort einzusetzen. Kritiker warnen jedoch, dass der Einsatz eines Medikaments für einen neuen Zweck nie ohne Risiken sei. Es gebe bislang keine ernsthaften klinischen Studien. In China und Italien sind zwar Covid-19-Patienten mit Chloroquin behandelt worden. Unklar sei aber, ob mit Erfolg, da die Erkrankten Chloroquin teils in sehr hoher Dosierung und gemeinsam mit vielen weiteren Medikamenten bekommen hätten. Es könne daher auch sein, dass es nicht wirkt oder sogar schadet.

Russland schickt Italien Hilfe im Kampf gegen Coronavirus

Russland schickt wegen der dramatischen Lage in Italien medizinische und personelle Hilfe im Kampf gegen das Coronavirus. Auf Bitten Italiens sollen unter anderem Schutzausrüstungen, mobile Versorgungsstationen und Mittel für eine großflächige Desinfektion von Verkehrsmitteln und Gebieten bereitgestellt werden. Neben medizinischer und anderer Ausrüstung würden auch acht mobile Brigaden mit Virologen und Ärzten an diesem Sonntag nach Italien verlegt.

Auch Kuba schickt Ärzteteam nach Italien

Kuba hat am Sonntag ein Ärzteteam nach Italien geschickt, dass die italienischen Kollegen bei ihrem Kampf gegen das Coronavirus unterstützen soll. Die 52 Ärzte und Krankenpfleger sollten in der Lombardei, dem aktuellen Brennpunkt der Corona-Krise, eingesetzt werden, teilte das Gesundheitsministerium in Havanna mit.

Hamsterer müssen Aufschlag auf Klopapier zahlen

Ungewöhnliche Aktion eines Rewe-Händlers im Westerwaldort Rengsdorf: Der Einzelhändler Michael Glück verlangt ab der zweiten Packung Klopapier einen Aufschlag, um Hamsterkäufer abzuschrecken. Während die erste Packung noch zum Normalpreis zu haben ist, fordert er bei der zweiten eine Spende von fünf Euro und ab der dritten Packung sogar zehn Euro. Wenn eine Lieferung den Laden erreiche, sei sie innerhalb von fünf bis zehn Minuten ausverkauft. Das führe auch zu Streit. „Es herrscht Krieg um Klopapier. Die Kunden holen sich das gegenseitig aus dem Einkaufswagen.“ Die Spenden will Glück über den Landkreis Neuwied an Corona-Helfer leiten.

21. März 2020

Auch jüngere Corona-Patienten häufiger auf Intensivstationen

Auf den Intensivstationen auch in Deutschland werden immer öfter junge mit dem Coronavirus infizierte Patienten behandelt. Das habe sich auch in Italien gezeigt „Die jüngsten symptomatischen Covid-19-Patienten waren Anfang 20 Jahre alt. Insgesamt sehen wir das ganze demografische Altersspektrum, egal ob auf Normalstation oder Intensivstation“, berichtet Chefarzt Clemens Wendtner von der Klinik für Infektiologie in der München Klinik Schwabing. „Auch ein junger Patient ist nicht gefeit davor, einen schweren Verlauf zu haben“, warnt der Mediziner. „Das soll wachrütteln, dass man sich an die Hygienevorschriften und Regelungen hält.“

China meldet erneut keine Neu-Corona-Infektionen im Inland

Auch am dritten Tag in Folge seit dem Ausbruch des neuartigen Coronavirus Anfang Januar hat China landesweit keine lokalen Neuinfektionen mehr gemeldet. Allerdings stieg erneut die Zahl der Infizierten, die aus dem Ausland zurück in die Volksrepublik kamen. Erkrankte, die aus dem Ausland einreisen, könnten aber eine durchaus mögliche zweiten Ausbreitungswelle verursachen. Außerdem muss China auch weiter Covid-19-Tote beklagen.

Südkorea meldet wieder steigende Fallzahlen

Südkorea erlebt seit Tagen einen Wechsel von an- und absteigenden Zahlen bei den Neuinfektionen mit dem Coronavirus. Sorge bereitete den Behörden unter anderem eine Zunahme von kleineren Häufungen von Infektionen in Kirchengemeinden und Pflegeheimen sowie von infizierten Personen, die aus dem Ausland eintreffen.

Klinikchef: Planbare OPs stoppen

Jede Klinik, die sich jetzt nicht vorbereite und nicht unbedingt notwendige, aber lukrative Operationen durchführe, handele unsolidarisch und unverantwortlich, meint der Chef der München Klinik, Axel Fischer mit Verweis auf die exponentiell steigenden Infektionszahlen. Teils seien bis jetzt Knie-OPs- und sogar Schönheits-OPs gemacht worden. „Das halte ich für einen Skandal.“ Zudem sei dabei Material verbraucht worden, das in den nächsten Wochen fehlen werde. „Wir haben meines Erachtens noch höchstens zwei Wochen Zeit, uns auf das, was kommen wird vorzubereiten“, Mitte April bis Mai rechne er mit der zunächst dramatischsten Phase. Es sei absehbar, dass auch in Bayern die Kapazitätsgrenze der Kliniken erreicht und wahrscheinlich überschritten werde. Wenn die Welle mit Wucht komme, werde das in Deutschland so weit gehen, dass auch Ethikkommissionen Antworten geben müssten. 

Amerikaner decken sich wegen Coronavirus mit Waffen und Munition ein

„Wir haben einen signifikanten Anstieg der Verkäufe verzeichnet, der direkt mit der Zunahme von Covid-19 und seiner Verbreitung im ganzen Land zusammenhängt“, teilt der Munitionshändler Ammo.com mit. Zwischen dem 23. Februar und dem 15. März hätten sich die Umsätze verglichen mit demselben Zeitraum zuvor mehr als vervierfacht. In einer Schlange vor einem Waffenladen in Los Angeles sagte ein Kunde dem Sender NPR: „Es geht eigentlich nur darum, dass die Regierung und die Polizei nicht in der Lage sein werden, uns zu schützen, wenn die Dinge in den nächsten Wochen bis Monaten schlecht laufen und die Menschen in Panik geraten und randalieren und plündern“» Er handele weniger aus Angst als vielmehr aus dem Bedürfnis, vorbereitet zu sein.

Sextoys und Kondome in Coronakrise stark gefragt

Um die weitere Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen, halten sich die Menschen vor allem zuhause auf - und decken sich mit Sextoys und Kondomen ein. Im Vergleich zum Vorjahresmonat wurden doppelt so viele Kondome gekauft wurde. Besonders stark hätten sich Großpackungen und mehr der fairen Kondome verkauft. Gleitgel werde ebenfalls mehr nachgefragt. Auch Sexspielzeug wird seit dem Ausbruch der Pandemie beliebter. Besonders nachgefragt seien aktuell auch Druckwellen-Vibratoren.

Bundesregierung will Mieter in Corona-Krise schützen

Wer heute zwei Monate hintereinander seine Miete nicht zahle, dem könne fristlos gekündigt werden. „Wir wollen das ändern und arbeiten daran, dass niemand seine Wohnung verliert“, erklärt Ministeriumssprecher Rüdiger Petz. Mieter/innen, die aufgrund der Coronavirus-Pandemie Einkünfteausfälle haben, müssen wir davor schützen, dass ihnen wegen Zahlungsverzugs die Wohnungen oder Gewerberäume gekündigt werden, betont auch die SPD-Fraktionsvize Eva Högl .   Sowohl bei Wohn- als auch bei Gewerbemieten würden die Mietzahlungen in der Zeit der Pandemie gestundet. Den Vermietern entständen hierdurch keine Verluste, denn die Mieten müssten später nachgezahlt werden, erklärt Der Rechtsexperte der SPD-Fraktion, Johannes Fechner.

20. März 2020

Produktionsengpässe bei Corona-Tests

„Die Nachfrage übersteigt das Angebot bei Weitem“, berichtet der Chef der Schweizer Pharmafirma Roche, Severin Schwan. „Es ist wichtig, dass die Tests zunächst für Risikopatienten und solche mit Krankheitssymptomen sind. Breites Testen ist einfach nicht möglich.“ Roche hatte als eine der ersten Firmen Mitte März eine US-Zulassung für einen hochautomatisierten Coronavirustest bekommen. Damit können innerhalb von 24 Stunden bis zu 4000 Proben auf das Virus Sars-CoV-2 getestet werden. Andere Firmen sind nachgezogen. Die Kapazitäten würden stündlich hochgefahren, sagte Severin. Auf Monatsbasis stünden inzwischen Tests im zweistelligen Millionenbereich zur Verfügung.

Plexiglas und Kundenbegrenzung in Apotheken

Manche Apotheker lassen wegen der Coronavirus-Pandemie nur noch eine begrenzte Zahl von Kunden ins Geschäft, bitten um Abstand oder bedienen hinter Plexiglas. Für Vorsichtsmaßnahmen wie die Zugangs- und Abstandsregeln bitte man die Patienten um Verständnis. Gebeten wurde auch darum, dass Patienten mit Atemwegsinfekten derzeit die Apothekenräume möglichst nicht betreten sollten. Man solle gesunde Angehörige oder Nachbarn um Besorgungen bitten und Bestellungen telefonisch oder über das Internet tätigen.

Medizinhistoriker: Bagatellisieren von Seuchen ist problematisch

„Das Bagatellisieren oder das Wegschauen und Verleugnen einer Seuchengefahr ist ein Problem und etwas, was wir immer wieder sehen.“, meint der Gießener Medizinhistoriker Prof. Volker. „Man sieht, dass in südostasiatischen Gesellschaften sehr konsequent Lehren gezogen worden sind aus der Sars-Epidemie 2002/2003.“ Man sei damals mit sehr strikten Maßnahmen vorgegangen - was sich gelohnt habe. „Die Frage ist, wie solche Maßnahmen kommuniziert werden. Wenn das transparent und glaubwürdig begründet wird, ist das ein entscheidender Faktor, damit die Bevölkerung Vertrauen gewinnen kann.“

Deutsche Flughäfen sehen Fieberkontrollen skeptisch

An den deutschen Flughäfen sind vorerst keine Fieberkontrollen geplant, um die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus zu bremsen. Betreiber und Behörden sähen den Nutzen skeptisch, hieß am Donnerstag in einer Stellungnahme der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen. Durch die Umsteigeströme könnten Infizierte von überall herkommen. Wegen langer Inkubationszeiten seien solche Checks bei der Einreise zudem vielfach wirkungslos. Ferner habe ohnehin etwa jeder 20. Reisende eine erhöhte Temperatur, etwa wegen Erkältungen, Erschöpfung oder Flugangst. Mehrere 10.000 Reisende wären somit jeden Tag verdächtig und müssten isoliert und getestet werden. Das sei nicht leistbar und würde den Flugverkehr faktisch lahmlegen.

Kreative Angebote der Kirchen wegen Coronakrise

Ob Live-Übertragungen von Gottesdiensten, Gebetswünsche online an den Pfarrer oder Messen übers Telefon - es gebe viele kreative Ideen, die sehr gut angenommen werden. Mit einer neuen Aktion zum gemeinsamen Balkonsingen lädt die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) ein, täglich um 19 Uhr auf dem Balkon, am Fenster oder im Garten das Kirchenlied „Der Mond ist aufgegangen“ zum Besten zu geben. Durch das gemeinsame Singen könne Ermutigung und Gemeinschaft entstehen. Das Lied erinnere daran, dass der Tod nicht das letzte Wort habe, sondern dass es zugleich das Leben in aller Fülle gibt, so die frühere EKD-Ratsvorsitzende Margot Käßmann.

Maske auf, Anzug an: Rettungsdienste in Zeiten von Corona

Wenn sich bei einem Notruf Hinweise auf eine Atemwegserkrankung ergeben, werden die ausrückenden Rettungskräfte darüber informiert. Je nach Bedarf gäbe es dann verschiedene Eskalationsstufen der Schutzausstattung - von Mundschutz und Handschuhen über Schutzmasken bis hin zu Schutzanzügen. Im Rettungswagen selbst könnten Bürger sich übrigens „beruhigt“ transportieren lassen. Eine Übertragung des Virus über Rettungswagen sei nicht möglich - die Wagen werden gründlich desinfiziert.

Corona-Hilfsprogramm auch für Freiberufler ausweiten

Auch Selbstständige ohne Angestellte sowie Freiberufler will Thüringens Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) in der Corona-Krise aunter den Schutzschirm des Landes holen. Damit sollten zum Beispiel jene unterstützt werden, die in der Kunst-, Kultur- und Unterhaltungsbranche oder unterrichtend tätig seien.

 

19. März 2020

„Bleibt Zuhause!“ - Corona-Appell von Promis, Polizisten und Ärzten

Mit diesem eindringlichen Appell wenden sich Ärzte, Polizisten und Prominente,an die Bevölkerung, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen. Durch Zuhausebleiben soll das Virus eingedämmt werden, um das deutsche Gesundheitssystem nicht zu überlasten. Die Bundespolizei Baden-Württemberg twitterte z.B. ein Foto von zwei Polizisten, die Schilder hochhalten: „Wir bleiben für euch da - Bleibt ihr bitte für uns daheim“. Auch aus verschiedenen Kliniken wie zum Beispiel dem Universitätsklinikum Schlewsig-Holstein gibt es solche Aufrufe.

Söder droht mit Ausgangssperre für ganz Bayern

Im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus droht Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) nun ganz konkret mit einer Ausgangssperre für den ganzen Freistaat. „Wenn sich viele Menschen nicht freiwillig beschränken, dann bleibt am Ende nur die bayernweite Ausgangssperre als einziges Instrumentarium, um darauf zu reagieren. Das muss jedem klar sein“, betonte Söder am Donnerstag in einer Regierungserklärung im Landtag in München.

Corona hat starken Effekt auf Einkaufsverhalten

Die Corona-Epidemie hat nach einer Analyse des Bonussystems Payback starke Auswirkungen auf das Einkaufsverhalten in Deutschland. Wie jedermann in den Supermärkten feststellen kann, sind unverderbliche Produkte und alles, was mit Gesundheit und Hygiene zusammenhängt, besonders gefragt. Dazu zählen Nudeln, Konservendosen, Fertigsaucen, Handpflege und Klopapier. Einen sehr starken Anstieg beobachtet das Münchner Unternehmen auch bei Online-Shops aus den Kategorien Kinderspielzeug, Tierbedarf, Sportkleidung, Büroartikel und Mode.

Australien und Neuseeland schließen Grenzen

Im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus schließen Australien und Neuseeland ihre Grenzen. Ausgenommen von dem Einreiseverbot seien in beiden Ländern lediglich die eigenen Bürger, Menschen mit dauerhaftem Wohnsitz in ihren Ländern sowie deren enge Familienmitglieder, die nach der Einreise alle zunächst für 14 Tage zuhause bleiben müssen. In Australien gibt es bislang 633 Infizierte. Neuseeland hat in den vergangenen zwei Tagen 18 neue Fälle von Covid-19 bestätigt, womit die Gesamtzahl auf 28 stieg.

Geschlossene Museen könnten online Objekte zeigen

Wegen der Krise um das Coronavirus geschlossene Museen können aus Sicht von Monika Hagedorn-Saupe vom Institut für Museumsforschung auch kurzfristig digitale Angebote realisieren. „Museen könnten jeden zweiten Tag oder einmal die Woche ein neues Objekt aus dem Haus auswählen und das online vorstellen.“ Schon mit Smartphones ließen sich ohne viel Aufwand oder riesigen Bedarf an Speicherkapazitäten kleine Präsentationen produzieren. Auch Kooperationen mit lokalen Medien seien möglich, schlägt Hagedorn-Saupe vor.

Flixtrain stellt Verbindungen bis voraussichtlich Ende April ein

Voraussichtlich bis Ende April fahren wegen der Coronakrise keine Züge des Anbieters Flixtrain mehr. Das Unternehmen, das zunächst mit grünen Fernbussen an den Markt gegangen war, bietet seit 2018 auch Zugreisen.  Betroffene Kunden könnten ihre Tickets in dieser Ausnahmesituation in der 2. Klasse der ICE- und IC-Züge der Deutschen Bahn nutzen.

Coronavirus zwingt Lufthansa an den Boden

Der Lufthansa-Konzern streicht sein Flugprogramm wegen der Coronakrise noch stärker zusammen. Bis 19. April finden nur noch rund fünf Prozent der ursprünglich geplanten Flüge statt. Von den 763 Flugzeugen des Konzerns blieben vorläufig rund 700 am Boden. Fernflüge bietet die Lufthansa nur noch ab Frankfurt und dreimal pro Woche mit der Tochter Swiss ab Zürich an. In München sollen nur noch Maschinen des Ablegers Lufthansa Cityline abheben.

 

 

18. März 2020

Applaus von Balkonen und aus offenen Fenstern

Gestern um 21 Uhr brandete in Köln plötzlich vielerorts Applaus auf, teilweise begleitet von Jubelrufen. Viele Menschen standen auf Balkonen, an offenen Fenstern und in Gärten und folgten mit dem Klatschen einem Aufruf zu einer Solidaritätsaktion der Coronakrise, der über die sozialen Netzwerke verbreitet worden war. „Nun heißt es Zusammenhalt und Anerkennung zeigen!“ - stand dort. „Kommt heute Abend alle an eure Fenster und auf eure Balkone und applaudiert für die Menschen, die derzeit immer noch für uns und die Gesellschaft arbeiten.“

Bei Nicht-Einhalten der Maßnahmen drohen zehn Millionen Infizierte!

Der Präsident des Robert Koch-Instituts (RKI) hat vor einem Szenario mit zehn Millionen Coronavirus-Infektionen bis in einigen Monaten in Deutschland gewarnt. Dies könne eintreten, wenn die von der Bundesregierung angeordneten Maßnahmen nicht eingehalten würden, erklärt Lothar Wieler. „Wir haben einen exponentiellen Verlauf der Epidemie.“ Wieler appellierte an die Menschen, ihre sozialen Kontakte zu reduzieren.

Handel erwartet Abebben der Hamsterkäufe

Der bayerische Handel erwartet ein baldiges Nachlassen der Hamsterkäufe. „Die Leute werden schnell merken, dass die Versorgung gesichert und alles da ist - und das nimmt ihnen die Angst“, meint ein Sprecher des Handelsverbands Bayern. Das sei in Italien ähnlich gewesen. Zudem seien die Bestände derjenigen, die Vorräte anlegten, irgendwann auch gefüllt.

Fernbusunternehmen stellen ab heute Betrieb ein

Die Fernbusunternehmen Flixbus und Blablabus haben für Mittwoch die Einstellung des Busbetriebs angekündigt. Flixbus werde alle nationalen sowie grenzüberschreitenden Verbindungen von und nach Deutschland ab 17. März 2020, 24 Uhr, aussetzen, teilte das Unternehmen am Dienstag in München mit. Blablabus will am nächsten Morgen ab 7 Uhr genauso vorgehen. Damit ziehen beide Unternehmen Konsequenzen aus der weiteren Ausbreitung des Erregers Sars-CoV-2.

Schließung aller Restaurants und Nothilfeprogramm gefordert

Der Hotel- und Gaststättenverband Rheinland-Pfalz (Dehoga) hat eine behördliche Schließung aller Hotels und Restaurants und einen vollständigen Ausgleich der wirtschaftlichen Schäden gefordert. Mit der jetzt angeordneten teilweisen Schließung greife der Staat in das unternehmerische Handeln ein, so dass die Betriebe faktisch nicht mehr wirtschaften könnten, erklärt Dehoga-Präsident Gereon Haumann. Die wirtschaftlichen Einbußen der Betriebe müssten dann von Bund und Land durch ein Nothilfeprogramm in Gänze kompensiert werden. Ausnahmen könne es im behördlich zugelassenen Einzelfall etwa für Kantinen von Kliniken, Polizei und Rettungsdiensten sowie für ausschließliche Mitnahmedienste geben.

Tierarztpraxen bleiben geöffnet

Ist das Haustier erkrankt, gelten folgende Regeln für den Besuch beim Tierarzt, auf die der Bundesverband Praktizierender Tierärzte (BPT) hinweist:

  • Den Besuch in der Praxis telefonisch ankündigen und das Problem schildern.
  • Immer nur eine Person darf mit dem Tier in die Praxis gehen - wenn möglich, sollten es keine Kinder oder Ältere sein.
  • Abstand halten: Diese Grundregel zur Reduzierung des Ansteckungsrisikos gilt auch beim Tierarzt. Wenn möglich, sollte man statt im Wartezimmer am besten draußen warten - entweder an der frischen Luft oder zum Beispiel im Auto.
  • Gesund sein: Wer Krankheitssymptome wie Husten oder Schnupfen zeigt, dem kann der Zutritt zur Praxis verwehrt bleiben.
  • Unbedingt die Praxis informieren, falls man innerhalb von zwei Wochen nach dem Besuch positiv auf Sars-CoV-2 getestet wurde.
  • Keine Besuche: Für Tiere, die stationär in der Praxis behandelt werden, gibt es laut BPT im Allgemeinen momentan keine Besuchszeiten.
  • Sollte eine Praxis unter Quarantäne stehen und darum nicht mehr geöffnet sein, würden Tierbesitzer darüber informiert, an welche Praxis sie sich alternativ wenden könnten. Eine zentrale Vermittlungsrufnummer gibt es laut Verband nicht.

 

17. März 2020

Jetzt hohe Gefährdung durch Coronavirus in Deutschland

Das Robert Koch-Institut (RKI) schätzt die Gefährdung durch das Coronavirus für die Gesundheit der Bevölkerung in Deutschland nun als „hoch“ ein. Bislang hatte das RKI insgesamt von einer „mäßigen“ Gefährdung in Deutschland gesprochen Als Gründe nannte RKI-Präsident Lothar Wieler steigende Fallzahlen sowie Alarmsignale aus öffentlichen Gesundheitsdiensten und von Kliniken. Zudem gebe es immer mehr Fälle, die nicht mehr auf bekannte Fälle zurückgeführt werden könnten.

Warnung vor falschen Informationen zu Coronavirus

„Nehmen Sie sich vor arglistigen und irreführenden Fake News und Desinformationen in Acht - überprüfen Sie es anhand verlässlicher Quellen“, rät die EU-Kommission. Es sei wichtig, über die neuesten Entwicklungen in der Viruskrise auf dem Laufenden zu bleiben. Allgemeine Ratschläge gebe die Generaldirektion Gesundheit der Kommission, teilte die Brüsseler Behörde via Twitter mit. Über Einzelheiten informierten die lokalen Gesundheitsbehörden

Italien rechnet bald mit Höhepunkt der Corona-Welle

In Italien rechnen viele Experten bei der Lungenkrankheit Covid-19 bald mit einem Höhepunkt der Ansteckungswelle. Auch nach einem sogenannten „Peak“ wird die Gesamtzahl der Infizierten zwar weiter steigen, aber nicht mehr so schnell. „Wir erwarten, dass es sich in den kommenden Tagen zeigt, ob sich die Entwicklung verlangsamt“, berichtet der für die Lombardei zuständige Koordinator Giulio Gallera. Der Virologe Roberto Burioni rechnet nach Angaben der Zeitung Corriere della Sera vor, dass ein Verlangsamungseffekt wegen diverser Aspekte - wie der verzögerten Wirkung von Kontaktsperren - in der Statistik noch etwas länger auf sich warten lassen werde. Experten der Universität von Genua hätten den 25. März als möglichen Höhepunkt der Fallkurve ermittelt. Das alles gelte aber nur, wenn die Italiener sich strikt an die Vorgaben der Regierung zur sozialen Distanz halten würden. S.a. weltweite Infektionskarte

Auftrag für Beatmungsgeräte

Die Bundesregierung will die Versorgung mit dringend benötigten Beatmungsgeräten in der Coronavirus-Krise auch mit einem Großauftrag in Rheinland-Pfalz sichern, der auch Hamburg betrifft. Das Unternehmen Löwenstein Medical in Bad Ems, das viel Produktion in Hamburg und insgesamt rund 2000 Beschäftigten im In- und Ausland hat, soll nach eigenen Angaben mehr als 6500 Geräte liefern. Die andere Firma mit einem Großauftrag des Bundesgesundheitsministeriums, Dräger in Lübeck, solle 10.000 Beatmungsgeräte liefern. Löwenstein Medical stellt seine mehr als 6500 Geräte nach eigenen Angaben in den kommenden drei Monaten zur Verfügung. Die Fertigung sei bereits im Februar erhöht worden, „nicht zuletzt auch aufgrund der Nachfrage aus China“. Bislang gebe „keinerlei Einschränkungen in den kritischen Versorgungsbereichen und der Fertigung“.

Mehr Corona-Nachweise im Frühjahr

Der Leiter des Düsseldorfer Gesundheitsamtes Klaus Göbels nimmt an, dass Infektionen mit dem neuen Coronavirus mit fortschreitendem Frühjahr schneller erkannt werden: „Im Frühling gibt es weniger Erkältungskrankheiten als im Winter, so dass die Hoffnung besteht, dass sich die wirklichen Corona-Fälle demaskieren. Diejenigen, die eine relevante respiratorische Symptomatik haben, sollten vorsorglich in Quarantäne, um nicht weitere Personen anzustecken“.

Drohnen zur Überwachung der Ausgangssperre in Spanien

Zur Überwachung der seit Sonntag geltenden Ausgangssperre setzt die spanische Polizei unter anderem auch Drohnen ein. So zum Beispiel in Madrid, der in Spanien von der Coronavirus-Krise am stärksten betroffenen Region des Landes. Die kleinen Fluggeräte tragen unter anderem Lautsprecher, mit denen die Menschen aufgefordert werden, zu Hause zu bleiben.

>Quelle: dpa