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Glossar

Lungenbiopsie

Hierbei wird Lungengewebe im Rahmen eines operativen Eingriffes zur licht- oder elektronenmikroskopischen Untersuchung und weitergehenden Aufarbeitung (zum Beispiel histochemisch, immunologisch) entnommen. Das Lungengewebe kann durch die Haut (perkutan) oder über den Brustkorb (transthorakal) als so genanntes offenes Lungenbioptat durch einen chirurgischen Eingriff erfolgen oder aber über die Bronchien (transbronchial) durch Fiberbronchoskopie unter örtlicher Betäubung, was einen geringeren diagnostischen Wert hat, dafür aber weniger invasiv ist. Neuerdings wird vielfach die Video-assistierte thorakoskopische Lungenbiopsie (VATS) bei der Abklärung von interstitiellen Lungenkrankheiten bevorzugt, da sie hinsichtlich diagnostischem Wert und Invasivität einen guten Kompromiss darstellt. Vor allem bei Pneumokoniosen kann das Lungengewebe ergänzend einer Röntgenmikroanalyse (zur qualitiativen Beurteilung) und - nach Veraschung - einer mineralogischen Analyse (zur qualitativen Staubanalyse) unterzogen werden. 

Autor/Autoren: äin-red