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Covid-19: Virennachweis und Behandlung

Nachweis des Virus

Beim Verdacht auf das Coronavirus Sars-CoV-2 wird der Erreger in der Regel mit einem molekularbiologischen Test nachgewiesen. Zunächst nimmt ein Arzt eine Probe aus den Atemwegen eines Patienten - entweder einen Abstrich oder ausgehusteten Schleim. Spezialisten bereiten diese Probe dann im Labor auf und suchen mit einem sogenannten PCRPCR
Der Begriff stammt aus dem Englischen (polymerase chain reaction) und kennzeichnet ein Laborverfahren, mit dem sich ausgewählte Sequenzen der Erbsubstanz nachweisen lassen, um zum Beispiel den Verdacht auf ein bestimmtes Virus zu bestätigen. Die Gensequenzen werden dazu in einer chemischen Reaktion (der so genannten PCR) vervielfältigt. 
 
-Test nach dem Erbmaterial des Virus. Vereinfacht gesagt wird dabei ein bestimmter Abschnitt des Viren-Erbguts millionenfach kopiert. Die Kopien werden mit einer sogenannten Sonde farblich markiert. Diese Farbmarkierung kann dann mit komplexen Geräten sichtbar gemacht werden. Sind entsprechende Farbsignale vorhanden, handelt es sich um eine positive Probe. Unter idealen Bedingungen dauert ein solcher Test im spezialisierten Labor 3-5 Stunden.

In China war zunächst ein DNA-Test auf das Virus Sars-CoV-2 für eine offizielle Bestätigung nötig. Dazu wurde ein Testverfahren über Nukleinsäuren zugelassen, das aber viele eindeutige Erkrankungen erst nach drei oder vier Tests erkannt habe. Außerdem schlage der in China verfügbare DNA-Test auf das Virus nur bei 30 bis 50 Prozent der Infizierten an, erklärt Tong Zhaohui von der Expertengruppe im Kampf gegen die Lungenkrankheit dem Staatsfernsehen. Daher waren zuvor immer wieder Patienten negativ getestet worden, obwohl sie mit dem Virus angesteckt waren. Aus diesem Grund sei es notwendig, auch auf die klinische Diagnose zu setzen.

Vorübergehend (MItte Februar 2020) reichte also eine klinische Diagnose der Lungenkrankheit Covid-19 aus. Das heißt, ein Arzt konnte eine Infektion auch anhand der Symptome, einer Computertomographie und der epidemiologischen Vorgeschichte eines Patienten bestätigen. Da in die Zahl der bestätigten Diagnosen auch Fälle klinischer Diagnosen aufgenommen wurden, waren die Fallzahlen stark angestiegen. Mittlerweile (Stand: 20.2.2020) hat China erneut die Zählweise geändert: Klinische Diagnosen der Covid-19-Lungenkrankheit, die auf Faktoren wie Lungenbildern, dem körperlichen Zustand und der Vorgeschichte beruhen, werden in der Provinz Hubei jetzt nicht mehr mitgezählt. Künftig muss die Ansteckung wieder durch einen DNA-Test im Labor bestätigt werden.

Generell vermuten Experten eine sehr hohe Dunkelziffer. So sind die Möglichkeiten begrenzt, auf das neue Virus zu testen. Ferner erscheint das sich wandelnde Berichterstattungssystem Chinas mit unterschiedlichen Definitionen der einzelnen Fälle besonders für lokale Stellen kompliziert. Die täglich berichteten Zahlen repräsentieren laut Experten somit eher die Fähigkeiten, Fälle zu identifizieren und zu melden, als das wirkliche Ausmaß der EpidemieEpidemie
Tritt eine Erkrankung örtlich und zeitlich stark gehäuft auf, spricht man von einer Epidemie. Trifft beispielsweise eine neue Variante des wandelbaren Influenza-Virus auf eine Bevölkerungsgruppe, die noch keine Abwehr gegen diesen bestimmten Erreger aufgebaut hat, kann diese Virus-Variante sich schnell verbreiten. Die Ausbreitung stoppt erst, wenn der Erreger Menschen befällt, die z.B. aufgrund einer Grippe-Schutzimpfung Antikörper dagegen gebildet haben.
Das amerikanische Center for Disease Control spricht von einer Grippe-Epidemie, wenn die Todesrate durch Influenza und Lungenentzündung (die so genannte Übersterblichkeit) um mehr als 7,5% höher liegt als in einem durchschnittlichen Winter.
Eine Epidemie bleibt im Gegensatz zur Pandemie auf eine bestimmte Region begrenzt.
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Behandlung Erkrankter

Eine spezielle Therapie für die Erkrankung gibt es nicht. Schwer erkrankte Patienten werden symptomatisch behandelt: mit fiebersenkenden Mitteln, der Therapie etwaiger bakterieller Zusatzinfektionen und mitunter mechanischer Beatmung.