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21.05.2019

Telefonaktion zum Thema Lungenkrankheiten

Von 17 bis 18.30 Uhr beraten zwei Fachärzte betroffene Patienten und Interessierte zu allen Fragen rund um Asthma, COPD und Lungenkrebs.

Pfeifende Atmung, Schwellungen im Gesicht, Heiserkeit, blutiger Auswurf oder hartnäckiger Husten sind Symptome, die auf eine chronische Bronchitis oder Lungenentzündung hindeuten könnten - aber auch auf ein Lungenkarzinom.

Im Kontext mit unserem Atemorgan gibt es diverse Probleme, die natürlich nicht gleich in Krebs münden. Gleichwohl machen in unserem von schädlichen Umwelteinflüssen belasteten Alltag vielen Menschen verstärkt Allergien und Asthma zu schaffen. Deshalb widmet diese Zeitung dem Thema Lungenerkrankungen eine Telefonaktion.

Rufen Sie an: 17 bis 18.30 Uhr

Am Dienstag, 21. Mai, werden von 17 bis 18.30 Uhr zwei Experten Patienten und Interessierten Rede und Antwort stehen: Dr. Saleh Al Hamoud und Dr. Mohammed Saladin Maktabi.

Dr. med. Saleh Al Hamoud ist Chefarzt der Klinik für Erkrankungen der Atmungsorgane, Allergologie, Umweltmedizin und Schlafmedizin am Bezirksklinikum Obermain. Bei der Telefonaktion am 21. Mai steht Al Hamoud unter Tel. 0951/188-221 für Leserfragen zur Verfügung.

Dr. med. Mohammed Saladin Maktabi ist in Bamberg niedergelassener Facharzt für Lungen- und Bronchialheilkunde, Allergologie und Umweltmedizin. Maktabi ist bei der Telefonaktion am 21. Mai unter der Durchwahl 0951/188-226 zu erreichen.

Bei der Telefonaktion können unsere Leser den beiden Experten alle Fragen aus den Bereichen Lungenerkrankungen stellen: Ob Asthma, LungenkrebsLungenkrebs
Das ist der im Brustkorb gelegene Raum zwischen den beiden Lungenflügeln, in dem die Brusteingeweide untergebracht sind - also das Herz, zugehörige Nerven, Gefäße und Lymphknoten. Die Pleuren (Rippen- und Lungenfell), welche die beiden Brustfellhöhlen mit den Lungenflügeln auskleiden, bilden eine Trennwand zwischen Mediastinum und Lunge. Nach vorne und hinten wird dieser Raum vom Brustbein und der Brustwirbelsäule begrenzt, von oben und unten erstreckt er sich etwa ab Höhe des Schlüsselbeins bis hinunter zum Zwerchfell. 
oder COPD. Letztere bezeichnet als Sammelbegriff eine Gruppe von Krankheiten der Lunge, die durch Husten, vermehrten Auswurf und Atemnot (AHA) gekennzeichnet sind.

6,8 Millionen Betroffene

"Die Erkrankungen werden vor allem durch Rauchen verursacht und sind fortschreitend", erklären die Lungenfachärzte. COPD sei weltweit mit etwa 210 Millionen Betroffenen eine der häufigsten Erkrankungen überhaupt. In Deutschland (6,8 Millionen Betroffene) gelte die "chronisch obstruktive Lungenerkrankung" inzwischen als die Volkskrankheit mit der höchsten Steigerungsrate. 15 bis 20 Prozent der COPD-Erkrankungen stünden im Zusammenhang mit dem Arbeitsplatz. Nur zehn Prozent aller COPD-Patienten sind Nichtraucher.

Asthma bei Kindern

Auch Asthma bronchiale ist eine der häufigsten chronischen Erkrankungen. Sie kommt bei etwa zehn Prozent der kindlichen und fünf Prozent der erwachsenen Bevölkerung in Deutschland vor. Diese chronisch-entzündliche Erkrankung der Atemwege ist durch eine bronchiale Überempfindlichkeit mit Bronchienverengung charakterisiert. "Die Schleimhäute der Bronchien bilden sehr viel zähen Schleim und schwellen an", sagen Al Hamoud und Maktabi. "Im Gegensatz zur COPD ist diese Bronchienverengung allerdings reversibel."

Echte Volkskrankheiten

Die Zunahme von Asthma stehe in engem Zusammenhang mit den veränderten Lebensumständen in der modernen Gesellschaft. "Beispielsweise ist hier die erhöhte Schadstoffkonzentration in der Luft vor allem in städtischen und industriellen Ballungsräumen zu nennen", sagen die Experten. Weitere Faktoren für Veränderungsprozesse in der Lunge könnten neue Bauweisen mit verstärkt gedämmten Räumen sein sowie die vermehrte Haltung von Tieren im Wohnbereich.

Asthma und COPD seien echte Volkskrankheiten. "Allerdings handelt es sich um zwei völlig verschiedene Krankheitsbilder, die sich in Ursachen, Verlauf und Prognose unterscheiden. Sie haben ähnliche Symptome wie Luftnot", sagen Al Hamoud und Maktabi. "Eine genaue Diagnose ist daher außerordentlich wichtig."

Immer mehr Raucherinnen

Zu den Spezialgebieten der beiden Ärzte gehört auch die Behandlung von Lungenkrebs, die vierthäufigste und eine der bösartigen sowie prognostisch ungünstigen Krebserkrankungen in Deutschland. Laut der deutschen Krebsregister erkranken jedes Jahr etwa 53 900 Menschen.

Bei Männern ist Lungenkrebs nach Prostatakrebs der zweithäufigste Krebs mit rund 34 600 Erkrankten. Bei Frauen ist das Bronchialkarzinom nach Brust- und Darmkrebs der dritthäufigste mit 19 300 Neu-Patienten. Die Fünf-Jahres-Überlebensrate beträgt bei Frauen rund 21, bei Männern 16 Prozent.

Absolut betrachtet gibt es immer mehr Betroffene mit Lungenkrebs, was sich durch das höhere Alter der Menschen erklären lässt. Ohne diesen Aspekt nimmt die Zahl der Neuerkrankten bei Männer seit Jahren ab, bei Frauen dagegen zu. Die Erklärung ist einfach: Über die letzten Jahrzehnte gab es immer mehr Raucherinnen und immer weniger Raucher.

"Lungenkrebs wird meistens durch Rauchen verursacht", sagen Al Hamoud und Maktabi. Doch auch Asbest, Schadstoffe und andere Einflüsse können gefährlich sein. Darüber hinaus gelten verschiedene Substanzen, die am Arbeitsplatz oder durch eine hohe Schadstoffbelastung der Luft eingeatmet werden, als Risikofaktoren.

Quelle: Irmtraud Fenn-Nebel, infranken.de