LUNGENÄRZTE

im Netz

In Zusammenarbeit mit:

Herausgeber:

27.09.2018

Mukoviszidose: Das Mikrobiom in Lunge und Darm im Fokus

Der Brennpunkt des diesjährigen Scientific Meeting (ScieM) des MukoviszidoseMukoviszidose
Bei der Erbkrankheit Mukosviszidose, an der in Deutschland rund 8.000 Menschen leiden, führt ein fehlerhaftes Gen dazu, dass der Salz- und Wassertransport der Schleimhäute in Lunge, Darm und anderen Organen verändert ist und dadurch ein abnormal zähflüssiger Schleim in Lunge, Bauchspeicheldrüse und Dünndarm gebildet wird, der die Bronchien und Verdauungswege verstopft. Atemnot, chronischer Husten, aber auch eine gestörte Verdauung und Infektanfälligkeit sind die Folgen. 
 
e.V., das am 27. und 28. September 2018 in Bad Salzschlirf stattfindet, zielt auf die Mikrobiom-Forschung – also die Erforschung der Gesamtheit der Mikroben in Lunge und Darm.

In Deutschland sind bis zu 8.000 Kinder, Jugendliche und Erwachsene von der unheilbaren Erbkrankheit Mukoviszidose betroffen. Durch eine Störung des Salz- und Wasserhaushalts im Körper bildet sich bei Mukoviszidose-Betroffenen ein zähflüssiges Sekret, das Organe wie die Lunge und die Bauchspeicheldrüse irreparabel schädigt. Jedes Jahr werden in Deutschland etwa 150 bis 200 Kinder mit der seltenen Krankheit geboren.

 „Mukoviszidose ist eine seltene Erkrankung. Um die Forschung auf dem Gebiet weiter voranzubringen, ist es daher unabdingbar, dass Forschende sich international vernetzen. Das fördern wir mit unserem Scientific Meeting“, berichtet Dr. Miriam Schlangen, Mitglied der Geschäftsführung des Mukoviszidose e.V., Leitung Fachbereich Forschung, Therapieförderung und Gesundheitspolitik.

Der Fokus des diesjährigen Scientific Meeting (ScieM) des Mukoviszidose e.V., das am 27. und 28. September 2018 in Bad Salzschlirf stattfindet, liegt auf der Mikrobiom-Forschung – also der Erforschung der Gesamtheit der Mikroben in Lunge und Darm. Diese hat in den letzten Jahren von den rasanten Verbesserungen der genetischen Sequenzierungsmethoden enorm profitiert. Neue Erkenntnisse über das Mikrobiom sollen zur Entwicklung neuer therapeutischer Ansätze nutzbar gemacht werden. Dabei stellen sich verschiedene Fragen: Ist das Mikrobiom bei Patienten mit Mukoviszidose anders als bei Gesunden? Können Veränderungen im Mikrobiom Ursache für das chronische Entzündungsgeschehen bei Mukoviszidose sein? Wie beeinflusst die gestörte Verdauung bei vielen Mukoviszidose-Patienten das Mikrobiom? Um diesen und weiteren Fragen nachzugehen, wurden ausgewiesene Experten als Speaker eingeladen. Zusätzlich sind  Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie interessierte Kliniker (auch Nachwuchsforschende), die im Bereich der Mikrobiom-Forschung arbeiten, eingeladen, eigene Forschungsergebnisse vorzustellen.

„Das relativ kleine, thematisch fokussierte Meeting bietet genau das richtige Format für die internationale Zusammenarbeit, weil gezielt globale Experten zu einem sehr aktuellen Forschungsthema für zwei Tage zusammengebracht werden“, betont Schlangen.

Quelle: Mukoviszidose e.V.