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25.09.2020

Asthma und Covid 19 - Deutscher Lungentag 2020

Anlässlich des Deutschen Lungentags 2020 veranstaltet das Krankenhaus Weilheim-Schongau am Freitag (25.9.2020) ein Symposium zum Thema "Asthma und Covid-19" von 14 bis 16 Uhr im Sparkassenforum (Sparkassenplatz 1) in Schongau.

Asthma ist eine der großen Volkserkrankungen in Deutschland, mehr als 5 % der Kinder und Erwachsenen leiden unter Asthma. Hierbei gibt es nicht nur das allergische Asthma, welches vor allem im Kindes- und Jugendalter erstmalig auftreten kann, sondern es gibt auch Formen von Asthma ohne Allergien im Erwachsenenalter. Ursache von Asthma ist eine chronische Atemwegsentzündung, welche zu einer Überempfindlichkeit und Verengung der Atemwege führt. Für Patienten mit Asthma gibt es heute viele Behandlungsmöglichkeiten, von der inhalativen Therapie bis zur Allergenimmuntherapie (Hyposensibilisierung).

Einige Patienten leiden unter schwerem Asthma, welches bislang nur mit nebenwirkungsträchtigen Kortison-Behandlungen (als Tablette oder Spritze) leidlich kontrolliert werden konnte. Die nebenwirkungsarmen Biologika, welche gezielt in die Atemwegsentzündung eingreifen, verbessern bei bestimmten Patienten die Asthmakontrolle deutlich, insbesondere können sie eine Kortisonbehandlung überflüssig machen. „Gerade in Pandemiezeiten gibt es große Unsicherheit im Umgang mit der Kortisontherapie bei chronischen Erkrankungen. Der derzeitige Erkenntnisstand wird auf dem Lungentag-Symposium vorgestellt und diskutiert werden. Insbesondere wird auf die Situation vom Krankenhaus Weilheim-Schongau eingegangen“, beschreibt Christian Sturm, Ärztlicher Leiter Lungenzentrum Pfaffenwinkel ein Thema des Lungentages.

Die Corona Erkrankung betrifft oft hauptsächlich Teile der Lunge und stellt die Ärzte in den Krankenhäusern vor große Herausforderungen. „Wir verfügen inzwischen über umfangreiche Erfahrung in der Behandlung von Covid 19 und haben in den vergangenen Monaten unsere Behandlungsstrategien erfolgreich weiterentwickelt“, berichtet Dr. Jochen Dresel, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin. Beide Krankenhäuser Weilheim und Schongau hatten in der ersten Phase der PandemiePandemie
Unter einer Pandemie versteht man eine sich weit verbreitende und dabei ganze Länder oder Kontinente erfassende Krankheit.
Vermischen sich beispielsweise die Erbinformationen von zwei verschiedenen Influenza-Viren in einem Zwischenwirt (z.B. Schwein), tritt ein neuer Virus-Typ mit noch unbekannten Eigenschaften auf. Dieser so genannte Subtyp kann sich schnell ausbreiten, da die Menschen gegen diesen Erreger weder über natürliche noch infolge einer Schutzimpfung aufgebaute Antikörper verfügen. Der jährliche Grippe-Impfschutz erfasst zwar neue Varianten des Influenza-Virus (d.h. leichteVeränderungen in der Oberflächenstruktur), aber keine komplett neuartigen Subtypen. Bricht eine Pandemie aus, muss daher schnell ein Impfstoff gegen den neuen Subtyp entwickelt werden und/oder ein antiviral wirksames Medikament flächendeckend eingesetzt werden.
Isolierstationen ausgewiesen und ihre Intensivkapazitäten und Beatmungsplätze verdoppelt. Seit Anfang Mai 2020 sind die Krankenhäuser schrittweise wieder in den Normalbetrieb übergegangen. Es ist jedoch jederzeit möglich, die Kapazitäten für Corona Patienten wieder hochzufahren.

Gerade bei Patienten mit chronischen Lungenerkrankungen sind Schutzmaßnahmen vor Covid-19 von besonderer Bedeutung. Hier hat sich das Sicherheitskonzept der Krankenhaus GmbH bewährt.

Das Symposium findet am Freitag, 25.9.2020 von 14 bis 16 Uhr im Sparkassenforum (Sparkassenplatz 1) in Schongau statt.