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Dr. med. Andreas Korupp, Dr. med. Guido Rose - 97421 Schweinfurt

Corona-Antigen-Tests

Seit Ende Oktober 2020 sind sogenannte Corona-Schnelltests erhältlich, mit denen man innerhalb von 15-20 Minuten eine Infektiosität unwahrscheinlich machen kann. Hierbei wird ein Abstrich aus dem Rachen (oder der Nase) durchgeführt, so wie bei den sogenannten zuverlässigeren PCR-Tests, die aber im Unterschied zu den Schnelltests nach Abstrich in der Praxis in einem Labor durchgeführt werden müssen und dementsprechend Ergebnisse erst nach einigen Stunden vorliegen.

Die Antigentests sind nicht ganz so zuverlässig wie die PCR-Tests. Sie sind bisher für alle kostenfrei (die Bundesrepublik Deutschland kommt für die Kosten auf). Dies wird sich aber im Oktober 2021 ändern, und dann wird der Preis für den Test nur noch bei den Personen vom Staat getragen, die sich aus verschiedenen Gründen nicht impfen lassen können.

Beachten Sie bitte: eine "hundertprozentige" Sicherheit gibt es nicht! Aber dies gilt für praktisch alle medizinischen Tests!

Wir setzen den Test beispielsweise ein, wenn schnell entschieden werden muss, ob ein Patient isoliert werden muss oder wenn eine Bronchoskopie (Spiegelung der Bronchien) geplant ist, da bei dieser Untersuchung die Gefahr einer Infektion der Untersuchenden erhöht ist.

Es ist erwiesen, dass Patienten, die zwar infiziert und ansteckend sind, aber in den ersten ein bis drei Tagen noch keine Symptome haben, sehr häufig von den Schnelltests nicht erfasst werden. Ein "Freitesten" ist also problematisch.

Bei Patienten mit Symptomen sind die Schnell-Tests fast immer positiv.

Bei positivem Schnelltest ist grundsätzlich ein PCR-Bestätigungstest notwendig und es ist vorgeschrieben, sich in Quarantäne zu begeben. Ist man sich darüber im Klaren, dass man infiziert ist und damit auch infektiös - also andere Menschen anstecken kann - und infiziert im Verlauf jemanden, der dann schwer erkrankt oder sogar stirbt, so ist dies zum Einen moralisch nicht zu rechtfertigen und zieht zum Anderen im Einzelfall auch erhebliche juristische Konsequenzen nach sich! 

In seltenen Fällen kann man sich trotz vorheriger Impfung dennoch mit dem Corona-Virus infizieren. Glücklicherweise sind schwere Erkrankungen bei diesen Patienten sehr selten, die Personen sind aber möglicherweise infektiös und müssen ebenfalls in Quarantäne.

Da die Delta-Variante nach den letzten Erkenntnissen fast so infektiös wie das Windpocken-Virus ist, sollten auch vollständig Geimpfte weiterhin die Abstandsregeln beachten und Masken tragen!

Eine Anmerkung zum Schluss: besser als jeder Test ist eine Impfung!