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26.08.2015

Wie lässt sich Gewitterasthma vermeiden?

Pollenallergiker sollten sich nicht unmittelbar nach einem Gewitter im Freien aufzuhalten, sondern rund 30 Minuten warten. Dann ist die Belastung der Luft mit AllergenenAllergenen
Das sind Stoffe, die vom Immunsystem des Körpers als „fremd" eingestuft und deshalb angegriffen werden, was zu einer übersteigerten Abwehrreaktion (= Allergie mit Überempfindlichkeit des Körpers gegen das jeweilige Allergen) führt.
Man unterscheidet tierische, pflanzliche und chemische Allergene, wobei fast jede Umweltsubstanz eine Allergie auslösen kann. Ein potenzielles Allergen ist eine Substanz, die aufgrund ihrer biochemischen Beschaffenheit häufiger als andere Substanzen eine allergische Reaktion hervorrufen kann.
 
 
 
deutlich geringer.

Gewitter können für Pollenallergiker eine besondere Belastung darstellen, da sie das so genannte Gewitterasthma verursachen können. Bei diesem noch nicht vollkommen erforschten Phänomen erleben Menschen mit allergischem Asthma nach einem Gewitter eine Verstärkung ihrer Krankheitssymptome wie trockener Husten, Brustenge oder Atemnot.

Mediziner und Meteorologen vermuten, dass durch die elektrostatische Ladung der Luft während des Gewitters mehr Pollen freigesetzt werden. Zusätzlich platzen aufgrund der hohen Luftfeuchtigkeit unmittelbar nach dem Gewitter die Pollen noch in der Luft und setzen Allergene frei. Diese Allergenpartikel sind besonders klein und können tiefer in die Bronchien eindringen, was zum Teil schwere Asthmaanfälle auslöst.

Die Europäische Stiftung für Allergieforschung (ECARF) und die Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst (PID) empfehlen Pollenallergikern, sich nicht unmittelbar nach den Gewitter im Freien aufzuhalten, sondern rund 30 Minuten zu warten. In dieser Zeit sinken die frisch freigesetzten Pollen zu Boden, und die Belastung der Luft mit Allergenen wird deutlich geringer.

Quelle: Europäische Stiftung für Allergieforschung (ECARF)