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05.10.2015

Was tun bei Allergien?

Welche Fortschritte es in der Behandlung und Vorbeugung von Allergien wie Heuschnupfen, Asthma, Neurodermitis gibt – darüber wird das „Aktionsforum Allergologie“ Patienten aufklären.

Deutschlandweite Aktionen anlässlich des Deutschen Lungentag wollen dazu beitragen, das Wissen über Vorbeugung, Diagnose, Therapie und Rehabilitation von Atemwegs- und Lungenerkrankungen wie auch von Allergien zu verbessern. Deshalb veranstaltet das „Aktionsforum Allergologie“ am 31.10.15 eine Patienteninformationsveranstaltung in der Urania in Berlin, bei der Experten zu verschiedenen, interessanten Themen aus der Allergologie allgemeinverständliche Vorträge halten und dem Publikum in offenen Fragerunden Rede und Antwort stehen. Weitere Einzelheiten entnehmen Sie bitte dem Programm der Veranstaltung.

Im Rahmen des „Aktionsforum Allergie“ haben sich sieben medizinische Verbände zusammengeschlossen: Der Ärzteverband Deutscher Allergologen, die Deutsche Gesellschaft für Allergologie und Klinische Immunologie, die Gesellschaft für Pädiatrische Allergologie und Umweltmedizin, der Bundesverband der Pneumologen (BdP) und die Berufsverbände der Deutschen Dermatologen, der Kinder- und Jugendärzte und der HNO-Ärzte.

Ziel der Veranstaltung ist es auf Allergien, insbesondere der Atemwege, aufmerksam zu machen. Nach aktuellen Erhebungen leiden in Deutschland 14,8% der Menschen im Alter zwischen 18-79 Jahren an Heuschnupfen; das sind rund 12 Millionen. Frauen sind mit 16,5% etwas häufiger betroffen als Männer. Diese Zahlen sind altersabhängig: Am häufigsten ist die Gruppe der 30 bis 39jährigen betroffen. In dieser Gruppe trifft es etwa jeden Fünften (20,8%). Bei über 70jährigen sind es immer noch 7,3%.

Hinzu kommt, dass etwa jeder zweite Erwachsene mit einem Heuschnupfen durch Baum-, Gräser- oder Kräuterpollen eine Allergie gegen Obst, Gemüse oder Gewürze entwickelt. Dies äußert sich als Juckreiz und Schwellungen der Mundschleimhaut oder auch der Zunge beim Essen der Lebensmittel. Auch Schnupfen, Hautschwellung oder Luftnot können auftreten. Ursache sind Allergieauslöser (AllergeneAllergene
Das sind Stoffe, die vom Immunsystem des Körpers als „fremd" eingestuft und deshalb angegriffen werden, was zu einer übersteigerten Abwehrreaktion (= Allergie mit Überempfindlichkeit des Körpers gegen das jeweilige Allergen) führt.
Man unterscheidet tierische, pflanzliche und chemische Allergene, wobei fast jede Umweltsubstanz eine Allergie auslösen kann. Ein potenzielles Allergen ist eine Substanz, die aufgrund ihrer biochemischen Beschaffenheit häufiger als andere Substanzen eine allergische Reaktion hervorrufen kann.
 
 
 
), die sowohl in den Pollen als auch in den Lebensmitteln enthalten sind. Man spricht von einer Kreuzallergie. Häufig ist z.B. die Kreuzallergie zwischen Birkenpollen und Apfel und anderem Kern- und Steinobst.

Die Mehrheit der Pollenallergier fühlt sich durch die Beschwerden im Alltag deutlich eingeschränkt, so die Ergebnisse einer Studie der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK). Wenn die Nase tropft, die Augen tränen und der Hals kratzt, verlässt manch einen Betroffenen die Motivation zum aktiven Leben. Viele leiden aufgrund der Allergie zudem unter Schlafstörungen sowie Tagesmüdigkeit und können sich nur schlecht konzentrieren. Kinder und Jugendliche klagen über Probleme in der Schule und haben schlechtere Noten, Erwachsenen fällt die Arbeit schwer. Der manchmal etwas belächelte Heuschnupfen ist somit eine durchaus ernstzunehmende Krankheit mit Konsequenzen für den Betroffenen und die Gesellschaft.

Offenbar nehmen auch selbst Betroffene ihre Erkrankung an Heuschnupfen oder Neurodermitis häufig auf die leichte Schulter. Das könnte auch eine Folge davon sein, dass beispielsweise antiallergisch wirkende Medikamente nicht mehr erstattet werden, sondern selbst gekauft werden müssen. Aus diesem Grund würden Allergiker oft zu selten zum Arzt gehen und daher versäumen, sich angemessen behandeln zu lassen. Ein weiteres Ziel der Veranstaltung ist deshalb eine bessere Aufklärung über die Möglichkeiten der Behandlung und Vorbeugung von Allergien, damit die Erkenntnisse der Fachärzte auch bei den Patienten ankommen.

Quelle: Aktionsforum Allergologie