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13.10.2015

Lungenkrebs trifft immer häufiger Frauen

2013 starben über 15.000 Frauen hierzulande an den Folgen von Lungenkrebs. Damit stieg die Zahl der weiblichen Sterbefälle infolge LungenkrebsLungenkrebs
Das ist der im Brustkorb gelegene Raum zwischen den beiden Lungenflügeln, in dem die Brusteingeweide untergebracht sind - also das Herz, zugehörige Nerven, Gefäße und Lymphknoten. Die Pleuren (Rippen- und Lungenfell), welche die beiden Brustfellhöhlen mit den Lungenflügeln auskleiden, bilden eine Trennwand zwischen Mediastinum und Lunge. Nach vorne und hinten wird dieser Raum vom Brustbein und der Brustwirbelsäule begrenzt, von oben und unten erstreckt er sich etwa ab Höhe des Schlüsselbeins bis hinunter zum Zwerchfell. 
um rund 50% seit dem Jahr 2000.

Immer mehr Frauen sterben an Lungenkrebs. Darauf weist die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) hin. Im Jahr 2013 starben hierzulande nach Angaben des Statistischen Bundesamtes über 15.000 Frauen an den Folgen von Lungenkrebs. Damit stieg die Zahl der weiblichen Sterbefälle infolge Lungenkrebs um rund 50% seit dem Jahr 2000 mit knapp 10.000 Fällen.

Diese Entwicklung spiegelt zeitversetzt die stetig angestiegenen Rauchquoten bei Frauen der zurückliegenden fünf Jahrzehnte wider. Erst in den letzten Jahren ist der Anteil der erwachsenen Raucherinnen in der weiblichen Bevölkerung langsam auf aktuell 27% gesunken.

Tabakkonsum ist der Hauptrisikofaktor für die Entstehung von Lungenkrebs. Für Frauen und Männer gilt gleichermaßen: Rauchen ist eines der größten vermeidbaren Gesundheitsrisiken“, erklärt Dr. Heidrun Thaiss, Leiterin der BZgA. Studien weisen darauf hin, dass Frauen möglicherweise noch sensibler auf die Giftstoffe im Tabakrauch reagieren als Männer und ihr Lungengewebe durch das Rauchen schneller beeinträchtigt wird. „Ein Rauchstopp ist die wichtigste Maßnahme zum Schutz der Lunge“, betont Dr. Thaiss. „Ebenfalls nicht zu unterschätzen ist die Gefährdung der Mitmenschen durch das Passivrauchen.“

Damit der Rauchausstieg gelingt, ist eine gute Vorbereitung sinnvoll. Die BZgA bietet mit ihrer Kampagne „Rauchfrei“ vielfältige Angebote, um Frauen und Männer jeden Alters zum Rauchstopp zu motivieren. Rauchfrei-Lotsin Sabine hat bereits vor über zehn Jahren mit dem Rauchen aufgehört. Ihre Bilanz nach dem Rauchstopp: „Seitdem ich nicht mehr rauche, bin ich leistungsfähiger geworden und mache viel Sport. Während der Zeit des Rauchens hatte ich häufig Bronchitis. Das gehört nun längst der Vergangenheit an - ich kann wieder richtig durchatmen.“ Als Rauchfrei-Lotsin hilft Sabine jetzt anderen Menschen beim Rauchstopp. Rauchfrei-Lotsen sind ehrenamtlich tätige, speziell geschulte Online-Mentoren und Mentorinnen, die Aufhörwillige motivieren, beraten und virtuell durch das Internetportal www.rauchfrei-info.de der BZgA begleiten. Sie geben praktische Tipps, zum Beispiel zum Umgang mit Entzugserscheinungen und unterstützen so Raucherinnen und Raucher beim Rauchstopp.

Neben dem Online-Mentorenprogramm "Rauchfrei-Lotsen" bietet die BZgA weitere Angebote für Menschen, die mit dem Rauchen aufhören möchten:

  • Telefonische Beratung zur Rauchentwöhnung unter der Rufnummer 0800/ 8 31 31 31 (kostenfreie Servicenummer).
  • Gruppenkurs „Rauchfrei Programm“ - Informationen zum Kursangebot, zu Anbietern vor Ort und den Möglichkeiten der Kostenerstattung gibt es unter: www.rauchfrei-programm.de  
  • Online-Ausstiegsprogramm mit bewährten Informationen, Tipps und täglicher E-Mail unter www.rauchfrei-info.de
  • Start-Paket zum Nichtrauchen mit Broschüre „Ja, ich werde rauchfrei“, einem „Kalender für die ersten 100 Tage“, einem Stressball und anderen hilfreichen Materialien. Kostenlose Bestellung über: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, 50819 Köln, Fax: 0221/8992257, E-Mail: order@noSpam.bzga.de
  • Weiterführende Informationen speziell für Frauen zum Thema "Rauch und Tabak" bietet das Frauengesundheitsportal (www.frauengesundheitsportal.de). Männer finden weiterführende Informationen zu Gesundheitsthemen wie „Leben ohne Rauch“ auf dem Männergesundheitsportal (www.maennergesundheitsportal.de).

Quelle: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)