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01.03.2016

Innovationen stehen im Mittelpunkt des Lungenärzte-Kongresses in Leipzig

„Innovative Pneumologie“ lautet das Motto des diesjährigen 57. Lungenärzte-Kongresses, den die Deutsche Gesellschaft für PneumologiePneumologie
Die Atemwegs- und Lungenheilkunde (Pneumologie) ist ein Teilgebiet der Inneren Medizin, das sich mit der Vorbeugung, Erkennung und fachärztlichen Behandlung von Krankheiten der Lunge, der Bronchien, des Mediastinums (Mittelfell) und der Pleura (Rippen- und Lungenfell) befasst.
und Beatmungsmedizin (DGP) vom 3.-5. März in Leipzig veranstaltet. „Innovationen entstehen durch Forschung. Auf dem Kongress wollen wir daher eine Brücke schlagen zwischen neuen Erkenntnissen aus der Grundlagenforschung und deren Umsetzung in den Kliniken und Praxen“, erläutert Prof. Dr. med. Berthold Jany, Präsident der DGP und Chefarzt der Abteilung Innere Medizin der Missionsärztlichen Klinik in Würzburg. Gerade die neuen und aktuellen Entwicklungen sollen in speziellen, zusätzlichen Symposien vorgestellt werden. So will man allen Lungenexperten Gelegenheit geben, Innovationen in den aktuellen pneumologischen Diagnose- und Therapieverfahren miteinander zu diskutieren und deren künftigen Stellenwert genauer zu definieren. „Zum Beispiel wurden neue Immuntherapien bei Lungenkrebs entwickelt und auch zur Behandlung von idiopathischer Lungenfibrose, MukoviszidoseMukoviszidose
Bei der Erbkrankheit Mukosviszidose, an der in Deutschland rund 8.000 Menschen leiden, führt ein fehlerhaftes Gen dazu, dass der Salz- und Wassertransport der Schleimhäute in Lunge, Darm und anderen Organen verändert ist und dadurch ein abnormal zähflüssiger Schleim in Lunge, Bauchspeicheldrüse und Dünndarm gebildet wird, der die Bronchien und Verdauungswege verstopft. Atemnot, chronischer Husten, aber auch eine gestörte Verdauung und Infektanfälligkeit sind die Folgen. 
 
und verschiedenen Formen des Lungenhochdrucks stehen innovative Therapieoptionen zur Verfügung“, berichtet Prof. Jany.

Aufgrund der Migration werden auch die Lungenärzte speziell in Deutschland vor neue Herausforderungen gestellt. Deshalb wird auf dem Kongress eine Art Brennpunkt veranstaltet, der zu medizinischen Aspekten von Flüchtlingen informieren soll. „Viele Erkrankungen wie z.B. die Diagnose und Therapie von Tuberkulose erfordern pneumologisches Fachwissen. Andererseits beschränken sich Erkrankungen des respiratorischen Systems nicht nur auf die Lunge und Atemwege, sondern haben auch viele Berührungspunkte zu anderen Schwerpunkten der Inneren Medizin“, erklärt Prof. Jany. Die aus diesem Grund von den Pneumologen seit Jahren forcierte Vernetzung und Kooperation mit anderen Gebieten der Wissenschaft und Medizin ist bereits gut gediehen und soll dies auch weiterhin tun. Die verstärkte Interdisziplinarität lässt sich auf dem Kongress z.B. auch in der aktuellen Industrieausstellung mit den neuesten medizintechnischen Produkten nachvollziehen wie auch im benachbarten Innovationspark, der neue, teilweise noch in experimenteller Erprobung befindliche Entwicklungen und interdisziplinäre Projekte der Pneumologie in einer Posterausstellung zeigen wird.

Spezielle Patientenseminare zum Thema Sauerstoff (mit der „Deutschen Sauerstoffliga“) und LungenhochdruckLungenhochdruck
Typisch für das Fortschreiten dieser Erkrankung ist, dass die verschiedenen Zellarten in den Wänden der Lungengefäße zu wuchern beginnen und so die Blutgefäße verengen - ein Vorgang, den die Wissenschaftler Remodeling (struktureller Umbau) nennen. In der Folge muss die rechte Herzkammer das Blut gegen den zunehmenden Widerstand der enger werdenden Gefäße in die Lunge pumpen, was wiederum zu Umbauprozessen des Herzmuskels und schließlich zum Versagen des Herzens führt.
 
(mit der Selbsthilfeorganisation „Pulmonale Hypertonie“) können Patienten, Angehörige und Interessierte am Samstag (5.3.16) besuchen.

Quelle: äin-red

Dies ist eine Pressemeldung der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP). Der Abdruck dieser Pressemeldung oder von Teilen des Artikels ist unter folgender Quellenangabe möglich: www.lungenaerzte-im-netz.de. Bei Veröffentlichung in Online-Medien muss die Quellenangabe auf diese Startseite oder auf eine Unterseite des Patienteninformationsportals der Lungenärzte-im-Netz verlinken.