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 Untersuchungsmethoden /  Lungenszintigramm

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Lungenszintigramm
  Lungenszintigramm

Ein Szintigramm wird erstellt, indem man eine nuklearmedizinische, nicht invasive Untersuchung (Szintigrafie) durchführt, bei der radioaktive Strahlung in Form eines Radiopharmakons in den Körper eingebracht wird, um bestimmte Bahnen der Blut- und Luftversorgung darzustellen und so deren Funktion zu überprüfen. Standard bei der Untersuchung von Blut- bzw. Luftversorgung der Lunge sind die Perfusions-Szintigrafie und die Ventilations-Szintigrafie.

Im Regelfall wird zunächst die Perfusions-Szintigrafie durchgeführt, um die örtliche Durchblutung der Lunge zu prüfen. Sind hier Ausfälle der Versorgungsbahnen zu sehen, wird zusätzlich eine Ventilations-Szintigrafie vorgenommen. Diese dient der Beurteilung der Atemfunktion. Wenn von vornherein beide Szintigramme beabsichtigt sind, kann die Reihenfolge aber auch umgekehrt werden.

Für die Perfusions-Szintigrafie wird dem Patienten während mehrmaliger tiefer Atemzüge eine geringe Menge des Radiopharmakons in eine Vene injiziert. Danach erfolgt eine szintigrafische Aufnahme der Lunge in Rückenlage. Die Aufnahmedauer beträgt ca. 20 Minuten. Sollte auch eine Ventilations-Szintigrafie erforderlich sein, wird über ein Schlauchsystem Luft eingeatmet, die geringe Mengen eines Radiopharmakons enthält. Dabei sollte der Patient ruhig und gleichmäßig atmen. Nach der Aufnahme des Pharmakons in die Lunge werden die gleichen Aufnahmen wie bei der Perfusions-Szintigrafie gemacht. Auch hier beträgt die Aufnahmedauer ca. 20 Minuten. Insgesamt dauert die Untersuchung eine bis anderthalb Stunden. Wird bei der Szintigrafie eine Lungenembolie diagnostiziert, sollte der Patient direkt im Anschluss an die Szintigrafie stationär behandelt werden. In seltenen Fällen können allergische Reaktionen auf Bluteiweißpartikel (Humanalbumin) auftreten. Bei vorliegendem Asthma sollte der Patienten vor der Untersuchung Bronchien erweiternde Medikamente (Bronchodilatatoren) einnehmen. Auch ein aktuelles Röntgenbild der Lunge sollte, falls vorhanden, dem Arzt zur Verfügung stehen. Bei stillenden Müttern genügt es, das Stillen für 12 Stunden zu unterbrechen, um dem Säugling nach Einnahme des   Radiopharmakons nicht zu schaden.

 


 
 
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