Die COPD ist zurzeit weltweit die fünft häufigste Todesursache, mit stark steigender Tendenz! Noch sterben Männer in Westeuropa etwa 2 bis 3 mal häufiger an einer COPD als Frauen. Aktuellen wissenschaftlichen Untersuchungen zufolge, leiden 8-13% der erwachsenen Bevölkerung in Europa und Nordamerika an einer COPD, wobei die Häufigkeit dieser Erkrankung im höheren Alter stark zunimmt. Dabei muss von einer hohen Dunkelziffer ausgegangen werden, denn bei über 80% der COPD-Patienten wurde die Erkrankung einer aktuellen englischen Untersuchung zufolge noch nicht diagnostiziert. Bei den Patienten mit schwerer COPD trifft dies noch für über 40% der Patienten zu. Ähnliche Daten liegen aus anderen europäischen Ländern vor.
Weltweit sind (nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation WHO) etwa 600 Millionen Menschen von COPD betroffen. In den Vereinigten Staaten ist COPD die vierthäufigste Todesursache - europaweit liegt sie bereits an dritter Stelle. In den letzten 3 Jahrzehnten wurde ein starker, hauptsächlich durch Rauchen bedingter Anstieg verzeichnet. Im Zeitraum zwischen 1960 und 1998 nahm die Sterblichkeit durch COPD bei Männern um 344% zu; bei Frauen im selben Zeitraum um 1000%. Es wird davon ausgegangen, dass die Erkrankung bis zum Jahr 2020 weltweit den dritten Platz unter den häufigsten zum Tode führenden Krankheiten einnehmen wird.
In Deutschland leiden etwa 8-12% der Bevölkerung an COPD. Die Krankheit ist damit häufiger als Asthma , Lungenentzündung und Lungenkrebs zusammengenommen. Bisher brach die Erkrankung häufig zwischen dem 40. und 55. Lebensjahr aus, wobei im Alter ab 50 Jahren die Erkrankungshäufigkeit deutlich zunahm und im siebten Lebensjahrzehnt ihren Höhepunkt erreichte. Allerdings beginnen heutzutage viele Jugendliche bereits sehr viel früher (mit 13,6 Jahren; Stand 2005) mit dem Rauchen, so dass COPD-Fälle künftig häufiger auch schon in jüngeren Jahren auftreten dürften. Bei Rauchern, die ca. 20 Jahre rauchen, bildet sich in ca. 15-20% eine COPD. Unabhängig vom Zigarettenkonsum tritt COPD bei Männern fast doppelt so häufig auf wie bei Frauen. Auch sind unter den Erkrankten Menschen mit sozioökonomisch niedrigem Status stärker vertreten. Die Erkrankung kann außerdem innerhalb bestimmter Familien gehäuft vorkommen, was auf eine erbliche Veranlagung hinweist, die aber noch nicht nachgewiesen ist.