Lobärpneumonie

Die klassische und häufigste unter den Pneumonien ist die Lobärpneumonie. Sie verläuft in mehreren Stadien und kann sich in jedem Lungenlappen ausbreiten. Die erste Phase dauert nur einen Tag und heißt Anschoppung. Es handelt sich um einen Flüssigkeitsübertritt aus den Gefäßen in die Lungenbläschen (Alveolen). Die nächste Phase, die so genannte rote Hepatisation dauert zwei Tage. Dabei treten rote Blutkörperchen und Gerinnungsfaktoren in die Lungenbläschen (Alveolen) über. Die Gerinnungsfaktoren bilden ein dünnes Netz aus Fibrin, das sich in die Alveolen legt. In der nächsten Phase wandern - über vier Tage hinweg - weiße Blutkörperchen in die Lungenbläschen ein. Dieses Stadium wird auch als graue Hepatisation bezeichnet.

Wenn sich nach etwa acht Tagen die Ablagerungen auflösen und verflüssigen, beginnt das Stadium der gelben Hepatisation. Danach löst sich die Lungenentzündung und die Heilung beginnt. Die vollständige Abheilung dauert etwa vier Wochen. Dieser Verlauf kann nicht abgekürzt werden. Dies ist wichtig zu wissen, da sich viele Patienten nach der Einnahme von Antibiotika deutlich besser fühlen und glauben, die Infektion sei überstanden. Häufig wird viel zu früh der normale Arbeitsalltag wieder aufgenommen, statt sich weiterhin zu schonen. Dann besteht die Gefahr eines Rückfalls.



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