 |
| Foto: Goethe-Universität Frankfurt |
Für Menschen, die auf Pollen des nordamerikanischen Traubenkrauts (auch Ambrosia, Beifuß-Ambrosie oder Ragweed genannt) allergisch reagieren, bringt meist auch das Gewürzkraut Beifuß Probleme mit sich. Denn Ambrosia und Beifuß stammen aus derselben Pflanzenfamilie und sehen sich daher auch recht ähnlich. Zudem sind die
Pollen-Allergene
beider Pflanzen zu rund 80 Prozent gleich.
In Deutschland reagieren der Europäischen Stiftung für Allergieforschung zufolge etwa ein Viertel der Pollenallergiker auf Beifuß. „Beifußpollen lösen nicht nur klinisch dieselben Heuschnupfensymptome aus wie Ambrosia, sie kommen in unseren Breiten auch rund neunmal so oft vor“, erläutert Torsten Zuberbier, Leiter der Europäischen Stiftung für Allergieforschung. In vielen Ländern werde mit großem Aufwand gegen Ambrosia vorgegangen. Zur Allergieprävention sei es jedoch sinnvoll, neben Ambrosia auch Beifußpflanzen zu entfernen.
Die Stadt Berlin beispielsweise konzentriert sich bei ihren Rausreiß-Aktionen bislang dennoch nur auf Ambrosia. Sie möchte als erste Hauptstadt in Europa ambrosiafrei werden. Mehr als 100 geschulte Ambrosia-Scouts ziehen dafür durch die Stadt und reißen die Pflanze noch vor der Blüte im August aus dem Boden.
Quelle. dpa