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Eine Lungenklinik in Lostau bei Magdeburg bekommt eine Palliativstation für die Behandlung schwer kranker Patienten. Nach Angaben der Pfeifferschen Stiftungen soll die neue Abteilung in Lostau mit sechs Zimmern am 24. März eröffnet werden. Da jeder zweite Patient in der Lungenklinik einen Tumor habe, sei der Bedarf für eine intensive Betreuung groß. Diese Klinik ist Zentrum für Lungenheilkunde und Brustkorbchirurgie in Sachsen-Anhalt. Jährlich werden dort mehr als 4000 Menschen behandelt. Weitere Palliativstationen in Lungenkliniken gibt es in Deutschland zum Beispiel in Ballenstedt, Berlin, Rotenburg, Greifenstein und Merzig.
Palliativstationen sind stationäre Einrichtungen der so genannten Palliativmedizin. Sie sind aus der Hospizbewegung entstanden und vom selben Geist getragen. Ihr Ziel ist es, Menschen mit einer fortgeschrittenen unheilbaren Krankheit (wie beispielsweise Krebs oder AIDS) eine Linderung der Symptome zu gewähren, so dass sie den Rest ihrer Lebenszeit mit einer möglichst guten Lebensqualität verbringen können, oder - falls dies nicht mehr möglich sein sollte - einen angemessenen Raum zum Sterben zur Verfügung zu stellen.
Als Krankenhausstationen stehen den Patienten und Patientinnen einer Palliativstation einerseits alle Möglichkeiten eines Krankenhauses zur Verfügung, andererseits ist ihre räumliche Gestaltung meist wohnlicher und die Gesamtatmosphäre ruhiger als auf einer üblichen Krankenhausstation. Zudem gilt der Grundsatz, diagnostische oder therapeutische Maßnahmen nur dann anzuwenden, wenn sie dem Willen des Betroffenen entsprechen bzw. mit hoher Wahrscheinlichkeit eine positive Auswirkung auf seine Lebensqualität haben.
Palliativstationen sind in Deutschland als Akut-Stationen an Krankenhäusern realisiert und unterliegen dem dortigen Finanzierungssystem, so dass ihre Patienten/-innen den krankenhausüblichen Eigenbeitrag aufbringen müssen.