lin-logo lin-titel
 
 Startseite
 Arztsuche
 Kliniksuche
 Unser Atemwegssystem
 Krankheiten A-Z
 Allergien
 Asthma
 COPD
 Lungenkrebs
 Rauchen
 Rehabilitation
 Schlaf
 Untersuchungsmethoden
 Event-Kalender
 Patientenfragen
 Fachorganisationen
 Kontakt/Impressum


 Aktuelles

Impfung gegen Schweinegrippe – wer braucht sie?
  Zurück zu den Suchergebnissen

[26.11.2009] 

Impfung gegen Schweinegrippe – wer braucht sie?

Risikogruppen, denen eine Impfung empfohlen wird

Die Empfehlung einer Impfung gegen die Schweinegrippe richtet sich vor allem an die so genannten Risiko-Gruppen. Dazu zählen Menschen mit einer abgeschwächten Immunabwehr (Schwangere, Patienten mit Autoimmunerkrankungen bzw. einem angeborenen Immundefekt, Menschen in chemotherapeutischer oder radiologischer Krebsbehandlung). Da Kinder unter 6 Monaten ebenfalls besonders gefährdet sind, weil ihr  Immunsystem noch nicht ausgereift ist, der Impfstoff für sie allerdings nicht geeignet ist, sollten auch die Betreuer solcher Kinder (Kita, Ärzte, Krankenhaus) geimpft werden.

Des Weiteren wird stark Übergewichtigen zu einer Impfung geraten sowie Menschen mit einer chronischen Vorerkrankung wie Diabetes, Herz-Kreislauferkrankungen, Nieren- oder Lebererleiden oder aber einer chronischen Atemwegserkrankung - insbesondere Asthmatikern und Patienten mit COPD (chronische obstruktive Lungenerkrankung) .

Warum sind chronische Atemwegspatienten besonders gefährdet?

Wie der Erreger der saisonalen Grippe wird auch das Schweinegrippe-Virus H1N1 meist über die Schleimhäute der Atemwege aufgenommen. Dabei kann das Schweinegrippevirus besonders tief in die unteren Atemwege vordringen. In den Bronchien und Lungenbläschen treffen die Viren allerdings genau auf das Gewebe, das bei Asthma oder COPD ohnehin schon stark geschwächt ist.

Zudem kann das Immunsystem so sehr mit der Abwehr der Viren beschäftigt sein, dass andere Erreger (insbesondere Bakterien wie Pneumokokken) relativ leicht eine Lungenentzündung verursachen können, die schwere bis lebensbedrohliche Auswirkungen auf die geschwächten Patienten haben kann. Weitere gefürchtete Komplikationen einer Grippeerkrankung sind schwere Bronchitis, Herzinfarkte und Schlaganfälle sowie eine Verschlimmerung der chronischen Grunderkrankung. Asthmatiker müssen mit besonders heftigen Asthma-Attacken rechnen, Patienten mit COPD mit einer so genannten Exazerbation (das heißt: einer lebensgefährlichen Verschlechterung ihrer Bronchitis), die eine Behandlung im Krankenhaus oder gar auf der Intensivstation erforderlich machen kann.    

Asthmatiker und Patienten mit COPD sollten sich daher sowohl gegen die saisonale Grippe als auch gegen Influenza A(H1N1) impfen lassen, wenn diese Impfstoffe verfügbar sind. Dabei sollten Asthmatiker sich den Grippeimpfstoff unbedingt spritzen lassen, da eine Impfung per Nasenspray nicht ausreicht. Wer gegen Hühnereiweiß allergisch ist, darf nicht geimpft werden, da der Impfstoff in Hühnereiern angezüchtet wird.

Falls noch nicht geschehen, sollten Sie sich auch gegen Lungenentzündung impfen lassen (Pneumokokken-Impfstoff: Pneumivax) die mit gefährlichen Komplikationen verbunden sein kann, insbesondere wenn Sie zusätzlich an Influenza erkranken sollten.

Schützt die Grippe-Impfung auch gegen Schweinegrippe?

Nein, die Viren der saisonalen Grippe und der Neuen Influenza (Schweine- bzw. Mexikogrippe) verändern sich ständig und sind wahrscheinlich zu unterschiedlich, als dass man sie mit einem gemeinsamen Impfstoff bekämpfen könnte. Aus diesem Grund ist auch das Immunsystem – selbst wenn Sie im letzten Winter eine Grippe gehabt haben sollten - vor den jetzt kursierenden Viren nicht automatisch gefeit. 

Welche Nebenwirkungen sind durch eine Impfung zu befürchten?

Nach einer Impfung gegen Schweinegrippe sind Kopfschmerzen, Gelenkschmerzen, Muskelschmerzen und Reaktionen an der Injektionsstelle sowie Fieber und Mattheit oder Müdigkeit am häufigsten (d.h. bei mehr als einem von zehn Menschen) beobachtet worden. Diese Nebenwirkungen sind aber i.d.R. vorübergehend.

Ein allergischer Schock, so genannte anaphylaktische Reaktionen nach Impfungen sind nach Angaben des Paul-Ehrlich-Instituts ausgesprochen selten. Sie kämen in geschätzten 1 bis 10 Fällen pro einer Million Impfdosen vor. Vorsicht ist allerdings geboten bei Allergien gegen Hühnereiweiß, weil der Impfstoff in Eiern hergestellt wird.

Viele Menschen fürchten sich offenbar unnötigerweise auch vor dem Wirkstoffverstärker (Adjuvanz), der dem Impfstoff zugesetzt wird. Lesen Sie hierzu:

Was kann zusätzlich vor einer Ansteckung schützen?

  • Häufiges Händewaschen
  • Bei Hustenreiz in den Ärmel husten, bei Niesreiz in ein Taschentuch niesen
  • sich von erkrankten Personen fern halten
  • im Krankheitsfall zu Hause bleiben

Wenn Grippe-Symptome auftreten - was ist zu tun?

Asthmatiker und Patienten mit COPD haben ein hohes Risiko für ernsthafte Grippekomplikationen. Sollten bei Ihnen Symptome einer Grippe auftreten – wie z.B. Fieber, Husten, Halsschmerzen, laufende oder verstopfte Nase, Gliederschmerzen, Kopfschmerzen, Schüttelfrost, Müdigkeit -, dann setzen Sie sich am besten mit Ihrem Lungen-, Haus- oder Kinderarzt, der Gesundheitshotline, dem nächstgelegenen Krankenhaus oder dem Gesundheitsamt in Verbindung. Bei Grippe ist eine rasche Behandlung mit antiviralen Medikamenten (Virostatika) gerade bei Personen mit Asthma oder COPD besonders wichtig und wirkungsvoll. Am besten ist es, spätestens zwei Tage nach Auftreten der ersten Symptome mit einer Behandlung zu beginnen.

Dringend medizinisch betreut werden müssen:

Kinder mit den folgenden Anzeichen:

  • Beschleunigte Atmung oder Atemprobleme
  • Bläuliche Hautfarbe
  • Nimmt nicht genug Flüssigkeit auf
  • Wacht nicht auf oder ist nicht ansprechbar
  • Das Kind ist reizbar und will nicht auf dem Arm gehalten werden
  • Grippeähnliche Symptome gehen zuerst zurück, verschlimmern sich dann aber mit Fieber und stärkerem Husten
  • Fieber mit Ausschlag

Erwachsene mit den folgenden Anzeichen:

  • Atemprobleme oder Atemnot
  • Schmerzen in oder Druck auf Brust oder Bauch
  • Plötzliches Schwindelgefühl
  • Verwirrung
  • Starkes oder wiederholtes Erbrechen
  • Grippeähnliche Symptome gehen zuerst zurück, verschlimmern sich dann aber mit Fieber und stärkerem Husten

Quelle: Centers for Disease Control and Prevention (http://www.cdc.gov/ )
Weitere Info:



Sie verlassen jetzt das Patienten-Informationsportal des Bundes-verbandes der Pneumologen e.V. (BdP) und der Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) .

Für den Inhalt auf den folgenden Seiten sind BdP und DGP nicht verantwortlich.

Meinungen und Inhalte geben nicht notwendigerweise die Ansichten des Bundesverbandes der Pneumologen e.V. (BdP) und der Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) wieder und werden von diesen auch nicht autorisiert.

 

 
 nach oben  Druckansicht öffnen   Seite per eMail empfehlen


im-fokus
Untitled Document
  Pollenflugkalender
 
Der Klimawandel führt zu verstärkten Stoßzeiten durch Pollenflug und damit zu einer zunehmenden Belastung für Allergiker. Mit unserem  Pollenflugkalender können Sie sich einen Überblick über die Veränderungen im Pollenflug der wichtigsten, Allergie auslösenden Pflanzen verschaffen.
  weiter lesen...
  Online-Umfrage für COPD-Patienten
 

Eine Umfrage bei Patienten mit COPD (chronisch obstruktive Bronchitis mit oder ohne Lungenemphysem) soll aufzeigen, warum und wann sie besonders dazu neigen, ihre Therapieanweisungen zu vernachlässigen. Hier geht's zur  Umfrage

  weiter lesen...
  Habe ich eine COPD?
 

 Machen Sie den Test !

Eine chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD) entwickelt sich schleichend über mehrere Jahre hinweg. Raucherhusten mit wiederholten Atemwegsinfekten sowie Atembeschwerden bei körperlicher Belastung werden gerne mit mangelnder Fitness entschuldigt, obwohl eine COPD die Ursache ist. Um zu erfahren, ob Ihre Beschwerden bereits auf COPD hinweisen, können Sie unseren Test zur COPD-Früherkennung machen.

  weiter lesen...
  Expertenrat für Patientenfragen
 
Haben Sie eine Frage zu Atemwegs- oder Lungenerkrankungen? Ein Expertenrat der Deutschen Lungenstiftung beantwortet Sie Ihnen gerne fachlich kompetent und online.
  weiter lesen...
 
Weitere Gesundheitsthemen: Kindergesundheit | Frauengesundheit | Allgemeine & Innere Medizin | Neurologie & Psychiatrie | HNO-Heilkunde