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Was ist Sarkoidose (Morbus Boeck)?

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Sarkoidose wird auch Morbus Besnier-Boeck-Schaumann oder - kurz - Morbus Boeck genannt und ist eine häufige, Knötchen bildende (so genannte granulomatöse) Erkrankung mit verstärkter zellulärer Immunantwortzellulärer Immunantwort
Während der zellvermittelten körpereigenen Abwehr (bei der verschiedene Zelltypen wie B- und T-Zellen, Makrophagen, Antigen-präsentierenden Zellen, Granulozyten u.a. zum Einsatz kommen) steht die sogenannte Antigen-Antikörper-Reaktion im Mittelpunkt. Um eingedrungene, körperfremde Antigene zu bekämpfen, bildet der Körper spezielle Antikörper gegen diese, die dann beim zweiten Kontakt gezielt an die Antigene binden. Die so entstehenden Immunkomplexe werden dann unschädlich gemacht.
. Vorrangig betroffen sind die Lymphknoten und das Lungengewebe, es kann aber so gut wie jedes andere Organ ebenso befallen sein. Die Ursache dieser Erkrankung ist unbekannt.

Pro Jahr erkranken 20 bis 40 von 100 000 Einwohnern an Sarkoidose. Am häufigsten sind Menschen im Alter zwischen 20-40 Jahren betroffen, dabei Frauen etwas häufiger als Männer. In Nordeuropa ist die Erkrankung häufig, in den Mittelmeerländern und Afrika ist sie hingegen sehr selten. Am häufigsten betroffen sind Schweden, Isländer und schwarze US-Amerikaner. Raucher erkranken seltener an Sarkoidose als Nichtraucher, der Zusammenhang ist jedoch ungeklärt.

Es gibt eine akute Verlaufsform (30% der Fälle) und eine chronische (70% der Fälle). Die Aussichten auf Heilung sind je nach Ausprägung der Erkrankung sehr unterschiedlich, in der Regel aber gut.