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Prognose & Selbstmanagement

Mit einer COPD-Erkrankung verringert sich die Lebenserwartung um durchschnittlich 5-7 Jahre, diese Prognose kann aber mit einer optimalen Therapie und konsequentem Selbstmanagement wieder verbessert werden. Auch mögliche Komplikationen wie Atemwegsinfekte, Lungenentzündungen, PneumothoraxPneumothorax
Darunter versteht man eine krankhafte Luftansammlung im Brustkorb, genauer zwischen dem inneren Lungenfell (Pleura visceralis) und dem äußeren Lungenfell (Pleura parietalis), wo sich normalerweise keine Luft befinden sollte. Dies führt zu einem in sich Zusammensinken eines Lungenflügels (Kollaps) und dadurch zu einer unzureichenden Atemfunktion der Lunge.
und Cor pulmonaleCor pulmonale
Der Begriff stammt aus dem Lateinischen (cor = Herz, pulmo = Lunge). Ein Cor pulmonale entwickelt sich auf Grund einer dauerhaften Erhöhung des Blutdrucks im Lungenkreislauf. Ursache sind chronische Lungenerkrankungen (zum Beispiel Lungenfibrose, Lungenemphysem, COPD). Um den Blutkreislauf dennoch aufrechtzuerhalten, muss das Herz folglich einen noch höheren Druck aufbauen. Dies führt zunächst kompensatorisch zu einer Stärkung der Muskulatur der rechten Herzkammer. In fortgeschrittenen Stadien kann die erforderliche Pumpleistung allerdings nicht mehr ausgeglichen werden, so dass sich eine verminderte Herzleistung (Rechtsherzinsuffizienz) als Ausdruck eines Cor pulmonale einstellt.
können durch eine geeignete Behandlung und Vorsorgemaßnahmen weitgehend vermieden werden.

Die Lebenserwartung ist neben anderen Faktoren abhängig vom individuellen FEV1FEV1
Das so genannte FEV1 (= forciertes expiratorisches Volumen in einer Sekunde) - das ist die Luftmenge, die der Patient mit aller Kraft und möglichst schnell innerhalb einer Sekunde ausatmen kann.
 
 
(EinsekundenkapazitätEinsekundenkapazität
Beim Lungenfunktionstest pustet der Patient über ein Mundstück in ein Gerät namens Spirometer, das die Menge der ausgeatmeten Luft (Volumen) misst. Hier interessiert vor allem der Wert der so genannten Einsekundenkapazität (FEV1 = forciertes expiratorisches Volumen in einer Sekunde). Je stärker die Bronchien verengt sind, umso weniger Luft kann der Betroffene in einer Sekunde ausatmen. 
oder „Einsekundenluft“ genannt) – also abhängig davon, wie viel Luft Sie in einer Sekunde mit so viel Anstrengung  wie möglich (forciert) ausatmen können. Sie liegt bei:

  • 10 Jahren, wenn FEV1 > 1,25 Liter
  • 5 Jahren, wenn FEV1 0,75 – 1,25 Liter
  • 3 Jahren, wenn FEV1 < 0,75 Liter (30% der Betroffenen sterben innerhalb eines Jahres!)

Günstige Aussichten bestehen, wenn sich die Verengung der Bronchien noch als wiederaufhebbar erweist, was man im Bronchospasmolysetest feststellen kann. Ungünstig sind hingegen hohes Alter und geringe Werte der Einsekundenkapazität (FEV1) sowie des Sauerstoffgehaltes des Blutes bzw. ein zu hoher Kohlendioxidgehalt des Blutes.

COPD-Patienten sollten sich bewusst sein, dass ihre Einsekundenkapazität (FEV1) jährlich um etwa 30 ml weitersinkt. Falls sie außerdem weiterrauchen sollten, erhöht sich dieser Wert um das 3-fache! Dann nimmt das FEV1 um etwa 90 ml pro Jahr ab.

Selbstmanagement
Um die gewohnte Lebensqualität möglichst langfristig zu erhalten, sollten Betroffene die Therapie-Empfehlungen ihres Pneumologen genau befolgen. Andererseits liegt es auch beim Patienten selbst, die medikamentöse Behandlung sinnvoll zu unterstützen durch:

Ausführliche Informationen zu diesen Selbstmanagement- und Vorsorgemaßnahmen finden Sie in den betreffenden Artikeln über chronisch-obstruktive Bronchitis und Lungenemphysem in der Rubrik „Krankheiten A-Z“.