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Was ist chronisch-obstruktive Bronchitis?

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Eine chronische Bronchitis ist durch eine dauerhafte Entzündung der Bronchien gekennzeichnet, die zu Husten und Auswurf führt. Chronisch wird eine Bronchitis meist dann, wenn die Patienten über ein Jahr husten. Danach bleibt diese einfache chronische Bronchitis in der Regel lebenslang bestehen. Allerdings kann man mit der einfachen chronischen Bronchitis sehr alt werden, da sie keine lebensverkürzende Wirkung hat. Wenn sich zusätzlich noch eine dauerhafte Verengung (Obstruktion) der Atemwege einstellt, die sich durch Medikamente nur teilweise zurück entwickelt, spricht man von der chronisch-obstruktiven Bronchitis (COB). Dies passiert bei knapp 20% der Patienten mit einfacher chronischer Bronchitis. Eine chronisch-obstruktive Bronchitis kann mit oder ohne Überblähung der Lungenbläschen (Lungenemphysem) einhergehen, wobei beim Emphysem der Gasaustausch (= Aufnahme von Sauerstoff und Abgabe von Kohlendioxid) in der Lunge stark beeinträchtigt ist. In diesen Fällen ist die Lebenserwartung deutlich verkürzt: um etwa 8 bis10 Jahre.

In den letzten Jahren hat sich für die chronisch-obstruktive Bronchitis mit Emphysem international und auch in Deutschland der Begriff COPD (aus dem Englischen: chronic obstructive pulmonary disease: dauerhafte, fortschreitende Lungenerkrankung mit Einengung der Atemwege) durchgesetzt. In Deutschland wird in diesem Zusammenhang auch von „chronisch-obstruktiver Atemwegs- oder Lungenerkrankung gesprochen. Unter diesem Ausdruck ist eine fortschreitende, nicht vollständig durch Medikamente rückgängig zu machende Obstruktion der Atemwege auf der Grundlage einer chronischen Bronchitis und/oder eines Lungenemphysems definiert. Dabei kann es sich um unterschiedliche Krankheiten handeln, deren Krankheitsanzeichen und Beschwerden aber ähnlich sind.

Nach Schätzungen der WHO sind weltweit 600 Millionen Menschen von chronisch-obstruktiven Atemwegserkrankungen betroffen. In Deutschland leiden rund 10 bis 15 Prozent der Erwachsenen und jeder zweite Raucher über 40 Jahre an einer einfachen chronischen Bronchitis, also etwa doppelt so viele wie an Asthma. An der chronisch-obstruktiven Form der Bronchitis erkranken 2 bis 3 Prozent der Frauen und 4 bis 6 Prozent der Männer. 90 Prozent aller Patienten mit chronisch-obstruktiven Atemwegserkrankungen sind Raucher oder waren es.

In Deutschland stehen chronisch-obstruktive Atemwegserkrankungen bei Arbeitsunfähigkeitstagen an erster Stelle. In USA gelten sie als die vierthäufigste, in Europa als die dritthäufigste Todesursache. Nach Schätzungen werden sie bis zum Jahr 2020 in der Rangordnung der zehn weltweit am häufigsten zum Tod führenden Erkrankungen den dritten Platz einnehmen.